Meine Samtgemeinde - Ausgabe 20

Aus der Ausgabe 20

Schiefbahn

Rheinländer auf dem Herbstmarkt

Es begab sich zu der Zeit, dass ich einen guten Freund, hier aus Willich-Schiefbahn, in der Mitte der 70ger Jahre in den Zug setzen musste. Tja, die Bundeswehr rief zu dieser Zeit noch. Das war ungefähr der Beginn meines Bezuges zu Horneburg.

Mein Kumpel lernte dort ein Mädchen kennen und heiratete. Natürlich wurde er in Horneburg ansässig. Mittlerweile haben die Beiden schon die Silberhochzeit lange hinter sich. Beide Events erlebte ich mit. Meine Kontakte nach Horneburg blieben natürlich immer bestehen. Dadurch habe ich auch den früheren Pferdemarkt (jetzt Herbstmarkt) kennenlernen dürfen.

Rheinländer auf dem Herbstmarkt
Bürgermeister Hans-Jürgen Detje, Stefan Biermanski und Heribert Meyer aus Schiefbahn sowie Rainer Piwek.

Und, es begab sich wieder zu der Zeit, dass ich 2018 mit einem guten Bekannten, Heribert Meyer, mit dem ich noch nie auf Tour war, ausmachte, einen Überraschungsbesuch in Horneburg abzustatten. Die Tour ging schon lustig los. Im Radio gab es bei WDR2, das Thema: „Namenskuriositäten“. Da wurde mir klar, nächsten Rastplatz raus und eine Mail zum WDR2-Team schicken. Wir fuhren weiter. Kurz nach den Nachrichten kam eine Meldung: „Wir haben soeben eine Mail von Stefan Biermanski aus Schiefbahn erhalten, in dem Namen sind drei Dinge enthalten: Bier, Mann und Ski.“ Besser konnte es nicht laufen.

Nach der Abfahrt von der Autobahn sollte auf dem Weg nach Horneburg die Land-

straße, wegen Erneuerung der Fahrbahndecke, gesperrt sein. Auch das bekamen wir geregelt. Nach kleinen Diskussionen, erlaubte man uns ein Stück über den Fahrradweg zu fahren, um dann wieder über die gesperrte Fahrbahn Horneburg zu erreichen.

Die Überraschung bei der Ankunft war natürlich absolut gelungen. Das sie nicht umgefallen sind, war alles.

Am Freitag wurden wir kurzerhand mit zu der Eröffnung des 284. Herbstmarktes in das Handwerksmuseums mitgenommen. Nach netten Ansprachen ging es dann los. Der gesamte Herbstmarkt wurde besichtigt. Mein Begleiter, bei der freiwilligen Feuerwehr in Schiefbahn tätig, war begeistert von der „Max“, dem alten Löschwagen, der sich auf dem Markt befand. Später durften wir sogar mit zum Gerätehaus fahren. Zum krönenden Abschluss begaben wir uns zum gelassenen Ausklang zur Gaststätte Stechmann.

Zum 285. Herbstmarkt war die Abordnung aus dem Rheinland wieder zugegen. Es wurde wieder sehr, sehr schön, Bekannte wieder zu treffen und neue Kontakte zu knüpfen (u. a. mit Rainer Piwek).

Es sollte nicht unser letzter Herbstmarkt gewesen sein.

Sehr schade, dass der 286. Herbstmarkt dieses Jahr ausfallen musste. Wir hoffen aber, dass er nächstes Jahr wieder stattfinden kann. Wie ich hörte, wird dieser Herbstmarkt der letzte für Hans-Jürgen Detje als Bürgermeister. Da wollen wir dabei sein und hoffentlich alle gesund wiedersehen.

Wir sehen uns auf dem 287. Herbstmarkt 2021.

Stefan Biermanski

Firmen in der Samtgemeinde

Tannenhof Meier

Wussten Sie, dass Weihnachtsbäume eine deutsche Erfindung sind? Die frühsten schriftlichen Überlieferungen sind aus dem 16. Jahrhundert. Der Christbaum entstammt dem Brauch vieler Kulturen, sich im Winter Grünes ins Haus zu holen, um böse Geister abzuwehren und die Hoffnung auf den nächsten Frühling auszudrücken. Weil Mitteleuropa überwiegend nur mit Laubbäumen bewaldet war und Nadelgehölze eine Seltenheit darstellten, hatten über lange Zeit nur die reicheren Gesellschaftsschichten mit Ländereien einen Tannenbaum bei sich zuhause. Im 19. Jahrhundert wurden vermehrt Tannen- und Fichtenwälder aufgeforstet, so dass die Nachfrage aus den Städten bedient werden konnte. Nach Übersee gelangte der Brauch durch deutsche Auswanderer und Matrosen. Seit 24 Jahren gibt es in Hamburg die Aktion „Einen Tannenbaum für alle Schiffe im Hafen“, die zur Tradition geworden ist. Hierbei überreicht ein Weihnachtsmann den Seeleuten aus aller Welt die besten Weihnachtsgrüße und eine Nordmanntanne.

Tannenhof Meier
Sohn Tobias Meier hält ein Bund mit 50 Tannen im Arm.
Tannenhof Meier

Familie Meier vom Tannenhof in Bliedersdorf pflanzte in den 1990er Jahren die ersten Tannenbäume und hat sich seitdem auf den Nadelbaum-

anbau spezialisiert. Auf 40 Hektar wachsen die Bäume in „grünen Klassenzimmern“ wie in einer Baumschule, in denen die Bäume alle gleich alt und groß sind. Auf einer Feldverkaufsfläche gleich beim Hof, auf der die Bäume unterschiedlich alt und groß sind, kann man in den Wochen vor Weihnachten täglich seinen Baum selbst aussuchen und schlagen. Die Nordmanntanne ist der Klassiker unter den Weihnachtsbäumen, außerdem stehen Blaufichte und Rotfichte im Angebot. Nobilis werden überwiegend als Tannengrün verkauft. Familie Meier hat informative Weihnachtsbaumlehrpfade eingerichtet, auf denen über das Wildtierleben und die Arbeit in den Plantagen informiert wird.

Die Jahreszeiten und die damit anfallenden Arbeiten auf dem Tannenhof Meier bestimmen zu einem Großteil das Familienleben. In besonders arbeitsintensiven Monaten helfen, vom über 80-jährigen Trecker fahrenden Großvater, bis zu den kleinen Kindern, alle mit. Im Frühjahr, ungefähr zur Osterzeit, pflanzt Familie Meier drei- bis vierjährige Bäumchen aus einer auf Nadelbäume spezialisierten Baumschule. In dem Alter sind die Bäume ca. 25 cm groß. Im Durchschnitt ist ein Weihnachtsbaum im Wohnzimmer zehn bis fünfzehn Jahre alt.

Mit dem Klimawandel hat sich die Wachstumsphase der Bäume verlängert. Das hat zur Folge, dass die Tannenspitzen länger werden. Weil das aber ein qualitatives Negativmerkmal ist, wird mit der Topstop-Zange die Rinde des Terminaltriebs eingeritzt. Dadurch wächst die Spitze zunächst nicht weiter. Die übrigen Triebe werden in arbeitsintensiver Handarbeit reguliert. Für die Unkrautregulierung werden Raupenmähfahrzeuge und Herbizide eingesetzt. Statt Insektizide wendet Familie Meier Schwefel an. Schwefel ist auch gleichzeitig ein wichtiger Nährstoff, erklärt Marcus Meier. Wie die Obstbauern im Alten Land beregnet auch er seine Bäume bei Frosteinbrüchen im Frühjahr, weil die jungen Triebe ebenfalls sehr empfindlich sind. Die letzten Sommer waren für Nadelbäume zu trocken. Deshalb besprengte Meier die Jung- und Neuanpflanzungen. Der Borkenkäfer, der sich in Trockenperioden exponentiell vermehrt, ist für Nadelbäume schädlich. Die vorhandenen Laubbaumhecken verbessern das Mikroklima an den Plantagen und trennen die Nadelbäume räumlich voneinander, so dass der Borkenkäfer sich nicht mehr so schnell vermehren kann. Die Familie Meier beugt sich dem stetigen Wandel der Natur, um für das traditionelle Weihnachten den passenden Baum bereit zu halten.

Ab Anfang Oktober beginnt der Verkauf bei Familie Meier mit Tannengrün für Gräber, Grab- und Adventsgestecke sowie Topfbäume. Die bunten Labels an den Tannenspitzen in den Plantagen bedeuten, dass jene Bäume bereits reserviert sind. Die Kunden sind herzlich dazu eingeladen, auch bereits im Herbst Ausschau nach ihrem Traumweihnachtsbaum zu halten. Wie sehr der friedliche Haussegen beim Fest der Liebe von einem möglichst perfekten Christbaum abhängt, davon kann wohl fast jeder etwas berichten. Wer durch die besonderen Umstände in diesem Jahr Bedenken hat, selbst zum Tannenhof Meier zu kommen, kann sich auch auf Anfrage einen Baum nach Hause liefern lassen. (KP)

AV Petri Heil

Schwarzangeln in den Gewässern des AV-Petri Heil Horneburg

Mit viel Engagement, Geduld und Geldmitteln haben die Angelvereine in und um Horneburg den Fischbestand in den Gewässern und deren ökologischen Zustand verbessert. So das sich auch viele fast schon verlorengegangene Tier-und Pflanzenarten, an den Gewässern wieder angesiedelt haben.

Schwarzangler
Abb.: AdobeStock

Beispielsweise ist es den Aueanliegervereinen gelungen, den Bestand an Meerforellen soweit wieder herzustellen, das diese schönen Fische regelmäßig und in größeren Stückzahlen wieder zum Laichen in der Aue und in ihren Nebengewässern aufsteigen. Auch andere Fischarten wurden wieder angesiedelt, bzw. werden regelmäßig in den Gewässern besetzt. Dies alles ist kostenintensiv und wird über die Beiträge der Mitglieder der Angelvereine finanziert. Daher haben die Vereine wenig Verständnis dafür, dass illegal; d. h. ohne Erlaubnisscheine geangelt wird.

In den letzten beiden Jahren, vor allem 2020 wohl durch Corona bedingt, haben wir leider verstärkt Aktivitäten von „Schwarzanglern“ in Aue und Lühe, aber auch an unseren Teichen festgestellt. „Schwarzangeln“ hört sich im ersten Ansatz vielleicht etwas lustig an, das ist es aber nicht. Es ist, wie einige scheinbar glauben, kein Kavaliersdelikt, es ist noch nicht mal eine Ordnungswidrigkeit. Es ist gem. Strafgesetzbuch eine Straftat (versuchter und vollendeter Fischdiebstahl). Wird ein „Schwarzangler“ zum wiederholten Male bei seiner illegalen Aktivität durch unsere Fischereiaufseher erwischt, zeigt er sich nicht einsichtig oder wird er aggressiv, dann erfolgt Strafanzeige, die dann von den Gerichten mit empfindlichen Strafen geahndet werden kann. Werden Fische während ihrer Schonzeit und /oder mit nicht zulässigen Methoden geangelt, kann sich dies erheblich strafverschärfend auswirken. Um Missverständnissen vorzubeugen, auch die Rückhaltebecken an Aue und Lühe, sowie der alte Lauf der Aue sind erlaubnisscheinpflichtig. Aufgrund der aktuellen Situation zu diesem Thema, wurden und werden die Kontrollen an allen Gewässern verschärft.

Wer also Interesse an legalem, fisch- und naturschutzgerechten Angeln hat, kann jederzeit eine Mitgliedschaft bei den Vereinen beantragen. Beispielsweise beim Horneburger Angelverein. Details über Gewässer, Aufnahmebedingungen usw. können Interessierte im Internet unter www ASV-Petri Heil Horneburg erfahren.

Joachim Latza
2.Vorsitzender AV-Petri Heil Horneburg und Fischereiaufseher der SG Horneburg

CDU Horneburg

CDU in der Samtgemeinde Horneburg sucht politische Mitstreiterinnen und Mitstreiter

Am 12. September 2021 wird in Niedersachsen die Kommunalwahl stattfinden. So werden auch in der Samtgemeinde Horneburg und ihren Mitgliedsgemeinden Agathenburg, Dollern, Horneburg, Bliedersdorf und Nottensdorf die Gemeinderäte und der Samtgemeinderat neu gewählt.

Stefan Heins
„Ein Leitfaden zur Kommunalpolitik in der Samtgemeinde Horneburg ist auch auf der Homepage der Samtgemeinde CDU zu finden“, so Vorsitzender Stefan Heins.

