Hornbörger Geschichten

Dat Leben op den scheeben Maschdamm ut de Sicht een echten Maschdammer Jung

Heinrich Hartmann, ein echter Marschdammer Jung, hat sich ein ordentliches Stück Arbeit gemacht und viele Döntjes aus den alten Zeiten aufgeschrieben. Hierbei beschreibt er die Häuser im Marschdamm und im Vordamm und die damit verbundenen Anekdoten. Wir bedanken uns bei Herrn Hartmann, dass wir die „Hornbörger Geschichten“ veröffentlichen dürfen. Und nun viel Spaß beim Lesen.

Husnummer 192

Een massives Hus parallel to de Stroot, hatt indeckt.

Husnummer 192

Achtern wör eene Backstuv un eene groote Schün mit Schwienställe anbaut. Dat Hus gehör Bäcker Böhn. He leev dor mit sien Fro Henni. He meuk de Backstuv un se den Loden.

Ton Brothol‘n müss ik jümmer to Bäcker Böhn. Wenn dat Brot ganz frisch wör, denn hebb ik dat von de Spitz her anknabbert un uthöhlt. Dat reuk eenfach to good. Ik harr jümmer Arger mit min Mudder, ober ik kunn mi nich trüchholen. Bi „n Bäcker wör Willi Duden in Stellung. He wör ok Meister, ober froh, dat he as Gesell Arbeit harr.

Willi müss mit een Goliath, dat wör een Dreerad, Backworn no Dollern un Gothenborg bringen. Dor sind wi gern mitfohrt un hebbt bi `n In- un Utloden holpen. As ik denn een beeten grötter wör, dröff ik dat Auto op den Hof ok all mol föhren.

No de Währungsreform geev dat eenen Groschen, de von de eene Siet genau so utseh as de ut de Reichsmarktied. Wenn wi nun Hunger kreegen, denn holen wi uns Rundstücker bi Tante Böhn. De kossen tomols dat Stück fief Penn. Biet Betohlen mischen wi jümmer een poor von de oolen Groschen dor ünner, man müss blot de Tohl no hoben leggen. Tante Böhn rook se denn in eenen Zug von Tresen rünner inne Hand un mit Schwung inne Kass. Dat is ne ganze Tied goot gohn.

Onkel Böhn harr eenen Ford Taunus Kombi mit den he sübbs fohrn dä. Dormit is he op den Dollemer Barg gegen Boom föhrt un is dorbi ümkoomen.

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