Hornbörger Geschichten

Dat Leben op den scheeben Maschdamm ut de Sicht een echten Maschdammer Jung

Heinrich Hartmann, ein echter Marschdammer Jung, hat sich ein ordentliches Stück Arbeit gemacht und viele Döntjes aus den alten Zeiten aufgeschrieben. Hierbei beschreibt er die Häuser im Marschdamm und im Vordamm und die damit verbundenen Anekdoten. Wir bedanken uns bei Herrn Hartmann, dass wir die „Hornbörger Geschichten“ veröffentlichen dürfen. Und nun viel Spaß beim Lesen.

Husnummer 163

Een massivet Hus. Dat Vörderhus parallel to de Stroot mit achtem anbaute Warksteed. Rechts dorvon de Stall un dat Hüsselhus vun von Riegen.

Husnummer 163

Besitzer wör Schlosser Gerhard Martin. To de Familie gehör de Söhn Ludden (Ludwig) mit Fro, Söhn Heinz un Dochter Käthe.

De Männer wörn alle dree Schlosser un hanneln un reparieren Fohrröd. No den Krieg wör jo allens knapp. Fohrröd or Toobehör geev dat nich. Wi bau‘n uns de Fohrröd sülbst tohoop. Olle Rohmen leegen op den Schrott or inne Lüh un as Reifen neumen wi Hattgummiringe, de op olle Kabeltrommeln von de Wehrmacht seeten. Wenn uns denn wat fehlen dä, denn güngen wi to Opa Martin. Dor söchen wi uns denn wart ut siene Abfälle tohopen. Mäntel un Schläuche geev dat tomols blos op Bezugsschien.

Min Vadder hett mol son Andrag an dat Versorgungsamt bin Landkreis stellt, wiel he een Fohrrad bruken dä, um bi Füer no‘t Gerätehus to fohren. Sien Fohrrad harr Plattfood un kunn nich mehr flickt warn.

Mit Opa Martin sünd wi goot klor komen. As Ludden dat Geschäft öbernöm, wör dat nich mehr so. He wör wat gnadderiger as sien Vadder un man wüss ok nie, op he Spoos meuk or dat ernst meen. Sien Söhn Heinz wör wedder wat anners. He wör Soldot ween un arbeit nu to Hus in de Warksteed.
Wi Maschdammer harrn an Bullenbruchsschöpfwark uns eegenen Boodplatz. In Sommer weer dor jeden übend Hochbetrieb. Dor toben ok de Groten mit uns in Woter rüm. Heinz hör ok dor too. Keen von uns Lütten nich schwümmen kunn, demm wör dat bibröcht. Een von de Groten wör in Woter un de annem schmeeten den Nichtschwümmer rin. Dat güng so lang, bit man von alleen wedder an Land keum. De Method wör brutal, ober arm Enn kunn wi schwümmen.

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