Die Samtgemeinde-CDU hat in den meisten Räten hier vor Ort bei der letzten Wahl im Jahr 2016 sehr erfolgreich abgeschnitten und möchte auch im kommenden Jahr mit engagierten politischen Mitstreiterinnen und Mitstreitern wieder in den Wahlkampf 2021 ziehen, um direkt vor Ort ehrenamtlich Kommunalpolitik positiv weitergestalten zu können. „Jeder kann sich vor Ort engagieren und die eigene Gemeinde mitgestalten und entwickeln – egal in welchem zeitlichen Umfang“, so CDU-Verbandsvorsitzender Stefan Heins und ergänzt: „Sprechen Sie uns und machen Sie mit, denn kommunalpolitische Themen wie beispielsweise die Förderung des Ehrenamts, Verbesserung der Betreuungssituationen für Kinder & und Jugendlichen oder die Investition in unsere Infrastruktur für Jung & Alt betreffen uns alle und können nur gemeinsam gelöst werden.“

Der Samtgemeindeverband der CDU setzt dabei auf Bürgerinnen und Bürger, die Lust haben ihre Ideen aus verschiedenen Blickwinkeln mit in die Gestaltung der Themen in den Gemeinden einzubringen und somit auch voranzubringen. „Wir wollen auch bewusst Bürgerinnen und Bürger ansprechen, die sich einbringen, aber nicht gleich in die Partei eintreten wollen“, so Heins und betont ganz klar: „ Auch parteilos ist eine Kandidatur auf unserer CDU-Liste für die verschiedenen Räte möglich!“ Vor allem jüngere Kandidatinnen und Kandidaten sowohl auch Frauen sollen bei einer Kandidatur bei der Kommunalwahl gezielt gefördert und unterstützt werden, sodass alle Interessen der Wählerinnen und Wähler in den späteren Räten breit vertreten werden können. „Denn genau das ist die Stärke der CDU“, so ist sich der Verband einig. Unsere Stärken liegen demnach vor allem in der starken Eingebundenheit im gesellschaftlichen Leben in der Samtgemeinde Horneburg und der Möglichkeit  unsere kommunalpolitischen Themen traditionell über das Gespräch im Dorf, die Zeitung oder Flyer, aber auch über die digitalen Kanäle unserer modernen Homepage, Facebook oder Instagram zu teilen und gemeinsam weiter zu entwickeln, sodass möglichst alle Bürgerinnen und Bürger abgeholt und beteiligt werden.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger aus der Samtgemeinde Horneburg, die Interesse haben parteilos oder als CDU-Mitglied bei der Kommunalwahl zu kandidieren, können sich gerne vor Ort in den Ortsgruppen oder beim Vorsitzenden Stefan Heins melden. Der Samtgemeindeverband der CDU Horneburg unterstützt mit verschiedenen Mentoring- und Informationsprogrammen des Kreisverbandes oder Einzelgesprächen mit erfahrenden Ratsmitgliedern. Außerdem ist auf der Homepage der Samtgemeinde-CDU ein Flyer als Leitfaden zur Kommunalpolitik zum Download veröffentlicht, der noch einmal alle wichtigen Fragen rund um die Kommunalpolitik beantworten und zusammenfassen soll.

Kontakt: E-Mail kontakt@cdu-horneburg.de
Internet cdu-horneburg.de
Telefon Stefan Heins: 04141 4089508

Agathenburg

Rück- und Ausblick für die Gemeinde Agathenburg

Es geht ein besonderes Jahr zu Ende. Die Corona-Pandemie hat im Jahr 2020 einen erheblichen Einfluss auf unser Leben ausgeübt. Nicht nur im privaten Bereich mussten und müssen wir alle mit massiven Einschränkungen leben. Auch die Arbeit der gemeindlichen Organe, Rat und Verwaltung, war+ durch Restriktionen geprägt. Zeitweise musste sogar der gemeindliche Kindergarten und der allgemeine Schulbetrieb geschlossen werden. Ebenso waren und sind jetzt aktuell wieder die Aktivitäten der Vereine, Verbände und sonstiger aktiver Bürgerinitiativen betroffen. Ich hoffe, dass wir gemeinsam unter Berücksichtigung der bekannten Abstandsregeln und sonstigen notwendigen Verhaltensweisen die Krise solange unter Kontrolle halten, bis ein wirksamer Impfstoff in ausreichender Menge zur Verfügung steht und eingesetzt werden kann.
Mit Zuversicht sehe ich dem Jahr 2021 entgegen. Wir werden wie gewohnt gemeinsam mit den Vereinen und Verbänden den Veranstaltungskalender für das Jahr 2021 zusammenstellen und wieder kurz vor Weihnachten verteilen. In Abhängigkeit von der aktuellen Lage, insbesondere am Anfang des neuen Jahres, müssen dann sicherlich noch einige Termine angepasst werden oder entfallen.

Gerd Allers
Gerd Allers, Bürgermeister

Dorferneuerung

In den letzten Jahren wurden bereits viele öffentliche und auch private Maßnahmen umgesetzt. Auch 2020 wurde an weiteren neuen Projekten unter den erschwerten Corona-Bedingungen gearbeitet. Einzelne Maßnahmen konnten umgesetzt werden bzw. befinden sich derzeit in der Umsetzung. Zum 15. September erfolgte die Antragstellung zur Aufnahme neuer Projekte in die Förderung. Zu den neuen Projekten gehören ein gemeindliches Vorhaben sowie zwei private Maßnahmen. Ich hoffe auf eine positive Bescheidung und bauliche Umsetzung im Jahr 2021.
Es gibt nach wie vor die Möglichkeit, für weitere private Maßnahmen Fördergelder zu beantragen. Sprechen Sie mich gerne bei Fragen zu einer möglichen Förderung an. Der letzte Stichtag für die Antragstellung ist der 15. September 2021. Die Umsetzung muss dann bis spätestens Ende 2023 erfolgen.

Maßnahmen und Sachstände 2020

Neubau des Mehrzweckgebäudes (MZG)
Leider konnte keine einvernehmliche Einigung mit den Anliegern erzielt werden. Das nach meiner Ansicht architektonisch gelungene Projekt, kleine Sporthalle im Verbund mit einem Dorfgemeinschaftsraum sowie einem Jugendraum und modernen Sanitäranlagen, als standortgleicher Ersatzneubau des vorhandenen Dorfgemeinschaftsgebäudes, ist nach aktueller Bewertung nicht mehr fristgerecht umsetzbar. Damit entfallen die zugesagten Fördermittel aus der Dorferneuerung in Höhe von 500.000,– €. Ebenso kann das Projekt zur Neugestaltung der Außenanlagen nicht beantragt und umgesetzt werden. Sehr Schade, eine vergebene Chance für unser Dorf, die viel Einsatz und finanziellen Aufwand verursacht hat!

Zugang zur Kapelle
Zur Verbesserung der Barrierefreiheit konnte in diesem Sommer der Zugang zur „Ria zum Felde Gedächniskapelle“ umgestaltet werden. Das Eingangspodest wurde vergrößert und mit einer seitlich angelehnten Rampe ausgestattet. Zudem wurden zwei neue Bänke aufgestellt. Diese Maßnahme ist der Kirchengemeinde St. Wilhadi sehr gelungen.

Parkplatz B 73/Reitbahn
Die Arbeiten zur Neugestaltung des Parkplatzes wurden Ende Oktober aufgenommen. Ein Teilbereich wird als Pkw-Parkplatz gepflastert, der übrige Bereich erhält eine neue Schotterschicht für die Lkw-Stellplätze. Zudem sind in dem Projekt eine E-Ladestation, die Platzbeleuchtung sowie die Anpflanzung einiger Bäume enthalten. Die Glascontainer werden neu positioniert und die Papiercontainer entfernt. Jeder Haushalt kann sein Papier unentgeltlich über die Papiertonne abholen lassen. Im Bedarfsfall können größere Mengen, z. B. Verpackungskartons, beim Recyclingzentrum in Stade während der Öffnungszeiten entsorgt werden.

Erneuerung Straßenbeleuchtung
Der Auftrag zur Sanierung der Straßenbeleuchtung im Bereich Hanfberg sowie Bahnhofstraße und Bahnberg ist erteilt. Die Umrüstung auf LED-Technik und die Anordnung zusätzlicher Lampenstandorte wird in Abhängigkeit von den Lieferfristen voraussichtlich Ende 2020/Anfang 2021 erfolgen.

Schlosspark
Der Antrag des Landkreises Stade zur Sanierung des Schlossumfeldes mit Vorplatz wurde ebenfalls genehmigt und befindet sich derzeit in der Umsetzung. Es wird u. a. der Blumengarten (Bauerngarten) neu angelegt sowie Wege, Treppen und Terrassen saniert. Das Schloss und der Schlosspark werden deutlich aufgewertet. Ein Besuch ist immer wieder zu empfehlen und lohnenswert.

Zum 15. September neu gestellte Förderanträge für 2020

  • Sanierung Straßenbeleuchtung
    In einem zweiten Antrag sind die Bereiche Poststraße, Stremel, Buchenweg, Birkenweg, Ahornweg, Gartenstraße, Lerchenweg, Fasanenweg sowie einige Nebenstraßen für die Umrüstung auf LED-Technik vorgesehen. In dem Zuge soll der Abstand der Leuchten verdichtet und technisch auf den heutigen Stand gebracht werden.
  • Private Anträge
    Es ist sehr erfreulich, dass auch wieder zwei private Anträge auf Förderung gestellt wurden. Weitere Anträge sind in der Vorbereitung und werden voraussichtlich zum nächsten Stichtag am 21. September 2021 gestellt. Ich hoffe, dass noch weitere Vorhaben diesen Beispielen folgen. Es lohnt sich, fragen Sie gerne nach.

B-Plan 8 „Sportanlagen am Denkmalplatz“ – Sporthalle

Wie bereits unter dem Abschnitt Dorferneuerung beschrieben, lässt sich der Ersatzneubau einer Sporthalle an der derzeitigen Stelle nicht bzw. nur unter sehr eingeschränkten Bedingungen realisieren. Aktuell wird an einem alternativen Standort im Bereich der Sportanlagen hinterm Wald, B-Plan 8 „Sportanlagen am Denkmalplatz“, gearbeitet. Dankenswerter Weise konnte die Gemeinde hier den notwendigen Grunderwerb sicherstellen. Es wird angestrebt, an diesem Standort möglichst gemeinsam mit der Gemeinde Dollern und in Abstimmung mit den Sportvereinen aus den beiden Gemeinden, eine gute und zukunftsorientierte Lösung zu entwickeln. Bei diesem Projekt sind wir auf die Unterstützung durch die Samtgemeinde angewiesen.

Kindergarten

Der Kindergarten musste leider ab dem 16. März wegen der Corona-Pandemie vorübergehend den Regelbetrieb einstellen. Aus der Belegschaft heraus wurde ab Ende März ein Kontaktfenster eingerichtet, um den Kindern in der Krise einen „Klönschnack“ sowie einen Bücher- und Spieletausch zu ermöglichen. Ab dem 06. April erfolgte die Aufnahme eines Notbetriebes, der nach und nach erweitert und ab dem 22. Juni wieder zum Regelbetrieb führte. Ich bedanke mich ganz herzlich für den unermüdlichen und engagierten Einsatz unseres Kindergarten-Teams.

Bebauungsplan 15

Wie berichtet, musste der Bebauungsplan wegen formaler Mängel aufgehoben werden. Jetzt hat der Rat beschlossen, für den Bereich des Geltungsbereiches eine Gestaltungssatzung zu erlassen. Zur Erarbeitung der erforderlichen Planunterlagen wurde ein Ingenieurbüro beauftragt. Die Gestaltungssatzung wird Thema der Ratsarbeit im Jahr 2021.

Elbekliffwanderweg

Der geplante Elbekliffwanderweg führt entlang der Geestkante von Stade bis nach Horneburg. Geplant wurde die Wegeführung bereits vor Jahren vom Landkreis Stade. Jetzt soll das Projekt umgesetzt werden. Beteiligt sind die Hansestadt Stade sowie der Flecken Horneburg und die Gemeinden Dollern und Agathenburg. Der Weg soll ausgeschildert und an einigen Stellen instandgesetzt werden und zudem an markanten Punkten Info-Tafeln sowie Sitzgruppen zum Verweilen erhalten. Die Umsetzung vor Ort kann frühestens in den Jahren 2021/2022 erfolgen.

