Hausnummer 178
Gastwirtschaft und Bauernhof mit einer Veranda zur Straßenseite.
Besitzer war Hein Meier. Er betrieb die Landwirtschaft, und seine Mutter, Oma Meier, führte den Haushalt und die Gastwirtschaft. Hier gingen die echten alten Maschdamer hin, um ihren Korn und ihr Bier zu trinken.
Für uns war Oma Meier uralt, aber wir waren gern bei ihr in der Gaststube. Dort gab es Brause in allen Farben zu trinken. Ich weiß noch, dass während des Krieges Werner Reuter, der älteste Sohn des Knechts Adolf, hier auf Urlaub war. Er lud alle Maschdamer Jungen ein, bei Oma Meier eine Brause zu trinken. Wir waren mächtig stolz darauf, von einem Helden eingeladen worden zu sein.
Hein Meier organisierte als Erster die Müllabfuhr in Hornburg und führte sie auch selbst durch. Das machte er mit einem offenen Anhänger, vor den Pferde gespannt waren. Die Mülleimer wurden einfach auf den Anhänger ausgekippt. Wenn der Wagen voll war, brachte er den Müll zu den „Maikatten Wiesen“ und kippte ihn dort ab. Auf diese Weise schüttete er den größten Teil der Flächen des Betriebsgeländes von Hermann Witz auf. Heute befindet sich dort die Klempnerei von Peter Möller. Das Ganze nannte sich „staubfreie Müllabfuhr“.
Hein Meier war irgendwie ein echtes Unikum. Ich kannte ihn nur vergnügt, und er hatte immer einen flotten Spruch auf Lager.
Oben im Haus wohnten noch zwei weitere Parteien: Gustav von Husen mit seiner Frau und Albert von der Born mit seiner Familie. Gustav von Husen war von Beruf Schlachter und betrieb nur noch Hausschlachtungen. Albert von der Born und seine Frau Mimmie hatten drei Kinder. Gerda war schon etwas älter, aber Dieter und Albert, die beiden Jungen, waren im richtigen Alter und gehörten ebenfalls zu unserer Gruppe.