„Energiesparen macht Schule“

Prämierungsveranstaltung am 13. Oktober 2021

Klimaschutz durch energiesparendes Nutzerverhalten: Mit diesem Ansatz startete im Sommer 2018 in elf Schulen (dreizehn Schulstandorten) der Klimaschutzregion Altes Land und Horneburg das Projekt „Energiesparen macht Schule“. In dem auf vier Jahre angelegten Projekt haben sich die Schulen der Samtgemeinde Horneburg, der Samtgemeinde Lühe und der Gemeinde Jork zum Ziel gesetzt, ihre CO2-Emissionen zu senken. Erreicht werden soll dies u. a. durch einen bewussten Umgang mit Energie und Wasser im Schulalltag.

Gefördert wird das Projekt durch das Bundesumweltministerium im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative. Mit der Durchführung hat die Klimaschutzregion Altes Land und Horneburg die e&u energiebüro gmbh mit Sitz in Bielefeld beauftragt. Das Büro betreut das Projekt in Kooperation mit fifty/fifty-concept in Hamburg. Die Koordination hat die Klimaschutzmanagerin der Region Altes Land und Horneburg.

Energiesparen macht Schule

Trotz besonders schwieriger Bedingungen während der Corona-Pandemie konnten die Schulen ihren Energiesparkurs durch pädagogische Klimaschutzaktivitäten und energieeffizientes Nutzerverhalten auch im dritten Projektjahr erfolgreich fortsetzen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: eine CO2-Einsparung von rd. 127 Tonnen (8,5 %) und Kosteneinsparungen von rd. 16.100 €. Auch der gesunkene Heizenergieverbrauch im Schuljahr 2020 / 2021 um 5,1 % (Vorjahr: 12,97 % Einsparung) ist unter Berücksichtigung der intensivierten Lüftung im letzten Winterhalbjahr ein gutes Ergebnis.

Verbrauchsentwicklung

50 % der eingesparten Kosten werden den Schulen als Motivationsprämie zur Anerkennung und Belohnung für ihr Engagement zur Verfügung gestellt. Dabei ist die Hälfte dieser Ausschüttung an den Nachweis pädagogischer Aktivitäten gekoppelt.

Am 13. Oktober wurde dieses vorbildliche Engagement bei der Prämierungsveranstaltung im Dorfgemeinschaftshaus Steinkirchen geehrt und die Urkunden von den Bürgermeistern der Klimaschutzregion an die Energiebeauftragten Lehrkräfte überreicht.

Nach der Präsentation der Ergebnisse gab es die Möglichkeit für einen Austausch der Teilnehmer:innen. Die Lehrkräfte berichteten von den Klimaschutzprojekten, die mithilfe der erzielten Prämien umgesetzt werden sollen. In der Grundschule Horneburg sei die Installation eines kleinen Windrads mit Generator im Schulgarten geplant. Die Grundschule Steinkirchen möchte die Prämien für den Sachunterricht einsetzen. Unter anderem im Rahmen der „Friday“-Projekttage, bei denen die Kinder der vierten Klassen Projekte im Sinne der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele realisieren.

Für die nächsten Monate steht außerdem die weitere Installation von geringinvestiven Energiesparmaßnahmen wie das Abdichten von Türen, die Nachrüstung fehlender Thermostatventile und Wasserspareinsätze in den Schulgebäuden gemeinsam mit den Hausmeistern an. Diese werden im Rahmen des sog. „Starterpaket“ zu 50 % durch das Bundesumweltministerium gefördert. Im „Starterpaket“ sind ebenfalls Unterrichtsmaterialien, CO2-Ampeln und Messgeräte enthalten, die zur Unterstützung der Energieteams dienen. Sie wurden vollständig vom Klimaschutzmanagement unter Absprache mit den Energiebeauftragten bestellt und Anfang des Jahres an die Schulen verteilt.

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