Weitere Themen

  • Tennet beschäftigt uns schon seit 10 Jahren mit verschiedenen Stromleitungsprojekten in der Gemeinde Agathenburg. Leider gibt es immer wieder terminliche Verzögerungen seitens der Fa. Tennet. Die vorhandenen 220 kV-Trasse, überspannt in einem Abschnitt als Hochtemperaturtrasse ein Wohngebiet, soll jetzt erst bis Ende 2021 abgeschaltet und anschließend zurückgebaut werden. Die Fa. Tennet ist vertraglich verpflichtet die in Anspruch genommenen Straßen und Wege wieder instand zu setzen. Als erstes Projekt wird die Grundinstandsetzung der Bahnhofstraße im Abschnitt von der Ampel B73 bis zum Bahnhof durchgeführt. Ich hoffe, dass die Maßnahme trotz zeitlicher Verzögerung noch rechtzeitig zum Winter fertiggestellt wird. Durch die Bauarbeiten sind neben den Anliegern insbesondere die Pendler und Landwirte betroffen.
  • Es wurden die Schulstraße im Abschnitt zwischen der B 73 und Hinter den Höfen, Kita sowie die Straße Immenschuur, am Neubaugebiet Eulenring gelegen, mit einer neuen Asphaltdecke versehen.
  • Derzeit erfolgt der Ausbau der Straße Am Schlosspark. Die Fertigstellung soll noch im Jahr 2020 erfolgen.
  • Der Parkplatz am Friedhof erhält ebenfalls eine neue Zufahrt. Die Umsetzung wird voraussichtlich erst Anfang 2022 durchgeführt

An dieser Stelle danke ich allen, die sich aktiv in vielfältigen Tätigkeiten und Funktionen für unser dörfliches Leben und zum Wohle der Allgemeinheit oder einzelner bedürftiger Personen eingesetzt haben. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie ist die Hilfe untereinander von großer Bedeutung. Ich wünsche ein gutes und glückliches und vor allem gesundes Jahr 2021.

Gerd Allers
Bürgermeister

Magazin Meine Samtgemeinde
Ausgabe20, Redaktion

Wer hätte das gedacht,

dass uns die Pandemie Einschränkungen zu Weihnachten bescheren wird. Wenn mir das einer im April gesagt hätte, wäre das für mich Schwarzmalerei gewesen. Und nun wird es sehr wahrscheinlich ein Weihnachtsfest geben, das anders sein wird. Ein Fest, dass für viele nicht so sein wird, wie sie es gewohnt sind. In dieser schwierigen Zeit möchte Reinhild Marzahn von terre des hommes mit einer zündenden Idee Licht in das Fest der Liebe bringen. Wir finden das eine tolle Idee und wollen in dieser Ausgabe dazu aufrufen, am Heiligabend zum Zeichen der Verbundenheit eine Kerze ins Fenster zu stellen. Was Reinhild Marzahn zu dieser Idee bewogen hat, lesen Sie auf Seite 11.

Herausgeber Raimund Franken
Herausgeber Raimund Franken

Der ein oder andere wird sich über das „Mittwochjournal“ unten auf dieser Seite wundern. Das hat seinen Grund, denn ab dem kommenden Jahr werden wir das Magazin „Meine Samtgemeinde“ über das Mittwochsjournal verteilen. Bisher waren wir im Glauben, mit der Post einen zuverlässigen Partner für die Verteilung zu haben. Leider mussten wir uns eines Besseren belehren lassen. Immer wieder erreichten uns Beschwerden, das Magazin nicht bekommen, beziehungsweise verspätet bekommen zu haben. Darauf mussten wir reagieren. Jetzt wird das Magazin zu festen Terminen über das Mittwochsjournal verteilt.

Einer der Grundsätze für die Veröffentlichung von Berichten ist, die Politik außen vor zu lassen. Nun stehen wir aber vor der Situation, 2021 Kommunalwahlen in unserer Samtgemeinde zu haben. Die Parteien prägen das Leben in unseren Gemeinden durch die Entscheidungen in den Räten mit. Sie spielen eine nicht unwichtige Rolle für die Zukunft in unseren Gemeinden, in denen wir unseren Lebensmittelpunkt haben. Wir wollen uns daher dieser Situation stellen und den Parteien die Möglichkeit geben, in einem vordefinierten Rahmen Berichte im Magazin unter der Rubrik „Kommunalwahl 2021“ zu veröffentlichen.

Es ist schon Tradition, den Bürgermeistern in der letzten Ausgabe des Jahres die Möglichkeit zu geben, einen Rückblick, beziehungsweise eine Vorschau zu geben. So auch in dieser Ausgabe.

Nun bleibt mir nur noch, Ihnen ein besinnliches Weihnachtsfest, hoffentlich im Kreise Ihrer Lieben und ein gesundes neues Jahr zu wünschen. Bleiben Sie gesund.

Ihr Raimund Franken

Gemeinde Dollern
Ausgabe20, Dollern

Ein Rückblick auf das Jahr 2020 und Ausblick auf 2021

ür das Jahr 2020 wurde vom Dollerner Gemeinderat ein ausgeglichener Haushaltsplan mit einem Volumen von 4,3 Mio. € aufgestellt. Kredite mussten nicht aufgenommen werden, die Steuersätze bleiben unverändert. Es konnten einige Maßnahmen für unseren Ort umgesetzt bzw. eingeleitet werden. Die Attraktivität und Lebensqualität für die Dollerner Bevölkerung wurde damit weiter verbessert.

Bürgermeister Wilfried Ehlers
  • Für den Dollerner Rat war in diesem Jahr die Durchführung von Straßen- und Gehwegunterhaltungsmaßnahmen ein besonderer Schwerpunkt. Es stehen dafür im Haushaltsplan Mittel in Höhe von 500.000 € zur Verfügung. Im letzten Jahr ist von der Verwaltung ein Straßenzustandskataster erstellt worden. Im Kataster ist der Zustand der Straßen festgestellt und mit einer Priorisierung versehen worden. Im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel wurde für dieses Jahr beschlossen, entsprechende Bereiche der Straßen Issendorfer Weg, Osterberg/Lärchenweg, Tannenweg, Birkenweg, Nedderbrook und abschnittsweise (mit halbseitiger Sperrung) die Straße Am Buschteich instand zu setzen. In diesen Bereichen werden auch die Gehwege mit entsprechenden Schäden erneuert bzw. im Bereich der Hofstelle Stüven zusätzlich verbreitert. Bei Bedarf werden natürlich auch in Zukunft weitere Straßen und Gehwege im Ort ausgebessert, die nicht in der Prioritätenliste aufgelistet sind. Den Anwohnern entstehen keine Kosten, da es sich um Unterhaltungsarbeiten handelt.
  • Im Juli 2016 wurde mit der Fa. TenneT eine Vereinbarung für die Inanspruchnahme des „Hagener Weg“ für die Ertüchtigung der Hochspannungsleitung geschlossen. Diese Vereinbarung enthielt u. a. als maßgebliche Regelung, die Instandsetzung des gemeindeeigenen Hagener Weges von der Einmündung B73 bis zum Umspannwerk. Nach der erfolgreichen Inbetriebnahme der 380-kV-Leitung von Hamburg/Nord nach Dollern und der anschließenden Demontage alter Masten und Provisorien hat der Übertragungsnetzbetreiber TenneT im August die durch die Bauarbeiten beanspruchte Straße von der Firma BUNTE sanieren lassen. Die Schotterbankette des „Hagener Weg“ wurde erneuert und die Fahrbahn mittels Aufbringung eines Asphalt-Dünnschichtbelages instandgesetzt.
  • Der Wirtschaftsweg Issendorfer Weg ist im August ebenfalls saniert worden, da auch dieser Wegeabschnitt im Straßenzustandskataster als sanierungsbedürftig eingestuft wurde. Von der Firma Grothe wurde ein ca. 2,5 cm starker Splittmastixasphalt auf die schadhafte Asphaltdecke aufgebracht. Die Kosten hierfür beliefen sich auf rund 34.000 €.
  • Eine weitere wichtige Maßnahme war in diesem Jahr die Sanierung des Flachdachs über den Umkleideräumen der Mehrzweckhalle. Insgesamt wird die Maßnahme voraussichtlich ein Gesamtvolumen von rd. 250.000 € beinhalten. Es wird eine zusätzliche Dämmung installiert und das Dach wird etwas erhöht. Außerdem wird ein Gefälle eingebaut, damit das Wasser nach vorne ablaufen kann. Auch werden in dem Bereich bauliche Maßnahmen erfolgen, die dem neuesten Brandschutzkonzept entsprechen und zusätzlich Energiekosteneinsparungen bringen. Vorbereitende Maurerarbeiten wurden bereits abgeschlossen. Die beauftragte Dachdeckerfirma wird nach Lieferung der von einer Fachfirma angefertigten Dachkonstruktion umgehend mit den Arbeiten beginnen. Bis Ende des Jahres sollen diese beendet sein. Anschließend werden dann die Wasserschäden an den Decken des Umkleidetraktes der MZH beseitigt.
    Im Jahre 2007 wurde übrigens das Hauptdach bereits neu eingedeckt und gedämmt, die Kosten beliefen sich damals auf 81.000 €, 2008 wurde ein zweiter Umkleidetrakt für 240.000 € gebaut und ein neues Brandschutzkonzept mit dem Einbau einer Sicherheitsbeleuchtung sowie Erneuerung der Elektroanlage für ca. 175.000 € erfolgte in den Jahren 2017/18. Damit hat die Gemeinde Dollern in die Mehrzweckhalle inzwischen über 600.000 € für Sanierungsmaßnahmen investiert. Als weitere wichtige Maßnahme muss sicher noch in den nächsten Jahren die Erneuerung des Hallenbodens erfolgen.
    Mit diesen großen finanziellen Aufwendungen stellt die Gemeinde sicher, dass die Halle die erforderlichen Standards erfüllt. Natürlich unter den vorhandenen baulichen Möglichkeiten einer im Jahre 1977 erbauten Halle.
  • Für den Spielplatz Mühlenweg sind in Absprache mit den dort wohnenden Eltern und Kindern weitere neue Spielgeräte (Trampolin, Nestschaukel, Federspiel-Auto) angeschafft worden, außerdem wurde das Gelände erweitert und neu eingezäunt. Insgesamt entstanden Kosten von 10.000 € für diese Maßnahme.
  • Der Dollerner Rat hat für die 9. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 4 „Buschteich – Osterberg“ (EDEKA-Parkplatz) und für die 2. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 12 (Mischgebiet Mühlenweg) die jeweiligen Satzungsbeschlüsse gefasst. Außerdem hat der Rat beschlossen, dass für das Gebiet „Waldweg und Umgebung“ ein Bebauungsplan aufgestellt werden soll. Dieser Beschluss erfolgte durch eine Unterschriftenaktion der Anwohner, da es bisher für diesen Bereich keinen BPlan gibt.
  • Am 14. Juli wurde in der Eichhörnchen Grundschule in Dollern mit einem kleinen Festakt ein Waldklassenzimmer eingeweiht. Zehn Zweier- und zwei Dreiertische stellte der Dollerner Kettensägenkünstler Thomas Höter eigens für die Schule im Wald her. Zu dem Klassenzimmer gehören außerdem noch eine Tafel und ein Lehrerpult. Unterstützt wurde diese Aktion zum Lernen in der freien Natur vom Schulförderverein, dem Schulträger, dem Kollegium und von den Gemeinderäten Agathenburg und Dollern.

Natürlich gab es in diesem Jahr wegen der Corona-Bestimmungen auch für den Dollerner Gemeinderat besondere Bedingungen. Von März bis Ende Juli gab es nur sogenannte Umlaufbeschlüsse oder schriftliche Eilentscheidungen, aber keine Präsenzsitzungen. Die erste Ratssitzung fand dann erst wieder am 23. Juli statt. Aus Mangel an geeigneten örtlichen Räumlichkeiten in Stechmanns Gasthof in Horneburg. Leider mussten auch Dorfreinigung, Schützenfest, Schulfest, Feuerwehr Boßeln, Buschteichfest und -lauf sowie viele weitere Veranstaltungen in unserem schönen Ort ausfallen. Mit der Aufstellung von zwei blauen Bannern mit der Aufschrift „Dollern kauft lokal“ will der Rat in dieser schwierigen Zeit den Bürgern einen Denkanstoß geben, die heimische Wirtschaft zu unterstützen.

Im Jahr 2021 wird sich der Rat dann vermutlich mit dem Bebauungsplan Nr. 20 „Waldweg und Umgebung“ befassen. Auch die erforderliche Instandsetzung/Sanierung weiterer Wirtschaftswege, Straßen und Gehwege in Dollern wird ein Thema bleiben. Welche Maßnahmen/Projekte für unsere Gemeinde im nächsten Jahr konkret anstehen, wird in der Dezembersitzung des Rates mit der Aufstellung des Haushalts 2021 beschlossen.

Für die am 12. September 2021 geplanten Kommunalwahlen appelliere ich an alle Dollerner Bürgerinnen und Bürger, sich aktiv einzubringen. Ich würde mich über zahlreiche Kandidatinnen und Kandidaten für den Gemeinderat Dollern, Samtgemeinderat Horneburg oder Kreistag Stade freuen. Engagieren Sie sich für Ihren Heimatort und die Region, Sie können damit viele Dinge vor Ort anregen und mitgestalten. Es lohnt sich!!!

