Beiträge Ausgabe 19 – Oktober / November 2020

Samtgemeinde Horneburg

Grundsteinlegung Feuerwehrgerätehaus in Horneburg

Am 11.09.2020 begrüßte Samtgemeindebürgermeister Matthias Herwede die Anwesenden zur feierlichen Grundsteinlegung. Corona-bedingt fand die Grundsteinlegung leider nur im kleinen Kreis statt. Matthias Herwede hofft darauf, die Einweihung in üblicher großer Runde, insbesondere mit allen Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden, begehen zu können. Aber bis dahin ist noch einiges zu tun.

Grundsteinlegung Feuerwehr Horneburg
Grundsteinlegung Torben Schulze
Gemeindebrandmeister Torben Schulze bei der Arbeit.

Was hat sich bis zur Grundsteinlegung getan?

Matthias Herwede gab in seiner Ansprache einen zeitlicher Ablauf und entsprechende Eckdaten, die aufzeigen, wie sich der bisherige Weg gestaltete.
Am Anfang war die Frage zu klären, ob das Feuerwehr-Gerätehaus an der Bleiche saniert werden kann oder ob ein Neubau in Betracht kommt. Bei der Klärung dieser Frage war die fruchtbare Zusammenarbeit mit der Hochschule 21 sehr hilfreich und anschaulich. Die Studentinnen und Studenten haben Alternativen geprüft und im Anschluss eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung durchgeführt. Die Ergebnisse wurden im Juni 2017 vorgestellt. Zu diesem Zeitpunkt war schon klar, dass nur ein Neubau an anderer Stelle in Betracht kommen würde.

Im September 2017 hat sich der Ausschuss für Bauen und Umwelt für den Standort „Schützenweg“ ausgesprochen. Dieser Entschluss wurde dann auch mehrheitlich von den Feuerwehrkameradinnen und -kameraden getragen sowie von dem Samtgemeindeausschuss empfohlen und abschließend im Samtgemeinderat beschlossen.

Es folgte eine Bodenuntersuchung auf dem betreffenden Grundstück. Die anschließenden Verhandlungen mit dem Schützenverein über den Kauf des Grundstücks konnten erfolgreich abgeschlossen werden.

Der Flecken Horneburg passte den Bebauungsplan Nr. 12 entsprechend an. Somit waren alle Voraussetzungen für den Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses am Schützweg geschaffen und das Planungsbüro Frenzel und Frenzel mit der Umsetzung der Planung beauftragt werden.
Im Juli 2019 wurde der Bauantrag beim Landkreis gestellt. Die Baugenehmigung wurde März 2020 erteilt.

Anfang Juli 2020 rückten die Bagger schließlich zum Baustart an. Wenn alles nach Plan abläuft, können die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Horneburg im Herbst 2021 einziehen.

Was wird geschaffen?

Das Grundstück hat eine Größe von 4737 m². Die Nutzfläche beträgt laut Baubeschreibung insgesamt 1.115 m² (EG: 445m²).

Das Gebäude umfasst im Erdgeschoss:

  • Fahrzeughalle mit sieben Einstellplätzen für die Fahrzeuge
  • Umkleide und Sanitäranlagen/Duschen für 70 Kameraden zuzüglich 10 für die Jugendfeuerwehr und für 30 Kameradinnen zuzüglich 5 für die Jugendfeuerwehr
  • Büro für den Ortsbrandmeister mit Besprechungsraum
  • Funkraum, Schlauchtrockenraum, Atemschutzraum und eine allgemeine Werkstatt
  • Archiv und EDV Raum
  • Lagerräume

Im Obergeschoss befinden sich:

  • Kleiderkammer
  • Seminarraum, der in drei Teile abtrennbar sein wird
  • Küche
  • Sanitärräume
  • Lagerräume
  • Anleiter- und Abseilfläche, auch Dachterrasse genannt

Beheizt wird das Gebäude durch die Kombination Gas-Heizung / Wärmepumpe kombiniert mit einer Photovoltaikanlage.

Die Kosten​​ belaufen sich auf ca. 3,3 Mio €.

Erwähnenswertes

Einen besonderen Dank spricht Samtgemeindebürgermeister Matthias Herwede dem Feuerwehrkameraden Dennis Dalchau aus, der die Planungsphase mit seiner Fachkenntnis in jeder Situation und Lage mit Rat und Tat unterstützt hat.

Das Gerätehaus wird mit einem Klinker, der „Helgoland“ heißt, versehen. Für Samtgemeindebürgermeister Matthias Herwede, als Fan der Insel, ein Zeichen, dass alle sich im Gerätehaus wohlfühlen können.

Die Grundsteinlegung

Samtgemeindebürgermeister Matthias Herwede überreicht an Ortsbrandmeister Nils Bründel die Urkunde zur Grundsteinlegung und übergibt zum Einbau eine Zeitkapsel, die mit der Urkunde, den Bauplänen, den aktuellen Umlaufmünzen und der heutigen Tageszeitung gefüllt ist.

Gemeindebrandmeister Torben Schulz und Ortsbrandmeister Nils Bründel walten ihres Amtes und mauern, unter Aufsicht der Bauleiters Patrick Böhm und des Poliers Ronald Jantzen vom Bauunternehmen D. Schröder aus Bremervörde, die Zeitkapsel ein.

Reiterverein Horneburg

Ein Update aus erster Hand

Vor einem Jahr hieß es im Wochenblatt über den Horneburger Reiterverein – Horneburg prescht nach vorn. Was hat sich seitdem beim Reiterverein getan? – Ein Update aus erster Hand:

Nach dem der Reiterverein 2019 einen sehr erfolgreichen Regionaltag und ein ebenso erfolgreiches Voltigierturnier durchführen konnte, wurden bereits ein Abzeichenlehrgang für die Osterferien 2020 sowie ein WBO-Reiterturnier für den Sommer 2020 und ein Voltigierturnier für den Herbst 2020 geplant. Die Euphorie des Vorstands wurden durch CORONA jedoch jäh eingebremst. Der voll ausgebuchte Abzeichenlehrgang musste abgesagt werden, der Reit- und Voltigierunterricht wurde vollständig eingestellt.

Reiterverein Horneburg
Hannes Möller bei dem Einweihungsritt.
Reiterverein Horneburg Falken Apotheke
Julia und Lena Koch von der Falken-Apotheke haben die Bahnbuchstaben und den Hufschlagräumer gesponsert. In der Mitte Vorsitzende Janiana Brandmähl.

Doch die erste Vorsitzende Janina Brandmähl nahm sprichwörtlich sofort die „Zügel in die Hand“ und führte den Verein mit ihren Vorstandskollegen durch diese schwere Zeit. So entwickelte man ein entsprechendes CORONA-Konzept, auch um die Versorgung der eigenen Schulpferde sowie der eingestellten Pensionspferde zu gewährleisten. Ein großes DANKESCHÖN gilt an dieser Stelle auch dem Team der Notbewegung, die sich unter anderem der Aufgabe verschrieben hatten, täglich die Pferde zu bewegen. Entsprechend wurde sich im Verein vorbildlich um das Tierwohl gekümmert.
Allerdings geht mit abgesagten Veranstaltungen auch der Verlust von zusätzlichen Einnahmen einher. Gemeinnützige Vereine benötigen diese Einnahmen eigentlich, um notwendige Investitionen zu tätigen. Diese können oftmals, insbesondere bei größeren Maßnahmen, nicht durch die laufenden Mitgliedsbeiträge finanziert werden.

Einschränkungen durch Corona

Dieser Problematik nahm sich im April/Mai auch das Stader Tageblatt an und berichtete in seiner Ausgabe vom 02.05.2020 sehr umfangreich über unseren Horneburger Reiterverein. Janina Brandmähl und Frank Patzelt gaben bereitwillig Auskunft über die Einschränkungen im Vereinsleben, die durch CORONA ausgelöst worden sind. Ausführlich äußerten sie dabei Bedenken, dass der Verein in der Lage wäre, den Reit- und Voltigierunterricht wieder aufzunehmen. Denn sie rechneten fest mit der Auflage, dass Sportunterricht und Sportveranstaltungen ausschließlich im Außenbereich stattfinden dürfen.
Zu dieser Zeit konnte man durch entsprechende Staubwolken bereits auf der Bundesstraße erkennen, wenn ein Reiter sich bei trockenem Wetter auf dem Außenreitplatz bewegte. Nach Regenschauern war der Platz ebenfalls nur sehr eingeschränkt nutzbar, es sei die Reiter hätten die großen Pfützen als Wasserhindernisse nutzen wollen. Entsprechend pessimistisch schauten beide in die nähere Zukunft.

Unternehmen unterstützen

Doch das Echo auf diesen Artikel war enorm – nicht nur, weil zahlreiche guten Wünsche eingingen, sondern besonders auch, weil die Dachdeckerei Kühn auf die Probleme ihrer Nachbarn aufmerksam geworden ist. Kurzentschlossen trafen sich Vertreter der Dachdeckerei Kühn und der Kühn Solar mit dem Geschäftsführer der DieReitsand GmbH die Vereinsvertreter Janina Brandmähl und Frank Patzelt auf der Anlage. Allen Beteiligten war das Ausmaß der Katastrophe direkt bewusst – Nur ein komplett neuer Reitboden konnte Abhilfe schaffen. Gemeinsam mit den Unternehmen konnte der Reiterverein anschließend einen neuen Außenreitplatz realisieren. Innerhalb einer Woche organisierte der Verein einen Arbeitsdienst, um die Vorbereitungen für die Baumaßnahmen zu erledigen. Zäune wurden gezogen, Büsche und Sträucher geschnitten und die vollständige Anlage gemäht und vorbereitet. Innerhalb weniger Tage baute dann die DieReitsand GmbH einen neuen Reitboden, um den der Reiterverein bereits beneidet wird. Ein Ende hat jetzt auch die Staubbelästigung für unsere neuen Nachbarn im Baugebiet Blumenthal und entsprechend freut sich der Reiterverein auf eine gute Nachbarschaft und heißt die neuen Nachbarn HERZLICH WILLKOMMEN!

Einweihung trotz Corona

Der Verein hat es sich anschließend nicht nehmen lassen, unter CORONA-Bedingungen eine entsprechende Einweihung vorzunehmen.
Inzwischen konnte auch der Abzeichenlehrgang nachgeholt werden. Die hohe Qualität des Lehrgangs zeichnete sich dadurch aus, dass (wie auch bereits im Vorjahr!) ALLE Prüflinge ihre jeweiligen Abzeichen bestanden haben. Ein Glückwunsch an dieser Stelle an alle Prüflinge! CORONA-bedingt wurde der Abzeichenlehrgang jedoch nur mit rund 2/3 der ursprünglichen Prüfungen durchgeführt, um die Mindestabstände sicherstellen zu können.

