Bürgerbus in der Krise

Der von vielen Ehrenamtlichen getragene Bürgerbus steckt in einer Krise. Das im Zuge der Pandemie veränderte Mobilitätsverhalten der Menschen hinterlässt auch bei den Betreibern des Bürgerbusses der Samtgemeinde seine Spuren.

So sind die Fahrgastzahlen aktuell gerade mal bei 50 % der Vor-Corona-Phase. „Wir sind alle Überzeugungs-Täter“, so Rainer Gerkens der Vorsitzende des Vereins, aber wenn sich die Zahlen nicht in absehbarer Zeit zumindest wieder in die Nähe der alten Werte drehen, sehe ich für unseren Bus schwarz.“
Das finanzielle „Überleben“ des Busses ist dank der Sponsoren zwar nach wie vor gesichert, aber die tägliche Motivation der Fahrer:innen wird natürlich durch möglichst zahlreiche Fahrgäste getragen.

„Unsere Fahrer:innen sind mit Herzblut dabei und wollen ihren Dienst als Anteil an der gesellschaftlichen Weiterentwicklung verstanden wissen“, so Fahrdienstkoordinator Harald Beuckenbusch. „Aber die Bürgerinnen der Samtgemeinde sollen wissen, dass die Aufrechterhaltung dieser Dienstleistung nur mit einer hohen Nutzung einher geht.“

Der Bürgerbus der Samtgemeinde war eines der ersten im Landkreis von Ehrenamtlichen betriebenen Beförderungssysteme in Ergänzung zum öffentlichen Personen- und Nahverkehr.

Durch Zuschüsse vom Land Niedersachsen und der Samtgemeinde sowie die starke finanzielle Unterstützung ortsansässiger Unternehmen, war es dem Bürgerbus-Verein gelungen, im ersten und zweiten Jahr seit der Gründung bis zu 300 Fahrgäste pro Monat zu befördern.

Der Aufruf an die Bürger der Samtgemeinde kann daher Rainer Gerkens zufolge nur lauten: „Nutzt für möglichst viele Fahrten im Ort unseren Bus, er ist nachhaltig und inzwischen auch ein Markenzeichen unserer Orte.“

Hartmut Huber

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