Ich möchte mich bei allen Ehrenamtlichen und Funktionsträgern in Dollern für ihr Engagement zum Wohle aller Einwohnerinnen und Einwohner in diesem schwierigen Jahr bedanken. Rat und Verwaltung wünschen allen 2.228 Dollerner Einwohnerinnen und Einwohnern frohe, besinnliche Stunden für die bevorstehenden Feiertage und ein gesundes, „coronafreies“, erfolgreiches Neues Jahr.

Wilfried Ehlers, Bürgermeister

Op Platt
Ausgabe20

Den’n Wiehnachtsmann sien Handlanger

In’n Öller dinkt man girn an de eigene Kinnertied trüch. Mi geiht dat af un an auk so. Nu wo de Wiehnachtstied vör de Döör steiht is klor, dat en sik an Geschichten erinnert, de sik dormols affspeelt hebbt.
So eben no’n Krieg, an End von de veertiger Johren, wüür dat Gild in de meisten Hüüs temlich klamm. Sülbens de lütjen Handwarkers müssen sehn wie se öber de Run’n komm’n den.
So wüür dat auk bi Moler Hannes Reimers. Bit in’n Harvst rin gev dat för em wat to daun. Öber denn in düstere Johrstied wüür kum een Utkomen mit dat Inkomen.
Lieschen Reimers müss seen, dat se jeden Dag wat för veer Lüüd op’n Disch kriegen de.

Schaukelpferd
Abb.: AdobeStock

Reimers harr’n veer Kinner, Jan, dat wüür de Öllste, de bi’n Discher in de Lehr wüür, denn Inge, de bi’n Kaupmann in’n Loden un in’n Huushalt anstellt wüür un Grete, de noch dat letzte Johr no School güng un Heini. Heini wüür Söben. He wüst nich so rech, op he an’n Wiehnachtsmann glöven schull oder nich.
Aff un an müss Lieschen ehr’n Jehann denn bescheed seggen, dat auk mol wedder Gild in’t Huus brukt warden de. Denn nöhm he de Recknungen un pedd los no sien Kunnen to’n kassieren. Lütten bedden bröch he denn auk mit no Huus, öber de Meisten votrösten emm op no Wiehnachten.
Reimers harr sik in de düstere Johrstied op Speeltüg anmol’n spezialisiert. De Lüüd bröchen em dat in’t Huus. In sein Warksteed stünn so einiget, wat bit Wiehnachten ferdigmokt warden müss. He kreeg dat auk ümmer wer hin. Disse Soken löt he sik glieks betohlen, öber en gullne Näs kunn he sik dormit nich vodeenen, öber wenigsten en poor Mark wüürn dat auk.
Mudder Reimers wüür dor praktisch instellt, se knüt för ehr Kinner Hanschen, Wullstrümp, Pollover oder‘n Wullschol. Heini, de de Geschinke bi Vadder in de Warksteet seeg, har auk girn mol sowat, öber dat bleev en’n Draum. To Wiehnachten wüür allns weer voschwun‘n.
Heini wüür ümmer een betten trurig, dat he nich auk so’ne fein’n Soken kreeg un dat wull sien grode Broder Jan dit Johr ännern. He segg sik, Heini krigt en Schaukelpeerd.
Heini har in de School vutellt, sien Vadder is de Handlanger von’n Wiehnachtsmann, he mutt dat Speeltüg anmol’n. De Frünn wull’n dat nich glöven un so wull he as sien Vadder mol nich dor wüür, de Jungs in de Warksteed kieken loten.
Jüst as se in de Warksteed wuul’n, brems jümm en deeve Stimm: „Holt stop, wo wöllt jie Klaukschieders denn hin?“
„Wi wull’n, wi dachen, wi heppt doch blots kieken wullt, opp dat wohr is watt Heini votellt het“.
„Soo – jie glövt dat nich? Wenn jie in de Warksteed rinnkieken wöölt, möt jie irst een Gedicht oppseggen“. He winkt en’n von de Jungs rann. „Nu man laus, eben harst du doch auk en grodet Muul“.
De fangt glicks an un rappelt sein Gedicht:

Vadder kloppt un hommert,
püttjert jeiden Daag
Mudder näht un sniedert
wat wull warden mak?
Hüür – de Jung seggt liesen
sien’n lütten Riemel her
Un de Deern, de schnitt wat
trech ut Buntpopier.
Wenn mol en wat tuschelt
is man en‘n Ogenblick –
Jeider het wat heimlichet
jeidereen för sik.
Ruppert kikt dor’t Finster
höög sik buten mit –
Schrift wat in’t Notizbauck
dat het nix vöörgitt.

„Un nu du:“

Mudder backt Kooken
un ik backt mit:
Wiehnachtskooken
bruun un witt
Wat backst du?
Mond un Sterns
Un du Marieken?
Jungs un Deerns
Un du, lütt Heini
Peerd un Schaap
un Hunn’n un Katten
un Oss un Aap
Un Wiehnachtsobend
kummt dat Best
ward allns voteert
bit op den’n Rest.

„Nu büst du an de Reig, Wi heist du?“ „Kuddel“, un he leggt auck glicks los:

Kiek in’s wat is de Heben so raud
dat sünd de Ingels, de backt dat Braud
de backt den’n Wiehnachtsmann sein’n Stuten
för all de lütten Leckerschnuuten
Nu flink de Tellers ünnert Bett
un leegt jau hin un weest recht nett
de Sünnerklaas steiht för de Döör
de Wiehnachtsmann de schickt em her
Un wat de Ingels hebbt back dat schöllt jie probier’n
Un schmeckt jau dat gaud, denn hürt se dat giern
Un de Wiehnachtsmann schmunzelt:
Nu backt man noch mihr!
Och, wenn dat doch blots irst Wiehnachten wüür!

„Dat hebbt jie gaud mockt, denn kiekt man no op dat wohr is wat Heini jau seggt hett“.
Dat lötten se sik nich tweimol seggen un wüür’n auck all in de Warksteed.
Mit grode Ogen seegen se de ganzen Speeltüg.
„Un de holt de Wiehnachtsmann denn hier bi dien’n Vadder aff?“ freug Fiete de Jung von Buur Peidersen.
„Klor“, seeg Heini, „to Wiehnachten steiht hier nix mihr in de Warksteed“.
De Beiden annern, Kuddel un Hans stün‘n dor un seegen gor nix.
Von den’n Dag an, har Heini bi de annern Jungs en’n Stein n’n Brett.
So wie de annern Johrn hebbt Jan un Heini en’n Dag för Wiehnachten de ganzen Speelsocken no de Lüüd hinbröcht un auk glicks kassiert. Se bröchen ´ne feine Handvull Gild mit no Huus.
Mudder Reimers wüür tofreden.
Hilligobend wüür‘n bi Reimers alltohop in de gode Stuv as dat an de Döör klopp.
Dat kunn blots de Wiehnachtsmann sien un richdig, he keum mit’n groden Sack angeschleept. De Grauden seggen nix, öber Heini wüür ganz opgeregt. Wat he wull dit Johr kriegen de.
„Jer Heini, wat is, du kanns doch bestimmt en Gedicht opseggen“.
„Kann ik,“ un denn legg he los:

„Lütjen Knebel bün ik man,
veel to seggen heb ik nich,
Wiehnachtsmann vogeht mi nich!“

„Dat is ´n beeten weenig,du kennst bestimmt noch en annert Gedicht“.
„Jo“!
„Na, denn man los“.

„Ik weet rein nix un vonmorgen het noch seeten.
Nu hew ik allns vogeten. So wünsch ik kott un good,
Gesundheit un frohen Maut.
Bün auk noch dor, vogang’n Johr wüür ik noch lütt, nich woor.
Nu bün ik all en’n annern Mann, de schrieben, lesen, reken kann.
Un nu wünsch ik dat Best: En scheunet Fest“!

Na, dat is denn Mol en feinet Gedicht, nu will mol nokieken op ik wat vör jau hev. He fisch för jeiden en Pokeit ut den’n Sack, blots för Heini wüür dor nix in.
Noh‘n Ogenblick segg he: „Heini, kiek mol op’n Flur noh, ik glööv dor steiht wat för di“.
Heini sus ut de Stuv un keum mit en Schaukelpeerd weer in de Stuv un strohl öber dat ganze Gesicht.‘
„Minsch, dat is mol watt. Wiehnachtsmann, du büst en’n fein’n Kerl, ik frei mi“. In den’n Moment puldert Buur Peidersen mit Fiete un en tweiet Schaukelpeerd ünner’n Arm in de Stuv.
„Nu kiek jau dat an, keen viertel Stünn hett dat duurt, dor har he dat Peerd dat Genick ümdreiht. Wat mok ik blots mit den’n Jung?“
„Fiete komm Mol her“. Segg de Wiehnachtsmann. He sett sik op’n Stohl un tröck Fiete öber sien Knee’n. Mit de Raud tröck he em poor öber.
Jan meen denn: „Wiehnachtsmann hüür op, ik mok dat Peerd heel un he kann dat denn wedderkriegen, wat meenst du dort“.
„Na good, Peidersen nimm dien Jung un treck em öfters de Uhren lang, he mut marken, dat he nich allns ümsünst krigt. Dat mark di, du hest dor auk temlich veel Schuld an, dat dien Jung so is.“
Peidersen stün op, wünsch noch schöne Wiehnachten un güng mit sien‘n Jung.
„Denn will ik auk wieder, ik mut noch in veele Hüüs. Wo man op mi tövt.

Scheune Wiehnachten wünsch ik.

Helmut Dammann

Tennisclub Dollern

Rege Teilnahme beim neuen Schnupperkonzept

Neuer Internetauftritt des TC Dollern

Trotz der großen C-Krise ist beim TC Dollern in den Sommermonaten viel passiert. Neben der neuen, modernen Homepage hat auch unser neues Einstiegskonzept viele Schnupperer angelockt und neu für den Tennissport begeistert. Als Individualsport konnten wir zwar nicht wie gewohnt die „Mehr als nur Tennis“-Events wie den „Kulinarischen Abend“ durchführen, wir konnten aber weitestgehend den Spielbetrieb mit einem überlegten Hygienekonzept erhalten. Auf das Schnupperkonzept und die Homepage soll in der Folge kurz eingegangen werden.

Neues Schnupperangebot mit Inklusiv-Trainingsstunden

Das neue Schnupperangebot hat das Ziel, Interessierten die Scheu vor einer Anfrage zu nehmen. Dazu haben wir ein unverbindliches Kennenlern-Programm entwickelt, dass auch kostenlose Trainingsstunden für Nichtmitglieder enthält. Es ist voll ehrenamtlich getragen. Unter dem Motto „Jeder kann Tennis“ kamen dabei folgende wichtigste Bestandteile zur Anwendung.

  • Gestellung von passenden Schlägern und Bällen.
  • Dreiwöchiger unverbindlicher Probezeitraum mit unbeschränktem Zutritt zur Anlage.
  • Drei vollkommen kostenfreie Trainingsstunden zum Erlernen der Basics des Tennisspiels.

Die bisherigen Teilnehmer sind begeistert von dieser neuen unverbindlichen Willkommenskultur. Wir hoffen deshalb, dass wir weiterhin viele Anfragen bekommen, um auch euch von unserem Lieblingssport zu begeistern. Auch im Winter und in 2021 werden wir also dieses erfolgreiche Konzept weiter verfeinern und anbieten.

Neuer Internetauftritt und Emailadresse

Anfang Oktober ist zudem die neue Homepage „live“ gegangen. Hier findet ihr nun viel Wissenswertes über die positive, gesundheitliche Wirkung des Tennissport und unseren Verein mit vielen Bildern unserer Mitglieder in Aktion, den „Mehr als nur Tennis“-Events sowie alle Neuigkeiten und Termine. Natürlich findet ihr auch in der Rubrik „Mitglied werden“ alle Informationen und Ansprechpartner zum zuvor vorgestellten Schnupperkonzept. Wir hoffen auf eine rege Besucheranzahl des Internetauftritts.

Fragen zur Mitgliedschaft, zum Umgang mit Corona, Termine/Events oder zum Probespielen beantwortet der TC Dollern herzlich gerne über unsere neue E-Mailadresse, „info@tc-dollern.de“. Alle weiteren Kontaktinformationen und viele weitere interessante Rubriken rund um das Tennis in Dollern sind auf unserer neuen Homepage zu finden. Auch werden wieder Flyer vom TCD bei Edeka Drewes, Tankstelle Wichern und im Bürgerbüro ausgestellt. Nicht fündig geworden? Fragt den Flyer gerne bei uns an! Wir freuen uns auf euch.

Tennisverein Horneburg

tv Horneburg – Neue Vereinsmeister gekürt

Bei strahlendem Sonnenschein fanden Ende September die Finalspiele der Vereinsmeisterschaften statt.