Janina Brandmähl informierte uns auch, was in der näheren Zukunft auf den Reiterverein zukommt. So muss der neue Außenreitplatz noch mit einem entsprechenden Zaun versehen werden, weitere Stellflächen auf der Anlage sollen entstehen und auch die Gespräche mit weiteren Partnerschaften werden in den nächsten Wochen und Monaten forciert. Der Reiterverein konnte mit der Falken-Apotheke bereits einen weiteren Partner mit an Bord nehmen. Lena und Julia Koch von der Falken-Apotheke haben spontan zugesagt, die Kosten für die Bahnbuchstaben auf dem neuen Außenreitplatz sowie für einen neuen Hufschlagräumer zu übernehmen; weitere Ideen sind bereits im Gespräch!

Jahreshauptversammlung

Am 10.09.2020 hat der Reiterverein auch seine Jahreshauptversammlung, die im März kurzfristig corona-bedingt abgesagt werden musste, nachgeholt. Der Vorstand hat seine anwesenden Vereinsmitglieder mit kurzweiligen Berichten über die abgelaufenen 1 ½ Jahre informiert. Die aus dem Vorstand ausgeschiedenen Mitglieder Sabine Glaser (Platz- und Anlagenwartin) und Julia Ehlert (Trainings- und Ausbildungswartin) wurden gebührend verabschiedet. Ebenso hat sich die bisherige zweite Vorsitzende Brigitte von Maercker aus dem geschäftsführenden Vorstand verabschiedet. Sie bleibt dem Vorstand aber als Voltigierwartin erhalten. Ihr Amt als zweiter Vorsitzender übernimmt Frank Patzelt, der weiterhin parallel als Presse- und Medienwart fungiert. Wir wünschen dem Vorstand, der zukünftig durch Femke Borgmann (Platz- und Anlagenwartin) und Petra Thomfohrde-Dammann (Schriftwartin) verstärkt wird, weiterhin ein glückliches Händchen! Und dem Reiterverein insgesamt drücken wir weiterhin fest die Daumen und wünschen gutes Gelingen bei seinen Vorhaben!

Der Reiterverein wird in den nächsten Tagen über die Homepage umfangreich über die abgelaufene Jahreshauptversammlung berichten. Mehr zum Verein finden unsere Leser unter www.reiterverein-horneburg.de

FSV Bliedersdorf/Nottensdorf

Ein Jahr: Zwei Dörfer – ein Verein

FSV Bliedersdorf/Nottensdorf

Nachdem im Frühjahr 2019 die Vereine Noki in Action e. V. und der SV Bliedersdorf 66 e. V. eine gemeinsame Zukunft in ihren Mitgliederversammlungen besiegelten, wurde im zweiten Anlauf der Name des FSV Bliedersdorf/Nottensdorf e. V. für fusionierte Sportvereine am 06.09.2019 in das Vereinsregister eingetragen.

Wir suchen Dich
Trikot FSV
Training FSV

Fortan durften unsere Fußballer dann auch offiziell mit neuem Wappen und Namen ihre Punktspiele bestreiten. Schnell wurden auch neue Sponsoren für Trikots, Pullis und Trainingsanzüge gefunden. Wir bedanken uns ganz herzlich bei: Hof Bellmann Nottensdorf, der HBI – Hausbau Immobilien Gesellschaft, REWE Huber, dem Altländer Fleischgroßhandel Matthias Kaack, der Ratsapotheke Dr. Matthias Grau, der Speditions-Assekuranz Versicherungsmaker GmbH, der Tobias Terne GmbH und der Stader Privatschule. Bereits im April durften wir uns über einen Gewinn von 1.500 € bei dem Voting „Für wen schlägt mein Herz“ freuen. Dafür wurde ein neuer Trikotsatz für die zweite Herren-Mannschaft angeschafft.

Die Leistungen der Fußball kann sich sehen lassen

Die Fußball-Jungs beider Vereine fanden schnell zueinander, was nicht selbstverständlich ist, denn die Teams der ersten und zweiten Mannschaft wurden komplett aus den Spielern der Ex-Vereine gemischt. Die Leistung aller Mannschaften konnten sich wirklich sehen lassen. Bis zum Corona Shutdown belegten das Team der ersten Herren den 3. Platz der Kreisliga, die zweite Herren den 5. Platz in der zweiten Kreisklasse, die dritte Herren den 3. Platz in der vierten Kreisklasse, die Ü-40 Herren den 6. Platz in der 1. Kreisklasse und unsere Mädels den 5. Platz in der 1. Kreisklasse.

Das CI stimmt

Auch im organisatorischen Bereich bewegte sich eine ganze Menge. Neue Stempel, neue Flaggen, Briefköpfe, neue Vereinsnadeln und vieles mehr wurden angeschafft bzw. erstellt. Heinrich Klensang beschäftigte sich intensiv mit dem Aufbau einer neuen Vereins-Homepage, genauso wurde die Facebook und Instagram Seite von Tim Schwabe überarbeitet.

Erste gemeinsame Veranstaltungen

Im November 2019 feierten wir den ersten gemeinsamen Ball die Rot-Blaue Nacht im Dorfgemeinschaftshaus Bliedersdorf. Der Ball war ein voller Erfolg.
Im August 2019 trainierten bereits die kleinen Bliedersdorfer und Nottensdorfer Kids gemeinsam auf dem Sportplatz am Dohrenblick und richteten im Januar ihr erstes G-Junioren-Hallenturnier aus. Ein Highlight der Fußball-Jugendabteilung war der Gewinn der Vize-Hallenkreismeisterschaft der U10 Junioren unter der Leitung von David Rettmann und Jens von der Born.

Corona

Doch dann überraschte auch uns die Corona Pandemie. Der gesamte Sportbetrieb musste ab dem 13. März komplett eingestellt werden. Keiner ahnte wie lange dieser Zustand andauern würde und in welcher Form wir unsere Aktivitäten wieder aufnehmen durften. Unsere Planung ein Straßenfußball Turnier auszurichten, wurde aufs nächste Jahr verschoben, auch unsere zweite gemeinsame Rot-Blaue Nacht im November muss dieses Mal leider ausfallen.

In der Zwischenzeit kümmerte sich unser Platzwart Stefan Mencke um die Sportanlage Dohrenblick. Die Leichtathletikanlage wurde auf Vordermann gebracht und Pflasterarbeiten ausgeführt. Die Fußballer nutzten die Zeit die Tore und das Vereinsheim zu streichen.

Die Sportler freuten sich, als die Corona-Lockerungen im Mai vorsahen, kontaktlosen Sport im Freien zu ermöglichen.

Unsere Männer- und Frauengymnastikgruppe von Michael Riehn und auch die Turnerinnen von Kerstin Höper zögerten nicht und starteten ihr Sportprogramm auf dem Sportplatz in Bliedersdorf und am DGH in Nottensdorf.

Die Vorfreude war groß, sich endlich wieder mit seiner Sportgruppe treffen zu können, auch wenn strenge Hygieneregeln einzuhalten waren.
Auch die Fußballer scharrten mit den Hufen und sie konnten es kaum erwarten, dass es wieder losgeht. Ende Mai durften auch sie endlich wieder trainieren, aber mit Einhaltung eines Mindestabstands von 2 m auf dem Fußballplatz. Für alle war es eine Herausforderung Fußball kontaktlos zu trainieren. Doch unseren Trainern fehlte es nicht an Ideen, das Trainingsprogramm unter diesen Umständen zu gestalten.

Start in die Saison unter Corona-Bedingungen

Mitte Juni gab es die Freigabe, dass der Mindestabstand auf dem Spielfeld aufgehoben ist. Im September startete die Spielsaison 20/21 unter strengen Hygieneauflagen. Vielen Dank an Christian Wierzbinski und Thorsten Bogotzek für die Ausarbeitung des Hygienekonzepts für unsere Sportanlagen. Ein großer Dank geht auch an Norbert Bech unseren Stadionsprecher. Er organisierte spontan 100 Stühle, um auch einen Zutritt von mehr als 50 Zuschauern zu ermöglichen. Ab 50 Zuschauenden ist der Verein verpflichtet Sitzmöglichkeiten zu stellen. Der Spielbetrieb konnte reibungslos beginnen. Auch durften mittlerweile alle Sportangebote in den orfgemeinschaftshäusern in Nottensdorf und Bliedersdorf wieder starten. Jede Abteilung für sich hatte spezielle Auflagen, doch kann bei einer Gruppe bis zu 30 Teilnehmern die Abstandsregel außer Kraft gesetzt werden.

Trotz der längeren Einstellung des Sportbetriebes und den erschwerten Corona- Auflagen haben die Mitglieder dem Verein die Treue gehalten, auch unsere Sponsoren haben uns trotz alledem unterstützt. Dafür bedanken wir uns recht herzlich.

Jahreshauptversammlung

Am 25. September fand unsere erste Jahreshauptversammlung unter neuem Vereinsnamen statt. Im Mittelpunkt des Abends standen die Ehrungen:
Für 50-jährige Vereinsmitgliedschaft wurde Irene Löhn geehrt. Timm Ehlers, Hendrik Müller, Gerrit von Bargen, Kerstin Höper und Ronny Barra wurde eine Urkunde für 25-jährige Vereinsmitgliedschaft überreicht.

Für die langjährige Mitarbeit in unserem Vorstand wurden Kerstin Ehlers mit der silberne Ehrennadel und Kerstin Höper mit der bronzenen Ehrennadel des Landessportbundes geehrt. Horst Schwampe wurde die silberne Ehrennadel für sein langes Engagement als Spartenleiter der Tischtennisabteilung überreicht.

Die Vereinsvorsitzende Tanja Cohrs bedankte sich für den großen Einsatz der Ehrenamtlichen im Verein, wies doch darauf hin, dass noch viele Freiwillige fehlen, um den Verein weiterzuentwickeln und die vielen Aufgaben auf mehr Schultern zu verteilen. Ohne das Engagement von unseren Ehrenamtlichen in unseren Dörfern kann kein Dorfleben stattfinden. Der Sportverein hat neben seinen Sportangeboten auch die Funktion das Dorfleben zu bereichern. Die Ausrichtung von Sportlerball, Osterfeuer oder auch in Zukunft die Ausrichtung eines Straßenfußball-Turnieres durch die Freiwilligen des FSV halten unsere Dörfer lebendig und bringen einen großen gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Wir freuen uns sehr über neue ehrenamtliche Bliedersdorfer und Nottensdorfer Bürger, die unseren Verein unterstützen möchten.

