Hornbörger Geschichten

Dat Leben op den scheeben Maschdamm ut de Sicht een echten Maschdammer Jung

Heinrich Hartmann, ein echter Marschdammer Jung, hat sich ein ordentliches Stück Arbeit gemacht und viele Döntjes aus den alten Zeiten aufgeschrieben. Hierbei beschreibt er die Häuser im Marschdamm und im Vordamm und die damit verbundenen Anekdoten. Wir bedanken uns bei Herrn Hartmann, dass wir die „Hornbörger Geschichten“ veröffentlichen dürfen. Und nun viel Spaß beim Lesen.

Husnummer 173

Fachwerkhus, hatt indeckt. Gehör freuer to de Sogeree Löhden.
Besitzer wör Jonny Bösch, de dor mit sien Hushöllersch un ehre Dochter Monika in wohnen de. Ik nöm em Opa, wiel he de Stiefvadder von min Vadder wör. He wör mit min Vadder tohoopen Inhaber von uns Firma, un de Ümgang mit em wör nich ganz enfach.

Boben in‘t Hus wohn Familie Bansemer. Heinz, een Berliner, de as Soldot hier siene Fro Hilde kennen lehrt hett, mit ehre beiden Jungs Holger un Harald. De beiden wörn to de Tied für uns noch een beeten to jung. Achtern op den Hoff stünn een lüttjes Hus, dor wohn de Familie Holst bin. Hans wör Schachtmeister in uns Firma. He harr mit sin Fro Trinchen söss Kinner, twee Deerns un veer Jungs. De dree groden, Hans Heinrich, Günter, un Walter (Walli) wörn für uns ton Speelen to old. Mit Deerns, Inge un Irma, speelen wie nich, un Otto wör noch to jung. Ik erinner noch, dat Günter foken op de Bank für de Dör sitten dä un op siene Quetschkommod Volksleeder un Schloger speelen dä.

I am text block. Click edit button to change this text. Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit. Ut elit tellus, luctus nec ullamcorper mattis, pulvinar dapibus leo.

AUF HOCHDEUTSCH

Das Fachwerkhaus hat überdauert. Früher gehörte es zur Sägerei Löhden. Besitzer war Jonny Bösch, der dort mit seiner Haushälterin und deren Tochter Monika wohnte. Ich nannte ihn Opa, weil er der Stiefvater meines Vaters war. Er war zusammen mit meinem Vater Mitinhaber unserer Firma, und der Umgang mit ihm war nicht immer ganz einfach.

Im oberen Stockwerk des Hauses wohnte die Familie Bansemer. Heinz, ein Berliner, hatte hier als Soldat seine Frau Hilde kennengelernt. Mit ihnen lebten ihre beiden Söhne Holger und Harald. Die beiden waren damals allerdings noch etwas zu jung für uns.

Hinter dem Hof stand ein kleines Haus, in dem die Familie Holst wohnte. Hans war Schachtmeister in unserer Firma. Er hatte mit seiner Frau Trinchen sechs Kinder: zwei Mädchen und vier Jungen. Die drei Ältesten – Hans Heinrich, Günter und Walter (Walli) – waren für uns zum Spielen schon zu alt. Mit den Mädchen, Inge und Irma, spielten wir nicht, und Otto war noch zu jung.

Ich erinnere mich noch gut daran, dass Günter oft auf der Bank vor der Tür saß und auf seiner Ziehharmonika Volkslieder und Schlager spielte.