Tennisverein Horneburg
Jochen Allers und Frank Jeschke
Holger Kracke und Stefan Siol

Im Finale der Damen 40 konnte sich Tina Bode über den Titel freuen. Gegen Claudia Siol gab es einen 6:4, 6:1 Erfolg.

Den Vereinsmeistertitel der Damen 50 sicherte sich Kirsten Philippsen mit einem Sieg über Ute Schier. Der dritte Platz in dieser Altersklasse geht an Birgit Spieß.

Richtig spannend gestaltete sich das Endspiel der Herren 40/50. Holger Kracke gegen Stefan Siol. Den ersten Satz gewann Holger Kracke 6:2. Der zweite Satz ging ebenso deutlich mit 6:2 an Stefan Siol. Der dritte Satz musste die Entscheidung bringen. Relativ schnell ging Holger Kracke mit 4:1 in Führung und es schien, als ob das Match entschieden war. Doch Stefan Siol stemmte sich gegen die Niederlage und es stand plötzlich 4:4. Geschicktes Taktieren von beiden Spielern, lange Ballwechsel und wenig Fehler auf beiden Seiten. Letztendlich reichte Stefan Siol ein weiteres Break zum 6:4 Erfolg, in einem Spiel, das eigentlich keinen Verlierer verdient hatte. Der dritte Platz in dieser Altersklasse geht an Olaf Schier.

Bei den Herren 55/60 standen sich Jochen Allers und Frank Jeschke gegenüber. Beide Spieler waren in ihren jeweiligen Vorrunden ungeschlagen. Auch in diesem Endspiel ging es über die volle Distanz. Am Ende konnte Jochen Allers sich gegen seinen Mannschaftskollegen mit 6:3, 1:6, 6:3 durchsetzen. Den dritten Platz belegte Hartmut Frey.
Am letzten Oktober Wochenende sind die Herren 50 in die Wintersaison gestartet. In der Tennishalle Wiepenkathen gab es ein 3:3 Unentschieden gegen den TC Oyten.

Claudia Siol

Spielmannszug Horneburg

Spielmannszug: Unser Jahr 2020

im Zeichen von Corona

Eigentlich würden wir an dieser Stelle nun viel lieber auf ein Ereignis – und abwechslungsreiches Jahr 2020 zurückblicken mit zahlreichen Auftritten auf Schützenfesten, Ernte- und Laternenumzügen und der einen oder anderen vereinsinternen Veranstaltung. Aber so ereignisreich war unser Jahr bekanntlich dank Corona leider nicht und so möchten wir euch unser Jahr im Zeichen des Virus zusammenfassen.

Nach unserer kleinen Instrumenten- und Zubehör-Shoppingtour im Januar begann die neue Saison wie üblich mit unserer Generalversammlung in Februar, auf der einige Ehrungen und Wahlen auf dem Programm standen. Die Berichte hierzu habt Ihr bestimmt schon in der 16. und 17. Ausgabe dieser Zeitung vom April/ Mai bzw. Juni/ Juli diesen Jahres oder auf unserer Homepage (spielmannszug-horneburg.de) gelesen.

Doch schon einen Monat nach der Generalversammlung war unser Vereinsleben von jetzt auf gleich nahezu zum Erliegen gekommen. Nachdem zunächst unser Vorstand die Übungsabende und das geplante Marschier-Training abgesagt hatte, bekräftigte die Bundesregierung den Beschluss, in dem sie sämtliche Vereinsaktivitäten bis auf Weiteres untersagte. Und so fielen reihenweise Auftritte den Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus zum Opfer.

Um so größer war die Vorfreude dann als es hieß, dass der Übungsbetrieb wieder aufgenommen werden darf. Die Kreismusikvereinigung Stade hat uns bezüglich der Situationsentwicklung für die Musikvereine ständig vorbildlich auf dem Laufenden gehalten und zu guter Letzt auch mit der Erstellung eines Hygiene-Konzeptes erheblich geholfen. Wir mussten nur noch einige Anpassungen für unseren Verein vornehmen.

Wie unser erster Übungsabend unter Corona-Bedingungen ablief haben wir euch in der 19. Ausgabe vorgestellt. Nach den Herbstferien sollte das Üben für den „Stamm“ aufgrund der früher einsetzenden Dunkelheit nun wieder drinnen stattfinden. Als Stamm bezeichnen wir übrigens die Mitglieder, die ihr immer auf den Auftritten sehen könnt. Um in den Stamm aufgenommen zu werden und an den Auftritten aktiv teilzunehmen, muss man seinem Ausbilder fünf Stücke auswendig vorspielen. Hat man das geschafft, erhält man die Uniform und darf auf den Auftritten mitspielen. Wer das noch nicht geschafft hat, zählt bei uns zum Nachwuchs. Diesen hat es in diesem Jahr noch härter getroffen, denn da wir unsere üblichen Räumlichkeiten in der Schule am Leineweberstieg nicht nutzen können, fällt das Nachwuchs-Üben seit März aus. Auch konnten wir daher in diesem Jahr keine Neuen begrüßen und aufnehmen.

Für unsere Übungsabende, die drinnen stattfinden sollten, haben wir das Hygienekonzept anpassen müssen. Die Abstände insbesondere zwischen den Flöten mussten vergrößert werden. Ebenso muss aus den Flöten austretendes Kondenswasser durch Behälter und Tücher aufgefangen und von jedem Mitglied entsorgt werden. Auch musste die Belüftung der Räumlichkeiten sichergestellt werden. Die Regeln bezüglich der Desinfektion von Händen und Geräte wie auch die Abstands- und Maskenpflicht beim Verlassen des eigenen Platzes blieben natürlich weiterhin in Kraft. Genutzt werden sollte für die Übungsabende die Schießhalle des Schützenvereins, da unseren Instrumente ohnehin bereits dort sind. Leider kollidierten so einige der geplante Übungstermine mit Schießwettkämpfen des Schützenvereins, sodass wir Ersatztermine finden mussten.

Doch dann kam Corona wieder ins Spiel. Aufgrund der steigenden Infektionszahlen und der daraus resultierenden erneuten Verschärfung der Bekämpfungs-Maßnahmen kam unser Übungsbetrieb erneut zum Erliegen. Die Hoffnung war groß, dass die verschärften Maßnahmen nur für den November galten und wir uns im Dezember noch einmal wieder sehen durften. Ob dies tatsächlich so kommen sollte war bei Redaktionsschluss noch nicht absehbar. Aber das erfahrt ihr in der nächsten Ausgabe.
Bis dahin wünschen wir euch alles Gute und dass ihr gesund bleibt oder schnell wieder werdet. Außerdem wünschen wir euch, dass ihr trotz aller widrigen Umstände eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Start ins neue Jahr habt bzw. hattet. Wenn wir uns alle an die bestehenden Regeln halten und die Maßnahmen greifen, können wir uns hoffentlich nächstes Jahr wieder bei dem einen oder anderen Auftritt sehen und hören. Wir würden uns freuen.
Stefan Tiedemann

Samtgemeinde Horneburg

Jahresrück- und Ausblick 2020/2021

Liebe Bürgerinnen und Bürger der Samtgemeinde Horneburg,

auch in diesem Jahr möchte ich in der letzten Ausgabe der „Meine Samtgemeinde“ die Gelegenheit nutzen und mit Ihnen gemeinsam auf das fast abgelaufene Jahr zurückblicken und einen Blick in die Zukunft werfen.
Wir leben in einer jungen und wachsenden Samtgemeinde. Das zeigt schon allein die Geburtenzahl in diesem Jahr. So konnte die Samtgemeinde wieder über 150 Neugeborene begrüßen. Die Einwohnerzahl ist auf knapp 13.500 angewachsen.

Einwohnerentwicklung Samtgemeinde Horneburg
Einwohnerentwicklung Samtgemeinde Horneburg
Matthias Herwede
Matthias Herwede, Samtgemeindebürgermeister Horneburg

Damit unser Nachwuchs optimale Betreuungsmöglichkeiten vorfindet, arbeiten wir stetig an einer guten Infrastruktur für die Kinderbetreuung. Folgende wesentliche Projekte befinden sich in der Umsetzung bzw. in Planung:

Kindertagesstätten

Im „Blumenthal“ des Flecken Horneburg ist in diesem Jahr ein weiterer 5-Gruppenkindergarten gebaut worden und hat seinen Betrieb zum 01.11.2020 aufgenommen. Das Betreuungsangebot in der Samtgemeinde konnte dadurch um 105 Betreuungsplätze für Krippen- und Elementarkinder ergänzt werden.

Grundschule Bliedersdorf/Nottensdorf

Die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Umsetzung der Baumaßnahmen für die Einführung des Ganztagsschulbetriebes an der Grundschule Bliedersdorf-Nottensdorf befinden sich in der Entwicklung.

Die Samtgemeinde ändert hierfür den Flächennutzungsplan und die Gemeinde Bliedersdorf passt den Bebauungsplan für das Vorhaben an. Parallel wird ein Verkehrsgutachten erstellt, um Aussagen für einen möglichst sicheren Schulweg für die Schülerinnen und Schüler treffen zu können und daraus Maßnahmen abzuleiten.

Grundschule Horneburg

Für die Sanierung und Entwicklung der Grundschule Horneburg befindet sich ein zukunftsfähiges Gesamtkonzept in der Planung. Zu diesem Thema wird eine gemeinsame Sitzung der Fachausschüsse „Schulausschuss“ und „Ausschuss für Bauen und Umwelt“ stattfinden.

Um für die Grundschule am Standort „Leineweberstieg“ Entwicklungsmöglichkeiten zu schaffen, ist es vorgesehen, dass die bisher von der Oberschule genutzten Räumlichkeiten der Grundschule zugeordnet werden.

Oberschule

Daher ist am Schulstandort der Oberschule im Bereich „Schanzenstraße / Langenbeckstraße“ der Bau von vier Unterrichtsräumen mit entsprechenden Nebenräumen geplant. Die Auftragsvergabe für dieses Vorhaben ist für Januar 2021 vorgesehen.

Sport

An der Sportanlage im „Blumenthal“ ist das Umkleide- und Sanitärgebäude erweitert und saniert worden.

Für die Sanierung der Sporthalle „Hermannstraße“ sind in den Haushaltsjahren 2023 und 2024 insgesamt 1 Mio. € eingeplant worden.
Für die Co-Finanzierung wurden Fördermittel aus dem Sportstättensanierungsprogramm des Landes beantragt.

Feuerwehr

In allen unseren Mitgliedsgemeinden haben wir jeweils eine gut aufgestellte Ortswehr, mit hochmotivierten Feuerwehrleuten.

Dieses ehrenamtliche Engagement verdient unsere absolute Wertschätzung, denn die Kameradinnen und Kameraden sind immer für uns da, wenn wir sie brauchen.

Für die Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft stehen in den nächsten Jahren Ersatzbeschaffungen von Einsatzfahrzeugen an.
Der Neubau des Gerätehauses der Ortswehr Horneburg befindet sich in der Umsetzung.

Nach derzeitigem Stand ist mit der Fertigstellung des Gebäudes im letzten Quartal 2021 zu rechnen.

Das bisherige Gebäude der Ortswehr Horneburg wird nach Umzug der Feuerwehr an den Schützenweg in den Besitz des Fleckens übergehen. Dadurch wird dem Flecken Horneburg ermöglicht, sich an dieser zentralen Stelle im Ort städtebaulich zu entwickeln.

Planung

Um die weitere bauliche Entwicklung von Wohnbau- und Gewerbeflächen in unseren Mitgliedsgemeinden zu ermöglichen wird in den Jahren 2021/2022 der Flächennutzungsplan überarbeitet.

Klimaschutz als Interkommunale Daueraufgabe im Alten Land und Horneburg:
Die wichtige Aufgabe Klimaschutz wurde durch gleichlautende Ratsbeschlüsse der Gemeinde Jork und der Samtgemeinden Lühe und Horneburg als Daueraufgabe verstetigt.

Am 03. November haben sich die drei Kommunen mit der Unterzeichnung der unbefristeten interkommunalen Kooperationsvereinbarung zum Klimaschutzmanagement bekannt und die Aufgabe Klimaschutz als Daueraufgabe fest verankert und sich damit zu einer nachhaltigen Klima-
politik bekannt.

Finanzen 2021 ff.

Der Samtgemeinderat hat in seiner Sitzung am 02. Dezember 2020 den Haushalt für das Jahr 2021 und das Investitionsprogramm bis zum Jahr 2024 beschlossen.

Der Politik konnte ein im Ergebnishaushalt und Finanzhaushalt ausgeglichener Haushalt vorgelegt werden. Das Haushaltsvolumen für das laufende Geschäft beträgt rd. 13 Mio €. Als Gesamtinvestitionssumme bis zum Jahr 2024 ist eine Summe von 16 Mio € veranschlagt worden. Zur Finanzierung der Investitionsmaßnahmen ist eine Netto-Neuverschulung von 3 Mio € eingeplant.