Ein kleiner Ausblick:

Im Oktober startet Stefanie Steyrer einen Delfi-Kurs für Eltern mit Baby. Dieser findet immer montags morgens im Dorfgemeinschaftshaus Nottensdorf statt. Weitere Informationen zu unseren Sportangeboten findet man auf unserer Homepage: fsv-blieno.de

Bäuerliches Hauswesen Bliedersdorf

Herzlich Willkommen Herr Ministerpräsident!

Mit einem Gefolge besuchte der Niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil den Verein „Bäuerliches Hauswesen“ in Bliedersdorf.
Den Weg des Besuches zu ebnen, verschaffte der „Niedersachsenpreis für das Bürgerengagement 2019“, den der Verein in Hannover aus der Hand des Chefs der Staatskanzlei erhielt. Staatssekretär Dr. Mielke ehrte im Namen des Ministerpräsidenten insgesamt elf Preisträger aus Kirche, Sport, Kultur, Soziales und Umwelt, die aus 367 Bewerbungen ausgewählt wurden.

Besuch Stehhan Weil
Stephan Weil (Mitte) und Vereinsmitglieder/Gäste. Foto: Eckhard Jochim
Bäuerliches Hauswesen
Stephan Weil und Rainer Kröger, Tobis Prigge beim Wiederaufbau des Backofens. Foto: Eckhard Jochim
Stepfhan Weil beim Bäuerlichen Hauswesen
Von links Vereinsmitglied Ingrid Jochim, MP Stephan Weil, Petra Tiemann MdL Niedersachsen im Backhaus (Foto: Eckhard Jochim)
Stephan Weil
Dankesrede Stephan Weil.
Foto: Mario Battmer, Tageblatt

An diesem Tag der Auslobung war Stephan Weil nach Ankündigung eines massiven Stellenabbaus zum Windanlagenbauers Enercon besorgt nach Aurich gereist, um für das Unternehmen und die Mitarbeiter mit den Verantwortlichen nach Lösungen zu suchen.

Mit einem Brief hat sich der Verein direkt an Ministerpräsident Stephan Weil gewandt mit dem Ziel, um ihn anlässlich des 20-jährigen Vereinsbestehens persönlich für die Auszeichnung zu danken.

Zwei Termine wurden zugesagt und wieder abgesagt. Schließlich unter Vorbehalt der dritte Termin bestätigt.

Am Mittwoch, 5. August 2020 um 13:00 Uhr, war es dann so weit. Das Protokoll der Staatskanzlei Hannover hat für den Besuch des Ministerpräsidenten eine Stunde vorgesehen.

Herzlich Willkommen Herr Ministerpräsident im „Bäuerlichen Hauswesen“!
„Ich bin sehr beeindruckt“, antwortete Stephan Weil: „Was Sie hier auf die Beine gestellt haben ist beachtlich“.

Das mit der Staatskanzlei Hannover abgestimmte Protokoll wurde inhaltmäßig eingehalten aber zeitlich um eine halbe Stunde überzogen.

Mit Corona gebührendem Abstand nahmen die geladenen Gäste ihre Plätze im Hallenhaus ein. Rainer Kröger begrüßte den Ministerpräsidenten und die Gäste und berichtete im Zeitraster über die vergangenen 20 Jahre und über die zukünftigen Ziele des Vereins.

Unser Bliedersdorfer Gemeindebürgermeister Tobias Terne beendete mit seinem Vortrag die Vorreden.

Es folgte eine Diskussion mit Vereinsmitgliedern und Gästen bei einer kleinen Stärkung zwischendurch.

Dass der Verein nicht nur Häuser bauen kann sondern sich auch sozial engagiert, wurde mit einer ausgestellten Bildcollage im Hallenhaus hervorgehoben.

Zur Uhr schauend entgegnete Stephan Weil: „Nun zeigt mir doch mal Eure historischen Häuser“. Es folgte eine Besichtigung durch das Museumsdorf. Durch die vielen Fragen und Antworten während des Rundganges rann uns die Zeit davon.

Nun ging plötzlich alles sehr schnell: Pressefotos, Dankeschön, Abschiedsworte und Abreise.
Rainer Kröger
www.bhbev.de

Flecken Horneburg

40 Jahre Kalkwiesen

Ein ehemaliges Neubaugebiet in Horneburg feiert dieses Jahr sein Jubiläum. Die Anwohner Frau und Herr Kluit erinnern sich und erzählen.
„Die werden absaufen“ hieß es damals im Flecken Horneburg über die neu zugezogenen Hamburger. Darin waren sich zumindest viele der alt Eingesessenen einig. Sie wären nie auf den Gedanken gekommen, ein Überlaufbecken der Aue trockenzulegen, daraus Bauland zu machen und dort schließlich in ein Eigenheim zu investieren. Der Name Kalkwiesen stammt von den Muscheln, die durch die Tide angeschwemmt wurden und sich auf dem Grund der Aue ablagerten.
Alles begann mit der Bauplanung einer Entlastungsstraße, dem Auedamm.

Kalkwiesen in Horneburg
Die Kalkwiesen liegen in zentraler Lage direkt an der Aue.

Ausschreibung für Bebauungsplan

Der Flecken Horneburg kaufte einem Landwirt das Areal der Kalkwiesen ab und wies dann das Gelände zwischen Auedamm und Bahnlinie als Neubaugebiet aus. Wie in fast jedem größeren Ort auch waren in Horneburg ursprünglich Bausünden im Stil der 1960er und 1970er Jahre geplant. Hochhäuser mit bis zu acht Stockwerken sollten es werden. Doch wegen einer Rezession auf dem Baumarkt wurde der drohende Schandfleck noch einmal überdacht. Der Flecken Horneburg machte eine öffentliche Ausschreibung und nahm Bauentwürfe von interessierten Bauträgern entgegen. Der neue Bebauungsplan sah als Maximum 120 Wohneinheiten vor, die zur Architektur des Ortes passten. Vorherrschend sind rote Ziegelbauten, aber auch Fachwerkhäuser und Garagen sind dabei.

Zentrale Lage

Frau und Herr Kluit sahen die Bauentwürfe von den Bauträgern, die den Zuschlag bekommen hatten, im Hamburger Abendblatt. Sie wollten mit ihren zwei Kindern ins Grüne ziehen und Horneburg bot ihnen alles, was sie sich von ihrer Wahlheimat wünschten: Einkaufsmöglichkeiten, Schulen und die Anbindung an Hamburg mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Damals gab es noch viele Kleinhändler wie einen Tante-Emma Laden, Gemüsehändler und ein Schuhgeschäft in der Langen Straße, berichtet das Ehepaar, und der Zug fuhr nur einmal die Stunde. Seit dem S-Bahn Anschluss in 2007 fährt die Bahn bis zu vier Mal und der Start (ehemals Metronom) zwei Mal pro Stunde. Das sei schon Luxus im Vergleich zu 1980. Nach 40 Jahren ist in den Kalkwiesen der Generationenwechsel spürbar. Teilweise bewohnen jetzt wieder junge Familien wie einst die Häuser. Die Kalkwiesen sind im Zentrum. Die Wege sind alle kurz, was besonders für Senioren attraktiv ist. Auch das Kurbad und die Physiopraxis in der Nachbarschaft sind ein großes Plus.

Ein Lob spricht das Ehepaar Kluit dem Bauamt aus, das die Gemeindegrundstücke und Rabatten so sehr schön und sauber halte. Die Reihenhäuser sind alle besonders geräumig und großzügig gebaut, die dazugehörigen Gärten ungewöhnlich großflächig angelegt und auch die Straße mit den Parkbuchten wirkt erstaunlich ausladend verglichen mit den eher engen und klein-parzelligen Neubaugebieten von heute.

Viele Veranstaltung stärkten die Nachbarschaft

Im Dorf waren „die Neuen“ Fremde, aber in ihrer Straße wuchsen die jungen Familien zu einer Gemeinschaft zusammen. Um sich kennenzulernen, gab es Straßenfeste. Die alljährlich wiederkehrende Planung der Veranstaltung ging reihum, so dass jede Hauszeile mal mit der Organisation beauftragt war. Im Sommer traf man sich auf Sommerfesten am Wasser. Das Highlight des unterhaltsamen Nachmittags war das Entenrennen bereits lange bevor dieses Vergnügen auch in Buxtehude und Stade ausgerichtet wurde. In den Wochen vor dem Event bastelten die Familien in Eigenregie Enten aus unterschiedlichen Materialien, wie z. B. Holz oder Kunststoff, und mit einem Motor. Die Enten glitten dann beim Wettbewerb unter Anspornungsrufen im Schwarm über den Teich. Manche kippten um, gluckerten unter, blieben am Rand stecken oder streikten plötzlich mitten auf dem Teich. Die Ente, die es als erstes heil ins Ziel schaffte, hatte gewonnen. Mitmachen war alles, der Spaß riesengroß. Zu früheren Zeiten vor 1980 gab es sogar ein Freibad in einem abgeteilten Schwimmbereich der Aue. Im Winter fanden auf dem zugefrorenen Feuerlöschteich Eisfeste statt. Die Kinder liefen auf dem Eis Schlittschuhe und bekamen heißen Kakao zum Aufwärmen. Für die Erwachsenen gab es Lumumba, der zu jener Zeit noch ganz bodenständig „Kakao mit Schuss“ genannt wurde. Am Ende des Jahres standen gute Wünsche für das Weihnachtsfest und das neue Jahr in der „Kalkwiesen-Info“. Jenes schwarze Brett glich einem Vogelhäuschen und strahlte sehr viel Herzlichkeit aus.

Der Pannkoken-Park

Seit 20 Jahren schmückt der Horneburger Pannkoken Park das Ende der Straße vor den Bahngleisen. Die lokale Familieninitiative Kunterbunt, initiiert von Peter Schleßelmann, legte die Streuobstwiese mit Apfelbäumen der alten Altländer Traditionssorte Horneburger Pfannkuchen an. Das Projekt „Mein Nachbar ist ein Apfelbaum“ stand unter dem Motto „Gemeinsam mehr bewegen“. Die dort Anfang Oktober geernteten Äpfel werden überwiegend zu Saft, Mus und Kuchen verarbeitet. Angeregt von „Kalkwiesen-Anwohnern der ersten Stunde“ kommt die Idee, dieses Projekt auch im geplanten Kreisel auf dem Auedamm in Höhe der Kalkwiesen z. B. in Form zweier Kinder mit einem Korb Äpfel darzustellen.

