Filmnachmittag der „Methusalems“

Trübsal blasen in der nasskalten Winterzeit kommt für die munteren „Methusalems“ nicht in die Tüte! Gemeinsam einen lustigen Film anschauen, das trifft eher den Geschmack. Rund 50 Senior:innen fanden sich im Horneburger Gemeindehaus ein, um sich einen unterhaltsamen Nachmittag zu gönnen.

Methusalem-Filmnachmittag

„Dinosaurier – gegen uns seht ihr alt aus“, so der Titel der Neuverfilmung von „Lina Brake“. Wer das Original kennt, war eher enttäuscht: „Zu viel schräger Klamauk auf Kosten des feinsinnigen Charmes und der cleveren Spitzbübigkeit in der Urfassung.“ Doch wer unbefangen das Remake auf sich wirken ließ, fand reichlich Gelegenheit, die Lachmuskeln zu trainieren. Und schließlich obsiegten ja die schlauen Bewohner:innen des Altenheims „Sonnenruh“ über die dreisten Abzock-Methoden skrupelloser Banker, die der pensionierten Lehrerin Lina Brake das geliebte Reihenhäuschen abluchsten, um es für ein gewinnträchtiges Bauprojekt abreißen zu können. „Gar nicht so realitätsfern, denkt man an die Bankenskandale der letzten Jahre“, fanden die Zuschauer:innen in den Pausengesprächen beim Eislutschen, und „Danke für die Erfrischung lieber „Eisbär“ Peter und „Eisfee“ Monika, das war ein leckerer Pausensnack!“ – Ganz dem „Methusalem“-Motto: „Gemeinsam stark“ entsprechend kam im zweiten Teil des Films die Gerechtigkeit zum Zuge: Zusammenhalt der Heimbewohner:innen und die Bündelung der im Berufsleben erworbenen Qualifikationen ließen am Ende die profitgierigen Kredithaie – wie der Titel versprochen hatte – richtig alt aussehen, als ihnen die cleveren Alten ihre skrupellosen Baupläne vereitelten und Lina Brake nicht nur ihr Häuschen zurückbekam, sondern auch noch spätes Glück an südlichen Stränden bescherten. „Ja, ja, unrecht Gut gedeihet nicht, und Zusammenhalt im Alter kann durchaus von Vorteil sein“ philosophierten einige „Methusalems“ auf dem Heimweg. Zufriedene Gesichter auch beim Vereins-Vorstand: „Hat Spaß gemacht, können wir bald mal wiederholen“, lautete das einhellige Resümee.