Alle Vorhaben sind eine wichtige Investition in die Zukunft und Attraktivität unserer Samtgemeinde. Es wird dadurch die vorhandene Infrastruktur bedarfsgerecht angepasst und die Lebensqualität unserer Bürgerinnen und Bürger gesichert.

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern ein schönes Restjahr, eine besinnliche Weihnachtszeit und ein erfolgreiches sowie erlebnisreiches Jahr 2021.

Bleiben Sie gesund und optimistisch!

Ihr Matthias Herwede
Samtgemeindebürgermeister

Ruhewald Notensdorf

Eröffnung des Ruhewald Nottensdorf

Am 30. Oktober 2020 wurde, corona-bedingt im kleinen Kreis, der Ruhewald in Nottensdorf eröffnet. Unser Dank gilt allen, die uns bei dem Aufbau des Ruhewaldes innerhalb knapp eines Jahres unterstützt haben. Ganz besonders der Trägerin des Friedhofs, der Samtgemeinde Horneburg. Nachfolgend ein Auszug aus der kurzen Eröffnungsansprache: „Die Arbeiten für den Aufbau unseres Ruhewaldes haben uns stets große Freude bereitet. Es war eigentlich keine Arbeit, sondern ein Geschenk. Der Ruhewald ist unser Herzensprojekt und das ist kein Marketing-Spruch, sondern die Wahrheit.

Ruhewald Nottensdorf
Foto: Rudolf Frhr. v. Ulmenstein

Dieser Platz hat uns stets Kraft gegeben.

2020 ist ein Jahr, das wir alle sicher nie vergessen werden: Das Corona-Jahr. Alles ist anders als geplant und für viele auch schlimmer, als erwartet.
Aber eines muss man sich stets vor Augen halten: Die großen und alten Bäume in diesem Wald, wie diese 180 Jahre alte Buche. Was haben die schon alles erlebt? Wenn man dies bedenkt, erscheinen die eigenen Probleme, der Stress und möglicherweise sogar im Trauerfall das eigene Leid kleiner und die Natur in ihrer Stetigkeit gibt einem Halt.

Und diesen Halt möchten wir allen Trauernden, Angehörigen und Interessierten auch bieten. Nicht nur durch den Ort des Ruhewaldes, sondern auch durch den Kontakt mit uns, die persönliche Betreuung und die Unterstützung.

Ich freue mich sehr, dass heute auch Frau Handelsmann und Herr Pawellek als Vertreter der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde bei uns sind. Der Ruhewald Nottensdorf ist nicht konfessionsgebunden und steht allen offen, aber uns ist es wichtig, dass er und wir den Segen Gottes für unser Herzensprojekt erhalten.

Am Ende dieser kleinen Eröffnungsfeier möchte mein Mann gemeinsam mit Herrn Herwede und Herrn Heins eine Ulme pflanzen. Diesen Baum als Erinnerung an diesen besonderen Tag haben wir gewählt, denn wir haben bei unseren zahlreichen Stunden hier im nördlichen Teil dieses Waldes eine heute sehr seltene Ulme entdeckt und das ist wahrlich etwas ganz Besonderes. So soll es davon noch eine geben.

Also, kurzum: „Aus tiefem Herzen Danke an Sie alle.“

Amélie v. Düring Ulmenstein

Methusalem
Ausgabe20

Die „Methusalems“ picknicken im Kinderwald

Das Corona- Jahr 2020 hat die aktiven „Methusalems“ so richtig ausgebremst. Was den Seniorenverein auszeichnet: gegenseitige Hilfeleistungen, Fahrgemeinschaften, Besuche und geselliges Beisammensein fiel den Virus- bedingten Einschränkungen zum Opfer. Das war gar nicht leicht! Nun steht die dunkle Jahreszeit vor der Tür. Mit ihr wächst die Gefahr einer neuen Infektionswelle – besonders bedrohlich für die Risikogruppe der Senioren. Da wollten die „Methusalems“ verständlicher Weise noch einmal so richtig durchatmen und dem neuen Trend „Waldbaden“ nachspüren.

Eine Exkursion zum Horneburger Kinderwald wurde favorisiert. „Oh ja, tolle Idee. Dann sehen wir gleich mal nach der Bank, die wir letztes Jahr zum 40jährigen „terre des hommes“-Jubiläum gestiftet haben“, freute sich das unternehmungslustige Grüppchen, das sich für ein Picknick im Kinderwald angemeldet hatte. Der Wettergott war freundlich gesonnen und spendierte noch einen sonnigen Tag, bevor das kühle, feuchte Herbstwetter einsetzte. Lustige Sprüche in den Glückskeksen hoben die Stimmung, und nach fröhlichem Schmausen mit Leckereien, Kaffee und Kuchen half etwas Wald-Yoga, Kreislauf und Gelenke geschmeidig zu halten und die Abwehrkräfte zu stärken. Ja, und die Bank war natürlich auch noch da und lädt bereitwillig im Sonnenschein Spaziergänger, Jogger und die unermüdlichen „terre des hommes – Waldbuben“ zum Ausruhen ein. Da konnten wir „Methusalems“ uns beruhigt auf den Heimweg machen meint:
Astrid Rehberg

Schützenverein Horneburg

Was für ein Jahr!

Der Dollerner Königsball im Februar und unsere Generalversammlung Anfang März waren unsere Veranstaltungen 2020. Kein Anschießen, keine Sommerrunde, keine Schützenfeste, keine Bälle, kein Schluss-Schießen. Und auch, wenn wir seit Mitte Juli wieder unserem Sport nachgehen dürfen und vor kurzem die Winterrunde unter strengen Auflagen gestartet und mittlerweile wieder abgebrochen ist, so vermissen wir die Geselligkeit. Trotzdem stand das Leben im Schützenverein nicht still. Das Jahr 2020 hat sich für die Mitglieder des Schützenverein Horneburg sogar als sehr arbeitsreiches Jahr herausgestellt.

Renovierung Schießhalle

Eine neue Heizung wurde in unserer Schießhalle eingebaut und die sanitären Anlagen wurden renoviert. Beides unter Einhaltung der Corona-Regeln, natürlich.

Auf diesem Wege möchten wir uns als Verein bei der Firma Fliesen Partner Blank und Lindner GmbH sowie bei der Firma Vohwinkel Sanitär und Heizungsbau GmbH für den fairen Umgang und die gute Zusammenarbeit bedanken.

Parkplatz angelegt

Nach dieser ersten Renovierung haben wir uns auf das Projekt „Parkplatz rechts neben der Schießhalle“ gestürzt. Auch dies alles unter den bestehenden Corona-Regeln. Es entpuppte sich als anstrengender als gedacht und zog sich eine ganze Weile hin. Wir haben mit Hilfe der Vereinsmitglieder und technischen Gerätschaften den Boden ausgehoben, eine Stützwand gemauert und einen neuen Unterbau aufgebaut. Dann ging es an die Herstellung der Pflasterfläche sowie die Pflasterung selbst. Hierbei erhielten wir riesengroße Unterstützung durch den jungen Selbständigen und angehenden Garten- und Landschaftsbaumeister Julian Schuster. Er hat uns mit den Gerätschaften seiner Firma „Garten- und Landschaftsbau Julian Schuster“ und seinem fachlichen Wissen nicht nur unglaublich viel unterstützt und geholfen, er hat diese auch noch ehrenamtlich getan. Hierfür können wir Julian gar nicht genug danken. Vielen Dank Julian!

Planung Schützenfest 2021

Mittlerweile stecken wir auch schon wieder in der Schützenfest Planung 2021. Enorm gestiegene Kosten für das Zelt und kleinere, konzeptionelle Änderungen müssen besprochen, geplant und entschieden werden. Dies hat zur Folge, dass wir nach drei sehr guten Jahren mit unserem Festwirt, nun neue Wege gehen. Wie es so ist, bringen neue Partner auch Veränderungen mit. Vor drei Jahren haben wir für unseren Festwirt den Termin unseres Schützenfestes um eine Woche vorverlegt, jetzt schieben wir unser Schützenfest wieder auf unseren alten Termin. So es das Infektionsschutzgesetz und die Nds. Corona-Pandemie Verordnungen zulassen, wird unser Schützenfest vom 09.07. bis 11.07.2021 stattfinden. Save the Date – alle Gäste sind herzlich willkommen.
Hoffen wir mal, dass unsere Schausteller, Musiker und alle anderen Partner durchhalten und wir im nächsten Sommer, bei bestem Wetter, unser Schützenfest feiern und neue Würdenträger proklamieren können. Nicht das sich unser König noch daran gewöhnt, immer mit König angesprochen zu werden…
An dieser Stelle noch einige Worte, die nicht direkt oder nicht nur den Schützenverein betreffen. Kaufen Sie Lokal. Besuchen Sie die lokalen Geschäfte und Lokale. Die Geschäftsleute haben durch Ihre Spenden einen großen Anteil am Erfolg unseres Schützenfestes. Und so wie wir als Schützenverein und natürlich alle anderen Vereine und ehrenamtlichen Organisationen von erfolgreichen Geschäften in unserem Ort profitieren, so profitieren wir Einwohner auch von unseren Geschäften und Vereinen. Sorgen Sie dafür, dass unser Ort lebt und lebenswert bleibt. Beteiligen Sie sich. Und wenn Ihnen etwas nicht gefällt, machen Sie mit und machen es besser. Und wenn wir im nächsten Jahr wieder im Umzug durch den Ort laufen und die Straße kurz blockieren, genießen Sie die Musik, ärgern Sie sich nicht über uns – Schützenfest ist nur einmal im Jahr!

Und da es ja gar nicht viel mehr zu berichten gibt, wünsche ich jetzt nur noch schöne Weihnachten und einen guten Rutsch – bleiben Sie Gesund!
Carsten Dittmer und
Jan Oellrich

Methusalem
Ausgabe20

Workshop der Methusalems

Das Corona-Virus hat die Aktivitäten des Vereins „Methusalem“ eingeschränkt. Da bot es sich an, die ruhigere Zeit zu einer Bestandsaufnahme zu nutzen. Ein Workshop sollte neue Impulse für die Zukunft des Vereins geben, denn die Gründungsmitglieder sind in der 15-jährigen Vereinsgeschichte mittlerweile auch in die Jahre gekommen. Frischer Wind und jüngere Nachwuchskräfte sind nötig, um die Kernkompetenzen des Vereins zu erhalten und ihn zukunftsfähig zu machen.

Workshop der Methusalems
Plenum von 9 Personen: Ulla Lehmkau, Hella Beck, Dr. Ralph Werner-Dralle, Sarah von Bargen, Daniela Subei, Dorothee Kröger, Astrid Rehberg, Gabriele Ehlers.

Einen Samstag-Nachmittag plante der „Methusalem“-Vorstand für das Vorhaben ein und lud – um den Blick von außen zu gewährleisten – Gäste ein: Daniela Subei als Leiterin des MGH-Horneburg und Dorothee Kröger als Kirchenvorstands und “Methusalem“-Mitglied vertraten die umworbene Zielgruppe der Generation 50+. Mit der Seniorenbeauftragten Sarah von Bargen war sogar die Enkel-Generation vertreten! Für die Moderation des Workshops gewannen die „Methusalems“ Dr. Ralph Werner-Dralle, der zum Auftakt der Veranstaltung den „Methusalems“ den Spiegel vorhielt, indem er schnörkellos die Außenwirkung des Vereins darstellte. Hochmotiviert und mit vielen Ideen und Anregungen für eine zeitgemäße Ausrichtung des Vereins waren die Beteiligten bei der Sache. Fazit des Nachmittags: Eine fruchtbare Veranstaltung, die intelligente Ideen für eine bessere vereinsinterne Kommunikation erbrachte und Anregungen für eine effektivere Vernetzung mit anderen Vereinen und Institutionen ergab. Die Teilnehmenden kamen überein, sich Anfang 2021 in gleicher Zusammensetzung zu treffen, um an dem Umgestaltungsprozess weiterzuarbeiten. Der „Methusalem“-Vorstand dankt Dr. Werner-Dralle für seine hervorragende Moderation und dem Team des Horneburger Mehrgenerationenhauses für die leckere Pausen-Bewirtung.
Astrid Rehberg

Bürgerverein-Dollern

Der Bürgerverein Dollern und das Virus

Wir hatten einen vollen Terminkalender für das Jahr 2020:

Besichtigung der Straßenmeisterei in Bliedersdorf, Fahrradtour, Besuch „Garten der Steine“ in Harsefeld, Führung „Feener Moor“, Lesung im November etc.

Durchgeführt wurden der gemeinsame Neujahrsempfang mit dem Bürgermeister am 4. Januar, die Grünkohlwanderung und die Mitgliederversammlung.