Der „Hornbörger Pannkoken“ enstand 1840 als Zufallssämling auf dem Marschdamm. Der Altländer Obstbauer Jacob Köpke vermehrte ihn in Neuenkirchen. Vor dem Zweiten Weltkrieg führte der leicht säuerliche, als „mäßiger Eß-, guter Mus- und hervorragender Saft- und Backapfel“ charakterisierte Pannkoken noch die Erntestatistik des Alten Landes an. In den 1990er Jahren lag der Anbau dieser Apfelsorte unter einem Prozent und nahm weiter ab. Diese mittlerweile bedrohte Apfelsorte wurde im Freilichtmuseum am Kiekeberg zum „Apfel des Jahres 2016“ gewählt. Auch die Loki Schmidt Stiftung setzt sich für die Erhaltung alter Obstsorten ein.

Hochwasser

Übrigens, „abgesoffen“ ist ein Großteil der Kalkwiesen am Freitag, den 19.07.2002 tatsächlich. In ganz Mitteleuropa regnete es den Sommer extrem viel und die Aue lief über. Das Wasser füllte die Straße und suchte sich den Weg in so manchen Keller. Die Feuerwehr war im Dauereinsatz, pumpte das Wasser ab und platzierte Sandsäcke vor die Türen. Niedersachsens Ministerpräsident Sigmar Gabriel kam wegen der Überschwemmung nach Horneburg. Bundeskanzler Gerhard Schröder war wenige Tage später beim Oderbruch, ein ehemaliges Binnendelta, im Fernsehen zu sehen. Seitdem aber wurde der Deich an der Aue und Lühe erhöht und die Bewohner sind vorerst wieder sicher. (KP)

Förderverein Lühe-Aue

Seit zwei Jahren „wohnt“ die NIXE im eigenen Anbau

des Horeburger Handwerksmuseums

Der Förderverein Lühe – Aue e. V. hat vor fast zehn Jahren den Rumpf der letzten Lühejolle namens NIXE auf der Werft in Büsum entdeckt, mit Spendengeldern gekauft, nach Grünendeich transportiert und gepflegt. Endlich – vor zwei Jahren – bekam sie in Horneburg ihren eigenen letzten Liegeplatz im neu errichteten Anbau am Handwerksmuseum.

Die Nixe im Museum
Die Nixe früher

Die NIXE ist auf der „kleinen Sietaswerft“ in Grünendeich vor mehr als 100 Jahren vom Stapel gelaufen. Dieser Schiffstyp ist u. a. deswegen so einzigartig, weil solche kleinen, seetüchtigen Transportsegler ausschließlich an der Lühe gebaut worden sind. Nach einem Gutachten von Frau Dr. Jana Gelbrich von 26.02.2013 (Dt. Schifffahrtsmuseum Bremerhaven) wurde der NIXE ein „guter Erhaltungszustand“ bescheinigt. Frau Dr. Gelbrich weist ausdrücklich auf die „historische und regionale Bedeutung dieses Schiffstyps“ hin und erkennt eine „derzeitig einzigartige Chance, den Schiffstyp Lühejolle zu erhalten und als Kulturgut den Menschen näher zu bringen“.

Besichtigungstermine

In den letzten zwei Jahren sind verschiedene Anschauungsmaterialien in Form von Fotos und Werkzeug hinzugekommen, um das „Leben“ der NIXE noch besser lebendig zu erhalten.
Besichtigt werden kann die NIXE immer zu den Öffnungszeiten des Handwerksmuseums: Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 9 bis 12 Uhr und am ersten und dritten Sonntag im Monat von 15 bis 17 Uhr. Falls eine Extraführung zur NIXE gewünscht wird, melden Sie sich gerne unter der Vereinsmailadresse, dann lässt sich ein Termin vereinbaren:
verein@luehe-aue.de
Gudrun Schleif, Helga Hoffmann

Op Platt

De nächste Wohlen stoht vör de Döör!

Nu schloot wie uns all een halv Johr mit Corona rüm. Blivt uns jo nix anners öber, de Virus is nu mol dor. Eegentlich sünd wie hier opp’n Dörp ganz good an, wie heppt veel Platz un wenn een de Regeln inhölt kann nix possieren.

Öber Corona wull ik nu eegentlich nich schrieven.

Kommunalwahl 2021

Jeiderein weet wi gau de Tied lööpt. In een Johr is all de nächste Gemeinderotswohl. De Bundesdagswohl is denn auck. Steiht meist jeden Dag wat in de Zeidung, wer wat warden schall un will. Bürgermeister, Gemeinderot, Landrot, Bundesdagsavgeortnede un wat nich alles, schall wählt warden un dorför schallst du dien Stimmen hergeben.

Bi eenige von uns Dörpspolitiker un nich blots bi de, spukt dat bestimmt auck schon in’n Koop rüm, opp he een gooden Platz op de List krigt un in’n Gemeinderot kummt. Dor givt dat welge, de meent blots se weet wat good is för uns Minschen un weet wat dat Richtige is. Wat se öber dorbi vogeht, givt ganz veele de disse Meenung nich deelt. Wat richtig oder vokiehrt is, keen weet dat? Givt Politiker, auck hier opp’n Dörp, de hault Stuur an jümmer Idee fast un markt dorbi nich, dat se mit’n Kopp gegen ‘ne Wand loopt, weil se dat dör de Parteibrill seeht, auck hier in Nöttensdörp, öber auck in jeidet annere Dörp. Dor givt dat in jeiden Rot welge von un de markt gor nich, dat de Zug all lang avführt is, weil se de vokerte Brill op hebt.

Ik hev auck mien Meenung un segg dat auck. Wat de Annern dor von hault, is jümmer Sook. Se könnt sick doröber jo mol een’n Koop moken, wenn se wöllt.

Nu will ik nich rümquarken. Is god dat sik Lüüd opstell’n loot. Wenn se denn wählt sünd un entscheeden mött, is dat offmols gor nich so eenfach. Is dat richdig wat dor beschlooten warden schall oder is dat better den’n Vorschlag avtolehnen.

„Rech tomoken jeidermann, is eene Kunst de keener kann!“
Ik hev sülbens lang nauch in’n Rot sehten. Ik weet wo von ik hier snak un schriev. Off genaug hev ik tohüren kregen: „Wat hebt jie dor denn all wedder beschlotten, dat haarn jie ok anners moken kunnt.“ De so’n Schnak lauslott, sünd meistens Lüüd, de gor nich to Wohl goh’n sünd, weil se glövt, de in’n Rot mokt doch wat se wöllt.

Dorüm Lüüd, segg ik jau nu all, een ganzet Johr vörher, goht wähl’n, denn wenn du keene Stimm avgivts, kummt viellicht eener ran, denn du nich wullt hest. Un denn is dor nix meehr an tomoken, wenn de nich so avstimmt wie du di dat vörstellt hest.

Bit dorhin allns Goode!
Helmut Dammann

Horneburger Handballer erreichen die Bundesliga

Horneburg, 12.9.2020. Die männliche Jugend A der Sparte Handball des VfL hat sich nach zwei Siegen in der Bundesligarelegation gegen die HSG Delmenhorst durchgesetzt und spielt nun in der Nordstaffel der A-Jugend Bundesliga. Dies ist in der 50-jährigen Geschichte der Sparte Handball noch keinem Team gelungen und auch in der Handballregion Elbe/Weser hat es noch nie einen männlichen Jugendbundesligisten gegeben.

A-Jugend VfL Horneburg

Nach einem 33:31 Auswärtssieg in Delmenhorst siegten die Jungs von Trainer Stefan Hagedorn in der heimischen Sporthalle vor begeisterten 65 Zuschauern (mehr war durch die Corona-Vorgaben nicht möglich) sicher mit 34:25 (16:9) Toren. Gestützt auf eine starke 6:0-Deckung um Torwart Kjell Motzkus zogen die Horneburger um Mittelspieler Jonas Gerkens (5 Tore) ein starkes Angriffsspiel auf. Linksaußen Luca Weiß mit 7 Toren und Torjäger Ole Hagedorn mit 10/3 Treffern waren die besten Torschützen der Hausherren. Auch Kreisläufer Niklas Kortstegge wusste mit guter Abwehrarbeit und 5 schönen Toren zu gefallen.

Fünf Trainingseinheiten pro Woche

Grundlage für die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Bundesliga war der Gewinn der Oberliga-Meisterschaft von Bremen und Niedersachsen im März. Diese Meisterschaft war parallel auch die Qualifikation für die Entscheidungsspiele um den Bundesligaaufstieg. Mit bis zu fünf Trainingseinheiten/Woche bereitete sich das Team mehrere Wochen auf die Relegation vor und qualifizierte sich am Ende souverän.

Nun spielt das Team fast ausschließlich gegen Handballinternate. Am letzten September-Wochenende treten die Horneburger Jungs zum Saisonstart auswärts bei Tusem Essen an, danach stehen zwei Heimspiele gegen Lemgo (3.10.) und HSV Handball (10.10.) auf dem Programm. Das nächste Auswärtsspiel findet bei der GWD Minden statt. Auch Teams wie der Nachwuchs des THW Kiel und Flensburg/Handewitt gehören zu den Gegnern in der Nordstaffel.

„Der Aufstieg in die Bundesliga ist das Ergebnis konsequenter Arbeit und vieler Erfolge in den letzten Jahren. Das Team um die Horneburger Führungsspieler Jonas Gerkens und Ole Hagedorn ist mit den wachsenden Anforderungen durch Spieler aus Vereinen der Umgebung verstärkt worden. Mittlerweile hat das Team einen solch guten Ruf, dass sogar Spieler aus Bremerhaven und Lüneburg bei uns spielen“, erklärt Trainer und Spartenleiter Stefan Hagedorn den Erfolg. Viele Spieler, wie z. B. die Torwarte Kjell Motzkus und Torben Rodat, Rechtsaußen Tim Kröger, David Meinke und Phillip Düselder sind bereits seit vielen Jahre für den VfL Horneburg aktiv und bilden das Grundgerüst des Teams. „Die Mannschaft ist seit 2 Jahren in Pflichtspielen ungeschlagen, dies wird sich nun allerdings ändern. Nun heißt es auch mit häufigeren Niederlagen leben zu lernen“ gibt Stefan Hagedorn schon einmal einen Ausblick.

