Die Partei

Was wir durch den ersten Artikel erreichen wollten, haben wir erreicht. Aufmerksamkeit. Mehrere Anrufe, Nachrichten in den sozialen Medien und persönliche Gespräche haben gezeigt, es gibt sie doch, die interessierten Menschen.

Da wir jetzt eure Aufmerksamkeit haben, gehen wir auch gerne etwas ins Detail. Wir treten ja nicht nur an, um andere zu ärgern oder um Spaß zu haben. Dafür ist der Aufwand, den man betreiben muss, um überhaupt bei einer Wahl antreten zu dürfen, auch viel zu groß.

Da es noch eine Sonderausgabe zur Kommunalwahl geben wird, beschränken wir uns hier und heute auf drei Themen, die wir ansprechen. Vorstellung der Kandidaten und weitere Programmpunkte dann in der Sonderausgabe.

Punkt 1: Plätze (oder zumindest einen Platz) schaffen, an denen sich Jugendliche zwischen 16 und 24 Jahren aufhalten können Jugendliche sind die Verlierer der Pandemie und stehen auch sonst nicht gerade im Mittelpunkt der Planung in der Politik. Während der Corona-Pandemie ist es besonders aufgefallen, Jugendliche und junge Erwachsene haben keinen Platz in unserem Ort. Es macht den Eindruck, dass diese aus allen innerörtlichen Bereichen ferngehalten werden sollen.
Acht bis qm Kinderzimmer, noch keine eigene Wohnung, Vereine geschlossen, Gastronomie, Disco oder Club geschlossen oder zu teuer und schon sind sie außen vor. Keine Möglichkeit sich zu treffen und einfach Zeit zu verbringen, weil man auf den Parkbänken die Anwohner stört und sofort als rumlungernd abgestempelt wird.

Wir verstehen, dass es für Anwohner oftmals nervig ist, wenn man direkt an einem „Treffpunkt“ lebt. Allerdings kann der Rückbau von Sitzmöglichkeiten oder Bolzplätzen nicht die Lösung sein.

Es müssen Ideen her. Ein Konzept muss mit den betroffenen Jugendlichen zusammen erstellt werden, um diese Situation zu verbessern.

Unsere naive Idee dazu wäre ein Platz, der nicht in unmittelbarer Nähe von einer Wohnbebauung liegt, um die Nerven der Anwohner zu schonen. Allerdings sollte er auch nicht am Rande der Welt sein. Vielleicht sind wir zu naiv, aber zwei, drei Tische mit Bänken und vielleicht einer einfachen Überdachung, zum Beispiel in der Nähe des Speedys (Standorte gibt es bestimmt mehrere), könnte Abhilfe schaffen. Quasi ein Party-, Grill- oder Chillplatz. Nicht um Jugendliche oder junge Erwachsene aus dem Ort zu bekommen, sondern um ihnen einen Raum zu geben.

Punkt 2: Keine weiteren Notlösungen in der Kinderbetreuung. Kinderbetreuung muss zuverlässig, planbar und verfügbar sein. Es kann nicht sein, dass man sich auf Prognosen des Landkreises verlässt, die seit Jahren falsch liegen. Es wird seit langer Zeit nur noch reagiert, dass kann aber nicht unser Anspruch sein. Eine Containerlösung in der Hermannstraße und die damit verbundene Einstampfung des Bolzplatzes, lehnen wir ab.

Da in der Kürze der Zeit kein Kindergarten geplant, geschweige denn gebaut werden kann, ist die Notlösung unvermeidlich. Für die Zukunft muss allerdings ein Plan her, wo man Kinder betreuen kann. Ein Neubau mit mindestens 4 Gruppen, eher mehr Gruppen im nächsten Bauabschnitt des Blumenthals wäre da genauso denkbar, wie ein Kindergarten im Ortskern, zum Beispiel auf dem Grundstück der freiwerdenden Feuerwehr.

Weiterhin muss die Betreuung verbindlich sichergestellt werden. Ggf. kann man angehende Erzieher:innen unterstützen, um diese an Horneburg zu binden.
Immer nur zu reagieren, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, kann nicht unser Ziel sein.

Und zu guter Letzt, der Dauerbrenner.

Punkt 3: Einheitsgemeinde statt Samtgemeinde.

Wir sind für eine Einheitsgemeinde. Umbuchungen zwischen Ort und SG für z. B. Einsätze der Verkehrsüberwachung oder des Bauhofs vielen weg, ebenfalls würden 5 Ortsräte mit über 50 gewählten und zugewählten Menschen wegfallen. Verschlankung der Verwaltung durch eine spürbare Entlastung. Enormes Einsparpotential durch die Verschlankung. Geld, das in viele andere und wichtigere Dinge gesteckt werden kann, als in fünf Ortsbürgermeister und Räte und Gemeindedirektoren, die nur da sind, weil – ja warum eigentlich?

In diesem Sinne, einen schönen Sommer. Bleibt neugierig, streitbar, habt Ideen und bringt euch ein. Auch wenn die Listen fertig sind, mitmachen kann man immer.
Carsten Dittmer

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