Alle Angebote, die nach dem 13. März durchgeführt werden sollten, konnten oder wollten wir nicht durchführen, um dem Coronavirus keine Chance zu geben! Aber viele dieser Angebote sind in das nächste Jahr verschoben. In Absprache mit den Ansprechpartnern beim Landkreis Stade oder den einzelnen Kommunen haben wir die Termine in das nächste Jahr geschoben.

D. h die Vereinsmitglieder und Freunde des Bürgervereins können sich jetzt schon auf ein interessantes Programm im Jahr 2021 freuen. Wir werden die gültigen Coronaregeln im Blick behalten und dann kurzfristig entscheiden.
Wir wünschen eine besinnliche Adventszeit, ein gesundes und fröhliches Weihnachtfest 2020, einen guten Start in das nächste Jahr und vor allem Gesundheit!

Im Namen aller Vorstandsmitglieder des Bügervereins Dollern,
Bianka Lange

AWo Kindergärten Horneburg

Abschluss der AWO Themenwoche

am 25.09.2020 im Horneburger Rathaus

Nachdem sich die Kinder und die Einrichtungsleitungen der verschiedenen fünf AWO Kindertagesstätten auf dem Rathausparkplatz getroffen hatten, gingen sie nacheinander mit Abstand in den Ratssaal. Auf der Treppe zeigten Sie schon einmal, welche Kinderrechts- Plakate sie gestaltet hatten.
Im Ratssaal nahmen alle ihren gekennzeichneten Platz bei weit geöffneten Fenstern ein.
Samtgemeindebürgermeister Matthias Herwede begrüßte alle Kinder und weiteren Anwesenden. Er rief die einzelnen Kitas auf und die Kinder und Kitaleitungen standen auf, um zu zeigen aus welcher Kita sie kommen.

AWO Themenwoche
Kinder mit den Betreuerinnen aus den Kindergärten präsentieren vor dem Rathaus ihre Plakate.

Dann wurde das Sternensinger-Lied von Reinhard Horn „Ein Kinderleben lang“ mit Hilfe des Beamers als Video an die Wand projiziert. Einige Kinder waren sehr textsicher und „sprachen“ den Text mit.

Anschließend erzählte Matthias Herwede den Kindern, dass er am letzten Sonntag viel länger gebraucht hat, um Brötchen zu holen, da er sich auf dem Weg die Plakate der Kinder an den Straßenlaternen angeschaut und durchgelesen hat.

Er berichtete auch, dass die AWO Kitas jährlich mit den Kindern Aktionen planen, um auf die Kinderrechte aufmerksam zu machen. In diesem Jahr haben über 230 Kinder sich schwerpunktmäßig mit den Kinderrechten „Recht auf Teilnahme- Alle dürfen mitmachen“, Recht auf Klimaschutz- „Nachhaltigkeit“ und Recht auf gesundes Leben- „Essen / Bewegung“ auseinandergesetzt. Die Kinder haben insgesamt 100 Plakate gestaltet. Diese wurden dann zusammen mit Eltern an den Straßenlaternen im Flecken Horneburg aufgehängt.

Anschließend sprach Knud Hendricks, AWO Bezirksverband Hannover, ebenfalls Grußworte.

Danach waren die Kinder an der Reihe und stellten kitaweise ihre mitgebrachten Kinderrechtsplakate vor. Sie berichten, dass es wichtig ist, dass die Insekten Blumenwiesen zur Verfügung haben, um ausreichend Nektar zu sammeln. Sie möchten, dass alle Kinder friedlich aufwachsen können, ohne Krieg. Sie möchten die Möglichkeit haben einen Beruf zu lernen, um Geld verdienen zu können. Sie haben das Recht zu spielen und kreativ zu sein mit Alltagsmaterialien. Sie haben das Recht lesen und schreiben zu lernen.

Alle Kinder bekamen ein Buch geschenkt, welches die Arbeit eines Bürgermeisters und im Rathaus erklärt und zur Stärkung einen Apfel.
Zum Abschluss stellten sich die Kinder auf die Straße und präsentierten nochmals ihre Plakate und blockierten so wenigstens für ein paar Minuten doch eine Straße. So wie es eigentlich mit dem Sternenmarsch geplant war.

Bäuerliches Hauswesen Bliedersdorf

Die Entscheidung ist gefallen

Das Bäuerliche Hauswesen belegt beim „Deutschen Engagementpreis den 56. Platz

Am 27. Oktober endete die Abstimmung um den Publikumspreis des Deutschen Engagement Preises 2020. „Wir freuen uns, dass Sie dabei waren und bedanken uns ganz herzlich für Ihre Teilnahme!“, so Chrsitina Heine, Leiterin des Deutschen Engagementpreis.
Für die rund 380 Nominierten im Rennen um den Publikumspreis sind insgesamt 112.953 Stimmen eingegangen. Nach der finalen Auswertung stand das Endergebnis fest: Mit 458 Stimmen belegte das bäuerliche Hauswesen den 56. Platz der Abstimmung. „Leider hat es nicht für einen der ersten 50 Plätze gereicht. Wir hoffen aber, dass Ihnen die Teilnahme an der Abstimmung Freude bereitet hat und Sie verstärkte öffentliche Aufmerksamkeit für Ihr Thema gewinnen konnten“, so Christina Heine. Rainer Kröger kann auf dieses Ergebnis stolz sein: „Wir haben gekämpft, gehofft und doch verloren! Wirklich? Hipp Hurra, wir haben gewonnen, wir haben in 20 Jahren das „Bäuerliche Hauswesen“ auf die Beine gestellt!
Wir bedanken uns bei Euch, den Unterstützern, die uns ihre Stimme gegeben haben.“

Flecken Horneburg

Mein Flecken Horneburg – 2020/2021

Liebe Horneburger/innen,

was für ein Jahr!

Weihnachten steht quasi schon wieder vor der Tür, aber die typische Vorweihnachtsfreude will sich nicht wirklich einstellen.

Mein Flecken Horneburg und immer noch Coronazeit

Eine von den meisten Menschen noch nie erlebte Pandemie hat das gesellschaftliche Leben, unser gewohntes Miteinander, fast völlig zum Erliegen gebracht. Bereits im Juni habe ich mich zu der Thematik Corona geäußert. Leider ist dieser Artikel auch heute noch aktuell. Alle diese unsere Freiheit beschränkenden Maßnahmen sind nach wie vor existent und heute aktueller als noch vor einigen Monaten. Zurückhaltung, massive Kontaktbeschränkungen sind von uns gefordert. Das ist nicht immer ganz leicht – aber es muss sein. Üben wir uns also weiterhin in enthaltsamer Gelassenheit, damit wir hoffentlich in den meisten Monaten des kommenden Jahres wieder unsere gewohntes Miteinander zelebrieren und ausleben können.

Bürgermeister Hans-Jürgen Detje
Bürgermeister Hans-Jürgen Detje

Mein Flecken Horneburg und die städtebauliche Sanierung

ist nach wie vor ein positiver und dynamischer Baustein unserer kommunalen Entwicklung – auch wenn unsere Ungeduld dabei immer wieder auf die Probe gestellt wird – wie bei: Erstellen eines Nutzungskonzeptes für unsere Burginsel. Ein langfristiger Pachtvertrag ist unter Dach und Fach. Die Archäologen waren, coronabedingt verzögert, fleißig. Allein die spannende Auswertung fehlt bis dato noch. Hat Isern Hinnerk vielleicht doch was vergessen?
Sanierung Auedamm – auch hier ist unser geplantes Zeitfenster (Bauzeit zwischen Herbstmärkten 20 und 21) nicht zu halten. Frühester Baubeginn evtl. Februar 21, sofern es wieder einen milden Winter geben sollte.
Lange Straße: Während die Wohnprojekte oberhalb der Langen Straße fast bezugsfertig sind, sind die Häuser ehemals Bartikowsky abgerissen. Auch hier wird attraktiver Wohnraum geschaffen. Eine Erschließung zu Wohnbauzwecken des hinteren Bereiches ist in Planung. Wohnen im Horneburger Ortskern – immer wieder attraktiv.

Mein Flecken Horneburg wächst im Blumenthal

Neu-Horneburg wächst und wächst und endlich konnte auch der Wirtschaftsweg entlang der Reitanlage saniert werden.

Mein Flecken Horneburg und „Bunte Aussichten“

Als Veranstaltungsmanagerin hatte Vanessa es in diesem Jahr schwer und trotzdem hat sie mit guten Ideen einige Musikveranstaltungen unter diesen schwierigen Gegebenheiten organisieren und durchführen können. Herzlichen Dank dafür.

Mein Flecken Horneburg und die harte Nuss

Damit meine ich nach wie vor die Finanzierung unserer Gemeindestraßen. Die Strabs ist vom Horneburger Tisch. Der Bürgerentscheid dazu war eindeutig. Leider ist die Finanzierungsfrage mit dem Bürgerentscheid nicht gelöst worden. Bei den bevorstehenden Haushaltsberatungen wird auch das ein Thema sein. Gerne nehme ich dazu noch die Vorschläge der Initiatoren des Bürgerentscheides entgegen.

Mein Flecken Horneburg und der Pferdemarkt …

… musste in diesem Jahr ausfallen. Enttäuschend für uns alle, aber ganz bitter für alle Schausteller und Marktbeschicker. Überall in diesem Berufszweig fast null Einnahmen im laufenden Jahr. Aus diesem Grunde haben wir eine kleine Spendenaktion für unser Marktgewerbe gestartet. Durch unseren Buttonverkauf und einigen großzügigen Spenden von Horneburger Firmen haben wir einen Betrag von ca. 4.000,– € verbuchen können. Dank dieser Spenden und einer finanziellen Zugabe des Flecken werden zum Pferdemarkt 2021 keine Standgelder erhoben. Ich bedanke mich bei allen Spendern/Spenderinnen ganz herzlich und freue mich auf unseren Pferdemarkt 2021. Ich freue mich auf die vielen Gäste in Horneburg, ich freue mich auf die tolle und einmalige Pferdemarktatmosphäre.

Mein Flecken Horneburg und das vor uns liegende Jahr 2021 …

… wird spannend. Wann können wir wieder mit einer gewissen Normalität unser gesellschaftliches Leben ausleben? Können wir unser geplantes Fest mit unseren Freunden aus der österreichischen Partnergemeinde Neumarkt im Juni feiern?
Umbau, Sanierung Auedamm mit Erneuerung Regenwasserkanal und Schmutzwasser. Eine echte Herausforderung für alle Planer und bauausführenden Firmen. Eine echte Herausforderung für uns alle. Hauptverkehrsachse, aber da müssen wir durch. Die Erreichbarkeiten/Zufahrten für alle Wohn- und Geschäftsbereiche werden auch während der Bauphase gegeben sein.

Mein Flecken Horneburg und der Bürgermeister …

… wird zur Kommunalwahl im September 2021 nicht mehr antreten.
Alles hat ein Ende. Meine aktive Kommunalpolitik endet am 31.10.2021. Nach drei Jahrzehnten in den politischen Gremien des Flecken Horneburg, der Samtgemeinde Horneburg und 15 Jahre im Stader Kreistag soll es nun genug sein. Die Politik hat mir (fast) immer Spaß gemacht, aber bekanntlich ist das Leben endlich und ich möchte noch einige Jahre ohne terminliche Fremdbestimmung erleben. Auf diese Zeit freue ich mich.

Liebe Horneburger/Innen!

Gerade in dieser schwierigen Zeit müssen wir auf liebgewordene Gewohnheiten und Abläufe der Vorweihnachtszeit verzichten. Lassen Sie uns durch diesen Verzicht aber nicht die Freude auf das Weihnachtsfest nehmen. Vielleicht ja auch eine Chance. Begehen wir dieses Weihnachtsfest mal ganz gelassen und entspannt, frei von üblichen Verpflichtungen, vielleicht sogar mal ohne den typischen Weihnachtsstress.
Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien in dieser schwierigen Zeit ein besinnliches und gesegnetes Weihnachtsfest und alles Gute für das neue Jahr 2021. Bleiben Sie gesund.

Hans-Jürgen Detje
Bürgermeister

Flecken Horneburg

Horneburg am Heiligabend

Der Abend hat den Tag längst eingeholt. Zum Abendessen ist es noch zu früh, also warme Kleidung an und ab in die Dunkelheit. Grauer Himmel, nasskalt, ein wenig Raureif, von Schnee keine Spur.
Stille empfängt mich, in der Ferne Kirchenglocken, ab und zu ein Auto. Nur wenige Passanten treffe ich, mal mit Kartons unter dem Arm, mal ragen aus den Tragetüten lang verpackte Geschenke heraus. Die meisten Leute haben es eilig.