Junge Mannschaft

Das Erlebnis Handball-Bundesliga und die daraus resultierenden Erfahrungen wird den Jungs aber niemand mehr nehmen können. Und es soll nicht nur bei einem Jahr bleiben. Das Gros des Horneburger Teams gehört dem jüngeren Jahrgang an und hat die Möglichkeit, auch in der nächsten Spielzeit in der Bundesliga zu spielen. Dann dürften die Chancen noch besser sein.
Durch die Corona-Krise sind die Kapazitäten in den Sporthallen stark eingeschränkt. Dies ist der einzige Wermutstropfen. Unter „normalen“ Bedingungen wäre unsere Halle sicherlich Woche für Woche mit 400 – 500 Zuschauern gefüllt. Die Jungs bieten wirklich sehenswerten Sport. Wir reden hier von Leistungssport“, so Hagedorn, der von seinen Co-Trainern Carsten Brinkmann und Ole Dannenberg und Physiotherapeutin Reinhild Marzahn bei der fast täglichen Arbeit für und mit dem Team unterstützt wird.
Bedanken möchte sich die Mannschaft bei ihren Teamsponsoren für die finanzielle Unterstützung.

Dies sind die Stadtwerke Buxtehude, Kreissparkasse Stade, Gerd Heinssen Baustoffe GmbH u. Co. KG, Heins & Hagedorn Personaldienstleistungen GmbH und dem Ausrüster Mohr.

Folgende Spieler haben für den VfL Horneburg die Relegationsspiele gegen Delmenhorst gewonnen: Kjell Motzkus, Torben Rodat, Luca Weiss (8 Tore), Luca Credo (2), Ben Reinhardt, Ole Hagedorn (20/5), Jonas Gerkens (11), Colin Dorka (8), David Meinke (2), Niklas Aukschlat (8), Justin Saul (1), Jona Senel, Niklas Kortstegge (7) und Tim-Niklas Kleinknecht.

VfL Horneburg

Talentierte Leichtathletinnen

Sie sind die Exoten unter den Leichtathleten: die Geher und Geherinnen. Einzigartig in Norddeutschland trainieren die Leichtathleten des VfL Horneburg auch das Bahngehen im Jugendbereich. Und das mit Erfolg. Beim Abendsportfest auf dem Sportplatz Blumenthal starteten Marit Martens (10 Jahre) über 1000 m und Christina Meier (13 Jahre) über 2000 m Bahngehen. Beide stellten dabei Kreisrekorde auf. Marit ist sogar auf Platz 4 der inoffiziellen Deutschen Bestenliste. Nur die Mädchen aus den Leistungszentren Potsdam, Halle (Saale) und Erfurt waren schneller. Für Christina war es bereits der zweite Kreisrekord in Folge. Die Bundestrainerin Nachwuchs, Manja Berger und Nachwuchstrainerin NRW, Aina Mikrikow-Warnt, zeigten sich beeindruckt von den Zeiten und dem technischen Fortschritt der Mädchen. Beide halten engen Kontakt zu Spartenleiter Cord Meyer und lassen sich regelmäßig informieren.

Talenteierte Geherinnen
Erfolgreiche Langstrecken-Talente, vom links Christina Meier, Johanna Last, Marit Martens, Helene Wilke.

Wie kam das Bahngehen nach Horneburg?

Schon vor einigen Jahren lud Meyer den ambitionierten Geher und Läufer Friedrich Prehn vom Post SV Buxtehude nach Horneburg ein. Der mittlerweile verstorbene Prehn gab die erste Trainingsstunde auf dem Sportplatz Blumenthal. Prehns Vater war 1936 Olympia-Teilnehmer und mehrfacher Deutscher Meister. Darüber hinaus war Deutschland lange Zeit eine Geher-Nation und stellte mit Peter Frenkel, Hartwig Gauder, Bernd Kannenberg und Christoph Höhne sogar Olympiasieger. Marit und Christina starten am 26.9.20 erneut im Blumenthal und wollen die Bezirksrekorde angreifen.

Während des Abendsportfestes in Horneburg liefen Helene Wilke (W12) und Johanna Last (W13) über 2000 m, das sind fünf Runden um den Sportplatz, Bestzeiten und stehen in ihrer Altersklasse momentan auf Platz 1 der Niedersächsischen Bestenliste.

Kommunalwahl 2021

was bedeutet Kommunalwahl?

Voraussichtlich im September 2021 finden die Kommunalwahlen statt. Bei den Kommunalwahlen werden die Räte der jeweiligen Gemeinden und der Samtgemeinde sowie des Landkreises neu gewählt.
Wählen dürfen deutsche und europäische Staatsbürger, die mindestens 16 Jahre alt sind und seit mindestens sechs Monaten in der Gemeinde gemeldet sind.

Kommunalwahl 2021

Wer darf gewählt werden?

Gewählt werden dürfen deutsche und europäische Staatsbürger, die mindestens 18 Jahre alt sind und seit mindestens sechs Monaten in der Gemeinde gemeldet sind. Die Ratsarbeit ist eine ehrenamtliche Tätigkeit und wird mit einer Aufwandsentschädigung vergütet.

Wahlvorschläge können eingereicht werden durch: Parteien, Wählergruppen und Einzelpersonen.

Was sind Parteien?

Intressenvertretungen, die aktiv im Bundes- oder Landesparlament mit Satzung der Partei oder vergleichbarem Organisationsnachweis.

Was sind Wählergruppen?

Gruppenzusammenschluss von wahlberechtigten Personen, Kennwort benennen (keine Parteibezeichnung), Gründungsversammlung (Empfehlung: Satzung mit der Festlegung von Organen, wie Vorstand und Mitgliederversammlung sowie Mitgliedschaftsvoraussetzungen), daneben ist ein Programm aufzustellen

Was sind Einzelpersonen?

Wahlberechtigte Personen können sich selbst oder andere Wahlberechtigte Personen vorschlagen.
Wenn man sich aufstellen lassen möchte, dann werden Unterstützungsunterschriften benötigt. Unterstützungsunterschriften sind von Parteien, Wählergruppen oder Einzelpersonen beizubringen, sofern sie bisher nicht im entsprechenden Gremium (Rat oder Kreistag) vertreten waren (s. §§ 21 NKWG).

Weitere Informationen finden Sie unter www.landeswahlleiter.niedersachsen.de oder bei der Ansprechpartnerin der Samtgemeinde Horneburg Frau Nicole Hadler, 04163 8079-16, wahlen@horneburg.de

Flecken Horneburg

Horneburg ohne Pferdermarkt

das geht gar nicht …

und trotzdem müssen wir unseren diesjährigen Pferdemarkt ausfallen lassen. Großveranstaltungen sind bis zum Ende des Jahres gecancelt.

Natürlich haben wir uns zusammen mit der Verwaltung auch Gedanken über eine wie auch immer gestaltete und „abgespeckte“ Variante der Durchführung unterhalten; auch kamen Vorschläge in Form eines Drive In oder das Aufstellen von wenigen, weit auseinanderstehenden Verkaufsbuden zur Diskussion.
Aber mal ganz ehrlich. Das alles hätte nichts mehr mit unserem Horneburg Markt zu tun. Unser besonderes Pferdemarktambiente, unser besonderes Marktgefühl, traditionell, eintägig, ca. 15.000 Besucher, über 200 Schausteller – das läuft nicht mit der Corona-Bremse. Alles andere wäre gewollt – aber nicht gekonnt.

Button Herbsrmarkt
Dieser Button kann gegen eine Spende, die zu 100 % dem Schaustellergewerbe zufließt, erworben werden.

Zurückhaltung und Rücksichtnahme

Auch halte ich die Durchführung eines „Ersatzmarktes“ für ein falsches Zeichen. Wir haben diese Pandemie noch nicht überstanden und wollen auch hier mit gutem Beispiel vorangehen. Zurückhaltung, Rücksichtnahme und Achtsamkeit in allen Bereichen muss das Ziel sein.

Verzicht ist in diesem Jahr angesagt, auch wenn es schmerzt.
Die Entscheidung der Absage fiel uns nicht leicht und wird hoffentlich „einmalig“ bleiben. Wir als Veranstalter, wir als Besucher sind über diese Absage enttäuscht, freuen uns aber umso mehr auf unseren Pferdemarkt 2021, um dann wieder freudig und intensiv zu feiern.

Schaustellergewerbe unterstützen

Schlimm getroffen hat es aber das Schaustellergewerbe. Die Jahreseinnahme 2020 ist bei den meisten Betreibern völlig weggebrochen.

In Erinnerung an unseren Traditionsmarkt und seinen Gepflogenheiten und um das Schaustellergewerbe zu unterstützen, wollen wir eine Spendenaktion durchführen.

Mittlerweile haben unsere jeweiligen Marktbutton schon einen hohen Sammlerwert. Die von der Kreissparkasse Stade gesponserten und von Raimund Franken entworfenen Button wird es dieses Jahr in einer höheren Auflage von 1.000 Stück geben.

Die Button sind gegen eine Spende in Horneburg bei

der Kreissparkasse, der Bäckerei Dietz, der Feinbäckerei von Bargen, EDEKA Drewes, Rewe Hartmut Huber und Café Gretchens zu haben.

Zusätzlich können die Butten am Freitag, den 09.10.2020, dem eigentlichen Tag des Herbstmarktes, in Horneburg erworben werden.

Gleichzeitig wollen wir parallel dazu Spenden von Firmen oder Privatpersonen einwerben, die diese Corona-Zeit wirtschaftlich etwas besser überstanden haben. Die Horneburger Fa. Reincke Naturfarben verzichtet in diesem Jahr auf eine Weihnachtsfeier und spendet 1.500 Euro für diese Aktion. Dafür schon mal ein ganz, ganz herzliches Dankeschön.

Diese Spendenaktion findet am Tage des eigentlichen Pferdemarktes statt. Gerne dürfen Spenden im Vorwege an das Konto DE48 2415 1116 0000 4003 66 bei der Kreissparkasse Stade des Flecken Horneburg mit dem Kennwort „Pferdemarkt 2020“ überwiesen werden. Die Spenden fließen zu 100 Prozent dem Schaustellergewerbe zu.

Die Standorte am Markttag werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Hans-Jürgen Detje
Bürgermeister

Samtgemeinde Horneburg

Mittel aus dem Digitalpakt des Landes Niedersachsen für Horneburger Schulen

Auch für die Horneburger Schulen stehen Mittel aus dem Digitalpakt des Landes Niedersachsen zur Verfügung. Beantragt wurde bisher digitale Ausstattung in Höhe von rund 105.000 €. Die Oberschule Horneburg erhält eine WLAN-Ausleuchtung und die entsprechende Hardware dazu sowie Klassensätze Laptops, die die Schülerinnen und Schüler im Unterricht nutzen.

