Hornbörger Geschichten

Dat Leben op den scheeben Maschdamm ut de Sicht een echten Maschdammer Jung

Heinrich Hartmann, ein echter Marschdammer Jung, hat sich ein ordentliches Stück Arbeit gemacht und viele Döntjes aus den alten Zeiten aufgeschrieben. Hierbei beschreibt er die Häuser im Marschdamm und im Vordamm und die damit verbundenen Anekdoten. Wir bedanken uns bei Herrn Hartmann, dass wir die „Hornbörger Geschichten“ veröffentlichen dürfen. Und nun viel Spaß beim Lesen.

Husnummer 171

Husmummer 171

Dat wör een schmallet Hus mit denn Giebel no de Stroot. Dat dritte vun links.

Hier wohn Jakob Engelke (Woter-Jakob). Dat wör sien Spitznomen, wiel he
Schöpfwerkswärter wör.

De Familie bestünn ut Onkel un Tante Engelke mit ehre Dochter un de ehrn
Jung. De Jung wör wat jünger as ik, ober sin Opa wör, wenn ik dat richtig
weet, von Beruf Sattler, un he hett mi för unsen Hund Harras, een Rottweiler,
Geschirr mokt.

Ik kunn Harras vör unsere Kor spannen wenn ik no de Möhl müss oder wenn
ik Kartüffeln oder Kohlen holen dä. De Hund harr so veel Kraft un sonne
Lust an Trecken, dat ik em jümmer trüchholen müss.

Speelt hebbt wie in dat Hus nich, un de Jung wör vör uns noch to jung. Sien
Mudder hett loter den Schandarm Horst Senz heirot.

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