Mittel aus dem Digitalpakt
Foto: Adobe Stock

Auch für die Horneburger Schulen stehen Mittel aus dem Digitalpakt des Landes Niedersachsen zur Verfügung. Beantragt wurde bisher digitale Ausstattung in Höhe von rund 105.000 €. Die Oberschule Horneburg erhält eine WLAN-Ausleuchtung und die entsprechende Hardware dazu sowie Klassensätze Laptops, die die Schülerinnen und Schüler im Unterricht nutzen.
Im Rahmen der Corona-Pandemie wurde homeschooling auch für Horneburger Schülerinnen und Schüler zur Realität. Mit Hilfe der Plattform IServ, die in den Grundschulen Dollern und Horneburg mit Hilfe des Digitalpaktes beschafft und schnellstmöglich installiert wurden, konnte der Lehrkörper auf direktem Weg die Schülerinnen und Schüler erreichen und mit Unterrichtsmaterialien und Aufgaben versorgen und direkte Rückmeldungen und Informationen weitergeben.

Digitale Tafeln für die Grundschulen

Außerdem wurden die Grundschulen Horneburg und Bliedersdorf/Nottensdorf mit weiteren digitalen Tafeln ausgestattet, die im Unterricht mit direktem Zugang zum Internet eine moderne Form des Unterrichtes ermöglichen.
Zusätzlich zu den Mitteln des Digitalpaktes hat das Land Niedersachsen aufgrund des Schulausfalles durch die Corona-Pandemie ein Sofortausstattungsprogramm aufgelegt. Mit den Schulträgern zur Verfügung gestellten Mitteln können Endgeräte für Schülerinnen und Schüler beschafft werden, die zu Hause kein digitales Gerät zur Verfügung haben und somit im Falle eines erneuten Schulausfalles keine zufriedenstellende Möglichkeit, am homeschooling teilzunehmen. Für die Samtgemeinde Horneburg stehen rund 31.000 € zur Verfügung mit denen in Absprache mit den Horneburger Schulen IPads und Laptops beschafft wurden. Diese werden bei Bedarf unter Abschluss eines entsprechenden Leihvertrages an die betreffenden Schülerinnen und Schüler herausgegeben.

Kommunalwahl 2021

Knut Willenbockel kandidiert als neuer Samtgemeindebürgermeister

Matthias Herwede, amtierender Samtgemeindebürgermeister, gab am 08.09.2020 in einer Pressekonferenz öffentlich bekannt, dass er in einem Jahr nicht zur Wiederwahl zur Verfügung stehen wird. Herwede feiert nächsten August sein 40-jähriges Dienstjubiläum in der Verwaltung des Horneburger Rathauses. Seit sieben Jahren verkörpert er das Amt des Samtgemeindebürgermeisters. Seine Pläne für die Zukunft sieht er in anderen Bereichen.

Knut Willenbockel
Knut Willenbockel kandidiert 2021 für das Amt des Samtgemeindebürger-
meisters.
Matthias Herwede
Der amtierende Samtgemeindebürgermeister Matthias Herwede stellt sich 2021 nicht zur Wiederwahl.

Als Nachfolger für fünf Jahre Amtszeit ab dem 01.11.2021 schlägt Herwede seinen langjährigen Kollegen und Rathaus Vize-Chef Knut Willenbockel (42) vor. Beide sind parteilos. Willenbockel ist Fachbereichsleiter für Bürgerservice und Soziales. Er sagt über sich, dass das Amt des Samtgemeindebürgermeisters immer sein Ziel gewesen sei, aber dass er nicht so schnell mit der Gelegenheit gerechnet habe. Nun sei sie aber da und er nutze sie. Er möchte das kommunale Leben in der Gemeinschaft zwischen Bürgern, Verwaltung und Räten prägen. Das ginge aber nur, wenn man gut miteinander kommuniziere. Er möchte Entscheidungen gemeinsam mit den Räten und Fraktionsvorsitzenden möglichst einstimmig treffen. Das sei der richtige Weg und daher könne er sich vorstellen, zu kandidieren.

Fraktionen unterstützen Knut Willenbockel

Wie an jedem zweiten Dienstag im Monat trafen sich an jenem Pressetermin auch die Franktionsvorsitzenden Stefan Heins (CDU und FWG Aue), Dr. Sven Munke (SPD), Verena Wein-Wilke (Grüne) und Hans Wilhelm Glüsen (FWG) mit dem Samtgemeindebürgermeister. In ihren eigenen Reihen fand sich kein Kandidat und daher unterstützen sie den parteilosen Einzelkandidaten Knut Willenbockel. Auf die Frage, in welche Richtung er politisch tendiere, antwortete Willenbockel diplomatisch, er habe „Sympathien für mehrere Parteien je nach Themen“. Ein Wahlprogramm werde folgen. Auch die Parteiprogramme sind in Arbeit. Leute, die Interesse haben, sich politisch einzubringen, sind herzlich eingeladen. Es fehle an jungen Menschen als Mandatsträger. Darin waren sich alle einig.

Die anwesenden Sprecher der Fraktionen sprachen alle ein großes Lob für Samtgemeindebürgermeister Herwede aus. Dr. Sven Munke (SPD) gefiel die „gute Transparenz“, Willenbockel habe sich eingebracht, er sei ein „guter Kandidat“, gerade weil er aus der Verwaltung stamme. Kandidaten aus anderen Branchen müssten für fünf Jahre aus ihrem Job raus, was äußerst unattraktiv sein könnte. Willenbockel sei eine „gute Fortsetzung“. Dr. Munke appelliert an alle Jüngeren, die für die Räte kandidieren wollen. Herwede ergänzte mit einem Lächeln: „Möglichst unter 30 Jahren.“

Stefan Heins (CDU) und die FWG Aue zählt Willenbockel zur Führungsriege, die erhalten bleiben sollte. Er hofft weiterhin auf gute Zusammenarbeit und möchte den Kandidaten nicht an eine andere Kommune verlieren.
Hans-Wilhelm Glüsen (FWG) sagt, die Aufgabe eines Samtgemeindebürgermeisters sei „so defizil“, dass jemand mit Willenbockels Hintergrund aus der Verwaltung fachlich, aber auch menschlich, der beste Mann sei.

Verena Wein-Wilke (Grüne) macht darauf aufmerksam, dass gute Leute regelmäßig abgeworben werden und Willenbockel auf jeden Fall gehalten werden sollte. Wenn es keine Doppelspitze aus Rathaus und Samtgemeinde gebe, sei der Fachbereichsleiter für Bürgerservice und Soziales der richtige Kandidat. Sie als Partei plädieren für die Einheitsgemeinde statt einer Samtgemeinde mit einzelnen Gemeinden. In einer Demokratie sei es wichtig, sagt Wein-Wilke, ehrenamtlich zu arbeiten und gerade Frauen seien quer durch alle Parteien nur mit ca. 20 Prozent vertreten. Herwede ermutigt ebenfalls jeden und jede, sich politisch zu engagieren, weil die „monitäre Ausstattung“ vorhanden sei und daher in der Samtgemeinde viel bewegt werden könnte.

Willenbockel benötigt 220 Unterstützer-Unterschriften

Weil Willenbockel keiner Partei angehört, wird er ein obligatorisches Prozedere durchlaufen müssen, um offiziell gewählt werden zu können. Dazu gehören das Sammeln von ungefähr 220 Unterstützungs-Unterschriften wahlberechtigter Samtgemeindebürger und die Überprüfung derselben durch Verwaltungsfachangestellte Nicole Hader, ob die Unterschriften tatsächlich von Wahlberechtigten stammen. Schließlich füllt Willenbockel noch ein Formular aus, das von Samtgemeindebürgermeister Herwede unterschrieben wird.
Die genauen Daten des Bundestagswahltages und der Kommunalwahlen im Herbst 2021 sind noch unbekannt. Wahrscheinlich seien aber entweder der 19.09.2021 oder der 26.09.2021. Mit der Bekanntgabe ist Anfang 2021 zu rechnen. Möglich wäre ein Wahltermin zeitgleich mit der Bundestagswahl oder 14 Tage zeitversetzt. Derzeit sind von 13.273 Einwohnern 10.918 ab 16 Jahren wahlberechtigt.

Es werden Wahlhelfer gesucht

Wegen der anstehenden sechs Wahlen ist für das Verwaltungspersonal bereits eine Urlaubssperre verhängt worden. Für den Wahltag selbst und die Auszählung der Stimmen am Abend werden noch 190 ehrenamtliche Wahlhelfer benötigt. Wer Zeit und Lust hat, melde sich bitte bei Frau Nicole Hader entweder telefonisch unter der Telefonnummer 04163 8079-16 oder per Email an wahlen@horneburg.de (KP)

Raimund Franken
Ausgabe19, Redaktion
Raimund Franken
Raimund Franken
Herausgeber von Meine Samtgemeinde

LIEBE LESERINNEN UND LESER!

Wäre es ein ganz normaler Sommer gewesen, könnten wir uns auf viele Veranstaltungen im Herbst, voran der Herbstmarkt im Flecken, freuen. Doch das alles ist nicht möglich. Corona spielt immer noch eine große Rolle in unserem Alltag. Dem zu Folge wurde der Herbstmarkt abgesagt. Wir müssen weiterhin besonnen sein, um die Ausbreitung von Corona in Grenzen zu halten. Das ist für viele eine existenzbedrohende Situation. Hierzu gehören sicher auch die Schausteller, die nun mal ihr Geld und somit Einkommen auf den Märkten verdienen. Der Flecken Horneburg möchte mit einer Aktion, die speziell für die Schausteller ist, einen kleinen Beitrag leisten. Lesen Sie dazu mehr auf den Seiten 8 und 9.

Magere Terminspalten

Weitere Veranstaltungen in der Samtgemeinde können, wenn überhaupt, nur unter strengen Hygienevorschriften stattfinden. Dazu gehören auch begrenzte Teilnehmerzahlen. Das wirkt sich natürlich auf unsere Terminspalten aus, die nach wie vor bei weitem nicht den Umfang aufweisen, den wir uns gerne wünschen.

Kommunalwahl 2021

Mit der heutigen Ausgabe starten wir eine Serie, wenn man das so nennen kann. Im Herbst 2021 finden in der Samtgemeinde die Kommunalwahlen statt. Gewählt werden der Samtgemeinderat, der Samtgemeindebürgermeister und die Räte in den Mitgliedsgemeinden. Zudem werden der Landtag und Landrat gewählt. Wir, von „Meine Samtgemeinde“, haben von Anfang an auf politische Neutralität Wert gelegt. Das wollen wir auch beibehalten. Daher werden wir in den nächsten Ausgaben allgemeine Informationen zu den Wahlen geben. Auf den Seiten 28 und 29 finden Sie die ersten Informationenen.

Niedersachsenpreis

Das Bäuerliche Hauswesen in Bliedersdorf hat 2019 den Niedersachsenpreis für Bürgerengagement erhalten. In diesem Jahr nun hatte sich hoher Besuch aus Hannover angekündigt. Im August besuchte Ministerpräsident Stephan Weil das Bäuerliche Hauswesen. Auf den Seiten 34 und 35 finden Sie Bericht und Impression über den Besuch.

Handballer in der Bundesliga

Stolz können wir auf die Handballer des VfL Horneburg sein. Die männliche Jugend B wurde Norddeutscher Meister und qualifizierte sich für die Deutsche Meisterschaft. Die fiel jedoch Corona zum Opfer. Um so mehr freut es uns, dass die Mannschaft nun als A-Jugend beide Qualifikationsspiele zur Bundesliga gewann und nun in der kommenden Saison in der höchsten Deutschen Spielklasse spielt. Lesen Sie hierzu den Bericht auf Seite 28. Wir gratulieren allen Beteiligten zu diesem herausragenden Erfolg.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen und Durchstöbern dieser Ausgabe.
Raimund Franken
Herausgeber

Bücherei Horneburg

Aus der Samtgemeindebücherei

Das Jahr 2020 neigt sich dem Ende zu.

So hatten wir uns das Jahr 2020 nicht vorgestellt.

Am 1. Juni 2000 haben wir von Frau Stadtlich die Samtgemeindebücherei „übernommen“ und wollten zum 20-jährigen Jubiläum 2020 gemeinsam mit den Ehrenamtlichen, die uns zum großen Teil auch während dieser 20 Jahre unterstützten, einige besondere Veranstaltungen durchführen.

Dann kam Covid 19 und der Lockdown: Lesestart für unsere ganz kleinen Kinder, die wöchentliche Vorlesestunde und das Bilderbuchkino für etwas größere Kinder und das beliebte Kasperletheater konnten nicht mehr angeboten werden.

Für die Erwachsenen fiel die beliebte Vorlesereihe „Heimatgeflüster“ und die erfolgreichen Kaminabende in Kooperation mit dem Mehrgenerationenhaus aus.

Seit Beginn des Lockdowns konnten wir eine kontaktlose „Notausleihe“ vor der Tür der Bücherei anbieten. Auf Wunsch stellten wir Bücherpakete zusammen und lieferten die Medien bei Bedarf auch nach Hause.

Seit Anfang Juni kann die Bücherei wieder besucht werden. Unserer Leser*innen können sich wieder selber ihre Lieblingsbücher aussuchen. Auch die Vorlesestunde und das Bilderbuchkino finden wieder statt – aber nur mit Anmeldung, Terminvergabe und „Schnutenpulli“.

Wir freuen uns über diese schrittweise Öffnung, dennoch ist nichts so wie vorher. Wir wünschen uns und unseren Lesern für die Herbst-/Winterzeit, dass es weiterhin mit den Lockerungen voran geht und wir alle gesund bleiben.

Ihr Büchereiteam
Silke Joneleit und Annette Kokott

Samtgemeinde Horneburg

Freibad-Saison 2020

Die Freibad Saison 2020 war anders als die Horneburger Bürgerinnen und Bürger sie kennen. Bedingt durch die Abstands- und Hygienevorschriften aufgrund der Corona-Pandemie mussten einige Änderungen in Kauf genommen werden. „Nichtsdestotrotz sind wir froh, dass wir das Bad öffnen durften und die Horneburger die Möglichkeit hatten sich abzukühlen und sportlich zu betätigen“, so Samtgemeindebürgermeister Matthias Herwede.

Immer wieder ein Spaß – nicht nur für die Vierbeiner. Foto: Wilfried Brennecke

Die Anmeldung über das Portal feripro lief reibungslos. Die Gäste haben die Änderungen schnell akzeptiert und sich sehr diszipliniert verhalten. Dies freut auch das Freibad-Team um Schwimmmeister Martin Vieweg.

Die Saison endete am 12.09.2020, natürlich mit weniger Besuchern als zu „normalen“ Zeiten, da die Besucherzahl pro Schwimmzeit limitiert war.

Auf das jährliche Hundeschwimmen musste jedoch nicht verzichtet werden. Es fand wie gewohnt eine Woche nach Schließung des Bades statt und wurde wie immer gut angenommen.

Nun bleibt zu hoffen, dass im kommenden Jahr wieder eine Freibad-Saison mit Zutritt ohne Anmeldung und Einschränkungen möglich ist!

Samtgemeinde Horneburg

Jugendbeirat

Jugendbeirat der Samtgemeinde Horneburg

Der neu zu errichtende Jugendbeirat hat am 11. September ein erstes Treffen abgehalten. Im Vorfeld wurden alle Jugendlichen der Samtgemeinde Horneburg angeschrieben und eingeladen. Nun geht es in die Planung, welche Projekte voran getrieben werden sollen, welche Wünsche und Ideen die Jugendlichen haben und wie man die Samtgemeinde für die jungen Leute noch attraktiver machen kann. Das nächste Treffen ist für den 25. September um 17:00 Uhr im Speedy angesetzt. Interessierte Jugendliche sind jederzeit willkommen und können sich vorab auch im Speedy unter 04163-828622 informieren.

Horneburg - Neumarkt

Urlaub im Urlaub

Marion und Rainer Gerkens wurden von Neumarks Vizebürgermeister Reinhard Deibl für ihre seit 30 Jahren – auch mehrmals im Jahr – immer wiederkehrende Besuche in Neumarkt im Rahmen des nach Corona-Regeln organisierten Platzkonzertes des Musikvereins am vergangenen Sonntag geehrt.

Vor über 30 Jahren wurden wir gefragt ob wir bereit wären, Gäste aus Neumarkt für drei Nächte bei uns aufzunehmen. Nach längerem Zögern ließen wir uns dann überreden und so hatten wir den Kapellmeister des Neumarkter Musikzuges, seine Frau und deren Tochter zu Gast.

Wir hatten natürlich Schwierigkeiten uns zu verständigen! Und wenn wir etwas nicht richtig verstanden, musste ins Hochdeutsche übersetzt werden (was immer mit viel Gelächter verbunden war). Es waren drei fröhliche und harmonische Tage und beim Abschied wurde gefragt ob wir nicht in 14 Tagen zum Musikfest nach Neumarkt kommen möchten. Wir brauchten einige Tage Bedenkzeit und entschlossen uns dann doch für einige Tage nach Neumarkt zu fahren. Zu Fünft (Harald, Uli, Margitta, Rainer und Ich) in einem Auto fuhren wir die 1000 km Richtung Süden und hatten am Morgen unser Ziel erreicht!

Am Abend begann dann das Musikfest und wir wurden von den Neumarktem herzlich begrüßt. Es war ein sehr fröhliches Fest, wir wurden so vielen Leuten vorgestellt, die Namen konnten wir uns nicht alle merken und so kam es immer wieder zu kleinen Verwechslungen und viel Gelächter!

Das war der Anfang einer herzlichen Freundschaft mit vielen Neumarktern, die beiden Seiten sehr wichtig ist!

Gegenbesuche finden natürlich auch statt, denn auch bei uns im Norden gibt es viel Schönes zu entdecken! Zum Beispiel waren wir mit unseren Freunden schon 2x auf der Insel Neuwerk. Zu Fuß von Sahlenburg mit einem Wattführer durch das Watt zur Insel wandern ist sehr interessant. Übernachtet haben wir im Heuhotel, auf der Insel, was mit viel Gelächter verbunden war. Unsere Gäste haben das erste mal den Unterschied zwischen Ebbe und Flut erlebt! Das war unfassbar für sie, dass das Watt nicht mehr zu sehen war, sondern nur noch Wasser soweit das Auge reicht!

Wir haben Hamburg unsicher gemacht, waren auf dem Michel, Hafenrundfahrt usw.

Wir fahren nun seit 30 Jahren jeden Sommer nach Neumarkt und machen seit einigen Jahren Urlaub im Urlaub: das heißt, mit den Freunden für einige Tage z. B. ca. eine Woche in die Toscana, ins Burgenland an den Neusiedlersee, nach Ramsau am Dachsteint an den Preseggersee in Kärnten oder nach Gmunden an den Traunsee und dem Traunstein und Salzburg. Viele wunderschöne Ziele sind in einer guten Stunde von Neumarkt aus zu erreichen.

Marion Gerkens

Apotheke
Dr. Mathias Grau und Rüdiger Koch
Die Apotheker Dr. Mathias Grau und Rüdiger Koch.

Das E-Rezept kommt in Ihre Apotheke vor Ort

Ab Januar 2022 wird das elektronische Rezept, auch kurz „E-Rezept“ genannt, eingeführt. Das E-Rezept löst künftig das rosa Papierrezept ab. Wie das E-Rezept aussehen und was genau sich für die Patienten ändern wird, erklären Apotheker Dr. Mathias Grau, Inhaber der Rats-Apotheke, und Kollege Rüdiger Koch, Inhaber der Falken-Apotheke, in Horneburg.

Worin unterscheidet sich das E-Rezept von dem herkömmlichen rosa Papierrezept?

Grau: Das E-Rezept unterscheidet sich eigentlich nicht viel vom Papierrezept. Es wird dieselben Informationen beinhalten wie das alte in Papierform. Der Unterschied ist, dass die Daten des Medikaments, die der Arzt auf dem Papierrezept druckt, elektronisch dem Arzt und auch dem Patienten vorliegen. Es ist sozusagen die digitale Version der Verschreibung, so wie wir sie kennen. Neu ist, dass der Patient sein Rezept eigenständig mit seinem Smartphone oder Tablet steuern und verwalten kann.

Was ändert sich für die Patienten?

Koch: Das „Medium“ des Rezepts ändert sich, der gewohnte Ablauf aber gar nicht so sehr. Der Patient kann das E-Rezept – wie ein Papierrezept auch – in der Apotheke vor Ort einlösen.
Und so funktioniert es: In der Arztpraxis stellt der Arzt wie gewohnt ein Rezept aus. Der Arzt druckt die Daten des Medikaments, das er verschreibt, aber nicht mehr auf das rosa Papier, sondern gibt die Daten in seinen Computer ein und lädt sie auf einen zentralen Server hoch. Auf diesen Server hat nicht nur der Arzt, sondern auch der Patient Zugriff. Damit der Patient diese Rezeptdaten, die der Arzt auf den Server hochgeladen hat, einsehen kann, bekommt er vom Arzt einen Zugangscode mitgeteilt. Der Patient kann aber auch später per Login sich das Rezept auf sein Smartphone oder Tablet herunterladen.

Grau: Für das Managen seines Rezepts und für die Übermittlung an die Apotheke braucht der Patient eine App. Die App wird gerade noch von der gematik gmbH entwickelt und ist voraussichtlich Mitte des nächsten Jahres verfügbar. Diese App muss sich der Patient auf sein Smartphone oder Tablet herunterladen. Ein Papierausdruck des E-Rezepts mit einem Barcode und Arzneimittelangaben wird es für Patienten ohne Handy auch weiterhin geben. Patienten, die kein Handy haben, werden so auch weiterhin in der Apotheke vor Ort versorgt.

Wie kann der Patient das E-Rezept in der Apotheke vor Ort einlösen?

Grau: Der Patient kann durch eine Auswahlfunktion der App die Apotheke vor Ort wählen, bei der er sein Rezept einlösen möchte. Wir in der Apotheke lesen dann die Rezeptdaten aus und können dem Patienten das entsprechende Medikament aushändigen. Wenn wir es nicht vorrätig haben sollten, können wir es rechtzeitig bestellen und haben es da, wenn der Patient es abholen möchte. Der Patient muss aber nicht zwingend in die Apotheke kommen, sondern wir können ihm die Medikamente auch durch unseren Botendienst nach Hause bringen.

Koch: Damit wir Patienten mit einem E-Rezept auch bedienen können, bereiten sich alle Apotheken in Deutschland vor – so auch wir in Horneburg! Zurzeit statten wir unsere Apotheken mit der benötigten Technik aus, damit unsere Patienten ihre E-Rezepte bei uns einlösen können.

Was hat das E-Rezept für Vorteile?

Grau: Die Anwendung des E-Rezepts hat für den Patienten viele Vorteile: Der Patient verwaltet sein Rezept eigenständig und kann per Klick die elektronische Verordnung an die Apotheke seiner Wahl übermitteln. Das gewünschte Medikament liegt dann für ihn in der Apotheke abholbereit. Durch das E-Rezept können auch Wiederholungsrezepte auf einfachem Wege ohne viel Aufwand kurzfristig aktualisiert werden. Das spart den Patienten den Gang zum Arzt und Zeit!
Weiterer Vorteil: Durch die elektronische Übertragung werden Fehler vermieden. Rücksprachen mit dem Arzt sind dann nur noch in Einzelfällen notwendig, und wir haben dadurch mehr Zeit für unsere Patienten.

Koch: Patienten profitieren außerdem von einem Plus an Sicherheit durch die vereinfachte Kommunikation zwischen Arzt, Patient und Apotheker. Wir in der Apotheke erhalten die Möglichkeit, einen Blick auf die Rezepte des Patienten zu werfen, die auch von anderen Ärzten verschrieben wurden, wenn der Patient uns dazu legitimiert hat. Auf diese Weise können wir uns einen besseren Überblick über die Medikation des Patienten verschaffen und können schnell reagieren, falls uns mögliche Wechselwirkungen auffallen. Auch ein weiterer Vorteil für den Patienten: Das Rezept kann nicht verloren gehen, da es zentral auf dem Server hochgeladen und jederzeit abrufbar ist.

Werden Patienten auch nach der Einführung des E-Rezepts weiter Papierrezepte vom Arzt bekommen und in der Apotheke einlösen können?

Grau: Auch nach der Einführung des E-Rezepts können Patienten sich weiterhin Papierrezepte vom Arzt ausstellen lassen und in ihrer Apotheke einlösen. Solche Neuerungen wie das E-Rezept müssen ja erst einmal „gelebt“ und der Nutzen, den die technischen Neuerungen bringen, bei den Patienten verankert werden. Wir gehen davon aus, dass das E-Rezept und das Papierrezept zwar einige Jahre parallel bei uns eingelöst werden, aber das E-Rezept nach und nach das Papierrezept ablöst. Das zeigen auch die Erfahrungen aus anderen Ländern, die das E-Rezept schon viele Jahre haben, wie z. B. Portugal.

Koch: Dem kann ich nur zustimmen! Ich kann mir vorstellen, dass die Gewöhnung sogar schneller voranschreiten wird, als in anderen Ländern, die bereits das E-Rezept eingeführt haben. Denn immer mehr Menschen besitzen Smartphones und nutzen Apps. Das hat ja gerade in den letzten Jahren immer mehr zugenommen. So oder so: Wir Apotheker vor Ort sind auf jeden Fall vorbereitet und werden unsere Patienten weiterhin versorgen – mit oder ohne E-Rezept!

Spielmannszug Horneburg

Erstes Corona-Üben

Über unter Corona-Bedingungen

Nachdem wir euch in den letzter Zeit einen Blick hinter unsere Kulissen gewährt haben, können wir nun endlich auch mal wieder etwas Aktuelles berichten. Denn am 28. August war es soweit: Unser erstes Üben unter Corona-Bedingungen fand statt. Zuvor hatten wir uns das letzte Mal Anfang März zum gemeinsamen Musizieren getroffen, also vor etwa einem halben Jahr. Das war schon eine lange Zeit. Um so gespannter waren wir, ob alles klappen würde.

Um überhaupt üben zu dürfen, musste unser Vorstand zunächst ein Hygienekonzept erstellen. Zum Glück hat die Kreismusikvereinigung Stade (ein Zusammenschluss mehrerer Musikvereine im Landkreis Stade und mittlerweile auch über die Landkreis-Grenzen hinaus) hier bereits vorgearbeitet und entsprechende Konzepte für ihre Mitglieder erstellt. So mussten wir nur noch Anpassungen an unsere Gegebenheiten und Bedürfnisse vornehmen.

Einige Vereine haben bereits die warmen Sommertage im Juli und August genutzt, um zu proben. Da wir jedoch auch einige Kinder in unseren Reihen haben, ist die Übungsbeteiligung im Sommer erfahrungsgemäß urlaubsbedingt oft nicht allzu hoch, sodass wir uns dazu entschieden haben, unsere übliche Sommerpause beizubehalten. So konnten wir auch noch die weitere Corona-Entwicklung beobachten. Da sich die Lage im Landkreis aber nicht dramatisch verschlechtert hat, konnten wir unseren ursprünglich geplanten Termin zur Wiederaufnahme des Übens einhalten. Wir wollten es aber nicht gleich übertreiben und so üben wir bis zu den Herbstferien erst einmal nur im Zwei-Wochen-Rhythmus statt wie üblich wöchentlich. Für die Zeit nach den Ferien muss dann wieder neu geplant werden, da unser bisheriges Konzept nur für Proben unter freiem Himmel ausgelegt ist.

Am geplanten Übungstag traf sich unser Vorstand bereits um 17:30 Uhr an unserem Raum im Schießstand, um das Üben vorzubereiten. Um möglichst wenig Berührungspunkte zu bieten sollen beispielsweise nicht alle Mitglieder den Raum betreten. So wurden also die großen Instrumente wie Trommeln und Marimbaphon draußen bereitgestellt. Auch die Kisten mit den Notenständern wurden nach draußen getragen und in größerem Abstand zu einander aufgestellt, sodass sich die Spielleute beim Aufbau nicht zu nahe kamen. Natürlich wurde auch ausreichend Desinfektionsmittel für Hände und Instrumente bereit gestellt. Zu guter Letzt wurden dann noch die Abstände der einzelnen Reihen zueinander mit kleinen Hütchen abgesteckt.

Nach und nach trafen dann die Musiker ein und richteten sich unter Einhaltung der Hygieneregeln Ihren Platz ein. Und es waren erstaunlich viele, die den Weg zum Üben fanden. Mit einer solch guten Beteiligung hatten wir nicht gerechnet. Es musste sogar noch eine Hütchen-Reihe nachgelegt werden. Es waren tatsächlich fast alle Stamm-Mitglieder da. Da hat wohl dem einen oder anderen das gemeinsame Musizieren gefehlt. Glücklicherweise ist das
Gelände vor der Schießstand groß genug, sodass alle einen Platz mit ausreichendem Abstand finden konnten.

Als dann alle Instrumente und Notenständer aufgebaut waren, sprach unser 1 . Vorsitzender Ingo noch ein paar Begrüßungsworte. Sein Stellvertreter Marco wies noch einmal kurz auf die geltenden Regeln hin. Anschließend übernahm dann unser musikalischer Leiter Markus das sprichwörtliche Zepter. Wir starteten mit einem Warm Up und spielten danach ein paar Stücke aus unserem Repertoire. Trotz fast sechsmonatiger Übungspause klappte das sehr gut. Da wurde wohl auch zu Hause fleißig geübt. Dennoch setzte Markus ein paar Mal die Maske auf. Das bedeutete dann, dass er doch eine Kleinigkeit auszusetzen hatte und sich auf den Weg machte, um einzelne Musiker zu korrigieren. Aber dafür, dass wir ein halbes Jahr nicht zusammen gespielt haben, konnte Markus doch sehr häufig an seinem Platz am Marimbaphon verweilen.

Gegen 19:00 Uhr legten wir dann unsere wohlverdiente Pause ein. Auch hier wurde sehr gut von allen Mitgliedern auf die Einhaltung der Maskenpflicht und Abstandregeln geachtet. Leider begann es während der Pause zu regnen. Die Instrumente wurden in Windeseile einzeln zurück in den Lagerraum gebracht. Die Spielleute selbst konnten sich auf der gesamten Breite des Schießstandes oder unter den Bäumen unterstellen. Der Regen war jedoch nicht allzu stark, sodass niemand wirklich nass wurde. Aber aufhören wollte der Regen nicht und so mussten wir das Üben vorzeitig beenden. Als dann die meisten Spielleute das Gelände verlassen hatten, kam dann doch wieder die Sonne hervor. Das war ja klar. Aber so konnten die Verbliebenen wenigstens im Trockenen die Instrumente und Notenständer desinfizieren und verstauen, sofern diese nicht von den Musikern mit nach Hause genommen wurden.

Als kleines Fazit lässt sich sagen, dass es schön war, nach so langer Zeit alle wieder zu sehen und Spaß gemacht hat, mal wieder gemeinsam zu musizieren. Abgesehen vom regenbedingten vorzeitigen Ende war es ein gelungener Übungsabend. Wir hoffen, dass das Wetter beim nächsten Übungsabend besser mitspielt. Ob das so war, erzählen wir euch dann in der nächsten Ausgabe.

Zum Abschluss müssen wir euch leider noch mitteilen, dass ihr uns dieses Jahr nicht mehr live bei unseren Auftritten besuchen könnt. Alle Auftritte für dieses Jahr wurden oder werden abgesagt. Dies betrifft leider auch unseren für den 30.10.2020 geplanten Laternenumzug. Auch dieser fällt aus.