Liebfrauenkirche
Liebfrauenkirche Horneburg. Foto: Frank Irmer

Mein Schritt geht durch eine Siedlung. In fast jedem Garten eine Tanne mit elektrischen Kerzen, manchmal aber auch viele kleine Lichter, schier unmöglich sie alle zu zählen. Aber – keine Regel ohne Ausnahme: in den Blumenkästen rechts und links vor einer Haustür beleuchtete Weihnachtsmänner.
Jetzt habe ich den Deich erreicht. Das Gras glatt vom Raureif, der kleine Fluss düster und still. Nur ein paar Enten streiten sich – mark – mark – mark höre ich, sehen kann ich sie nicht. Als ich die Straße überquere, biegen eine Reihe Autos in flotter Fahrt in Richtung Feuerwehr ab.
Ja? Ja, tatsächlich. Alarmlicht im gesamten Gerätehaus, die Remisentore springen auf, routinemäßiges Hantieren, Wortfetzen der Feuerwehrleute, die schweren Dieselmotoren wummern los, und schon rollen die roten Einsatzfahrzeuge heraus und verschwinden mit zuckenden Blaulichtern in der Dunkelheit.
„Tatü tata“ höre ich es ein paar Mal, dann ist es wieder still. Was mag passiert sein? Feuer oder Unfall, Hilfeleistung ??? Hoffentlich ist es nicht gar so schlimm!
Mein Gang geht durch die hell erleuchtete Geschäftsstraße. Die Fenster voller Auslagen, als wäre überhaupt nichts verkauft worden. Ja, unsere Konsumgesellschaft.
Eine Gruppe Passanten (Migranten?) drückt sich an einem Schaufenster die Nasen platt. Was mögen sie denken? Ich höre sie miteinander reden, ihre Sprache verstehe ich nicht.
Kurz vor dem Marktplatz höre ich Schritte hinter mir. Ehe ich mich umdrehen kann überholt er mich, der Weihnachtsmann, und geht mit langen Schritten über den Platz in Richtung Neubaugebiet. Gleich werden Kinderaugen leuchten. Ein wenig weiter das Haus einer Ausländerfamilie. Durch die Scheiben erkenne ich einen Tannenbaum, bunt geschmückt und höre fröhliches Kindergeschrei. Die Familie lebt seit Jahren hier im Ort und feiert Weihnachten wie wir, das sind doch längst keine Ausländer mehr. Oder?
In der Nähe des Freibades stoppt ein Wagen. Heraus klettert ein Weihnachtsmann. Ein junger Vater wartet bereits an der Gartenpforte mit den Worten „na, noch viel auf dem Zettel?“
„Ja“, sagt der Herr im roten Mantel, ,,noch drei Stellen“. Der Stress ist hörbar.
Da es zu nieseln beginnt, gehe ich eine Abkürzung um nach Hause zu kommen. Da kommt er mir entgegen, Weihnachtsmann Nr. 3. Er hebt die Hand zum Gruß und ruft „Frohe Weihnachten“. Ich grüße zurück und sage ebenfalls Frohe Weihnachten!
Ernst-Erich Meyer

Die Tafeln
Ausgabe20, Die Tafel

Die Horneburger Tafel gibt es seit 2017

Unsere Gemeinde wollte gern allen berechtigten Menschen im Flecken die Möglichkeit geben, sich vor Ort mit Tafelgütern zu versorgen, und unterstützt uns dabei großzügig und mit viel Engagement. Schnell fand Louisa Hielscher, die das Freiwilligenzentrum im Mehrgenerationenhaus leitet, ca. 30 Freiwillige, die gern mitarbeiten wollten und das eigenständige Tafelteam bilden. Träger der Tafel ist die Buxtehuder Petri Gemeinde. Denn eine Tafel besteht nicht nur aus einer Ausgabestelle; erst einmal müssen die Waren mit dem Kühlwagen von Fahrerteams von den Geschäften im Kreis abgeholt und vorsortiert, dann kühl gelagert werden. Das erfordert neben jeder Menge Muskelkraft auch eine ausgeklügelte Logistik und viel Kommunikation mit den Geschäften, vom Tante Emma Laden bis zum Discounter. Auch spontane Spenden, wie z. B. vom Kartoffelbauern oder die Gaben vom Erntedankgottesdienst wollen zeitnah abgeholt sein. Hauptorganisator ist Timm von Borstel, der bei der Diakonie Stade/Buxtehude hauptamtlich hierfür angestellt ist. In den Lebensmittellagern in Stade und Buxtehude sind drei Vollzeitkräfte beschäftigt. Der übrige Teil wird von Ehrenamtlichen gestemmt, eine große Leistung!

Wir verteilen Lebensmittel, die auch über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus verzehrt werden können. Man wundert sich, wie lange das ist, informieren Sie sich dazu gern unter „Tafel Deutschland“ im Internet. Außerdem bekommen wir natürlich immer saisonale Spenden in der Kartoffel- oder Apfelernte, manchmal auch einen Nachlass aus Konservendosen u. Ä. Viele unserer Waren entsprechen auch nicht dem gängigen „Schönheitsideal“, wie z. B. krumme Gurken, kleine Früchte.
Damit werden diese qualitativ einwandfreien Lebensmittel auch vor dem Müll gerettet und damit ein wertvoller Beitrag zur Ressourcenschonung geleistet.

Unsere Kunden kommen mit einem Einkauf bei uns in der Regel 2 – 3 Tage über die Runden und können so einiges an Geld sparen. Der Kostenbeitrag liegt zwischen 1 € für eine Person bis 3 € pro Familie, zurzeit ist der Einkauf sogar umsonst.

Unsere Tafel in Horneburg ist ein lustiger Haufen. Wir haben viel Spaß zusammen und da wir eine kleine Ausgabestelle sind, kennen wir auch unsere Kunden. Bei uns wird jede/r begrüßt, oft kennt man schon bestimmte Vorlieben, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, oder gratuliert zur Geburt eines Kindes, das stolz vorgezeigt wird. Ein kleiner Schnack muss sein! Wir arbeiten mit viel Freude Hand in Hand.

Jedenfalls war das so, bis auch uns Corona erwischt hat. Unsere Ausgabestelle war einige Wochen geschlossen und wir dürfen jetzt nur noch in sehr abgespeckter Form arbeiten. Das bedeutet, dass der größte Teil des Teams zu Hause bleiben muss, darüber sind wir sehr traurig. Untereinander sollen wir keinen Kontakt haben und dürfen nur noch 2-mal im Monat fertig gepackte Tüten ausgeben.

In der Hauptstelle in Buxtehude bedeutet die Aufteilung von absolut getrennt arbeitenden Teams eine große Herausforderung. Kein Aushelfen untereinander, schon lange kein Kaffeetrinken bei der Arbeit. Aber trotzdem machen alle weiter, toll!

Wir bemühen uns, trotzdem zuversichtlich zu bleiben und das Beste aus der Situation zu machen. Bei aller Angst, Unsicherheit, bei allen Einschränkungen und Beschneidungen- wir wollen uns die Freude an der sinnvollen Arbeit, die Freude am Zusammentreffen mit unseren Kunden, die (kurze) gemeinsame Zeit nicht nehmen lassen, denn Tafel ist mehr als Joghurt und Bananen.

Ich wünschte, dass ich genau schreiben könnte, wie es bei uns weiter geht. Bis Weihnachten haben wir jeweils in der ungeraden Kalenderwoche am Donnerstag um 14 Uhr unsere Ausgabe. Wenn Sie berechtigt sind, kommen Sie doch gern vorbei und kaufen Sie ein! Alle Menschen, die ALG II („Hartz 4“) bekommen, Grundeinkommen, Wohngeld oder Kinderzuschlag berechtigt sind, sind willkommen bei uns einzukaufen. Ansonsten fragen Sie einfach – irgendwas geht immer!

Es ist auch denkbar, wenn Sie nicht mehr selber kommen können, im Mehrgenerationenhaus nach einer Einkaufshilfe zu fragen. Wussten Sie das?! Telefon 868492! Ein weiteres tolles Projekt, Gemeinde hält zusammen! Vielleicht mögen Sie sich auch die ersten Male mit jemandem verabreden. Ich weiß, dass die Hemmschwelle sehr hoch ist. Aber vor allem wissen wir, dass Sie sich diese Situation, in der Sie stecken, nicht selber ausgesucht haben!!

Bis Weihnachten öffnen wir an folgenden Terminen: 3. und 17. Dezember, um 14:00 Uhr. Leider sind wir selber zu diesem Zeitpunkt unsicher, wie es weiter geht.

Unsere Öffnungszeiten finden Sie im Aushang an der Ausgabestelle, im Mehrgenerationenhaus und im Rathaus, im Internet unter „Samtgemeinde Horneburg“ und dann Suchbegriff „Tafel“ eingeben, und auch auf der Seite „Tafel Buxtehude“. Wir hoffen sehr, dass wir nicht Corona-bedingt wieder schließen müssen!

Herzliche Grüße von allen Mitarbeitern der Horneburger Tafel

SPD

SPD Horneburg: Zukunft gestalten, Demokratie stärken

Die SPD Horneburg rüstet sich für die Kommunalwahlen am 12. September 2021. Nachdem der Vorstand kürzlich neu gewählt wurde, geht es nun mit Schwung Richtung Wahlen.

Um die Interessen der Bürgerinnen und Bürger in der Samtgemeinde Horneburg bestmöglich zu vertreten, steht aktuell die Erarbeitung der relevanten Themen im Mittelpunkt. Daraus wird dann das Wahlprogramm erstellt. Für diesen Prozess laden wir interessierte Horneburgerinnen und Horneburger herzlich ein. „Mir ist es wichtig, unsere Gemeinde weiterzuentwickeln, sie zukunftsfest zu machen und Partizipation – gerade auch der Neuzugezogenen – zu ermöglichen,“ sagt Sven Munke, SPD Fraktionsvorsitzender im Samtgemeinderat. „Wir sind davon überzeugt, dass die Mitarbeit engagierter Menschen in der Kommunalpolitik bürgernahe und menschengerechte Lösungen mit sich bringt. Deshalb wollen wir als SPD Plattform für kommunales Engagement sein.“

Sven Munke
Sven Munke, SPD Ratsherr in der Samtgemeinde.

Ein Schwerpunkt im Programm der SPD wird der Bildungsbereich bleiben. Ziel ist es, die bisher gute Versorgung mit Krippen- und Kita-Plätzen weiter auszubauen und den Bevölkerungszuwachs der Gemeinden zu berücksichtigen. Der Bau der Grundschule Bliedersdorf/Nottensdorf und die Neugestaltung der Grundschule in Horneburg sind auf dem Weg. „Im Sinne der Familien muss der Ganztagsbetrieb – hier vor allem ein nahtloser Übergang vom Kindergarten zur Grundschule und später Oberschule – ausgeweitet werden,“ so Sven Munke.

Die Überarbeitung des Flächennutzungsplans der Samtgemeinde steht demnächst an. Mögliche neue Wohn- und Industriegebiete, aber auch Erholungsgebiete sollen ausgewiesen werden. Ziel muss es aus Sicht der SPD sein, behutsam mit dem Verbrauch der Flächen umzugehen. Eine innerörtliche Wohnraumverdichtung ist dem Ausweisen von neuen Gebieten am Ortsrand jedenfalls vorzuziehen. Bei der Erstellung der neuen Bebauungspläne, wird sich die SPD dafür einsetzen, dass auch Wohnraum geschaffen wird, der leistbar für viele ist. Zudem müssen die Konsequenzen, die neue Baugebiete für die Infrastruktur (z.B. Kinderbetreuung und Bildungseinrichtungen) haben, wohl überlegt sein.

„Welche Auswirkungen Maßnahmen auf die Umwelt und unsere Gesellschaft haben, wollen wir als SPD verstärkt diskutieren und berücksichtigen,“ blickt Munke in die Zukunft.

Wer Lust und Interesse daran hat, seine Nachbarschaft, sein eigenes Umfeld und die Gemeinde mitzugestalten und eigene Ideen einzubringen, ist dazu herzlich eingeladen.

Kontaktiere/kontaktieren Sie gerne Sven Munke (Tel. 04163 91659; mail: sven.munke@ewe.net) oder den SPD Ortsvereinsvorsitzenden Udo Groening (Tel. 04163 808166; mail: udo.groening@kabelmail.de ).

terre-de-hommes

Notizen aus dem Kinderwald

Vorab:

In diesem Jahr fällt der Horneburger Weihnachtsmarkt Corona bedingt aus. Daher wird terre-des-hommes die beliebten Handstrickereien am 11. April 2021 auf der Ausstellung Handmade zum Verkauf anbieten.

Fledermaus
Fledermaus
Großer Bendsegler
Großer Bendsegler
Übung des DRK-Stade im Kinderwald

Skulptur Eule:

Der Leiter des Horneburger Bauhofs, Rainer Rambow, hat mit seinen Mitarbeitern die Vorarbeiten für eine neue Eulen-Skulptur im Kinderwald erledigt und einen ca. 2,50 m hohen Eichenstamm auf ein Betonfundament montiert.
Die Finanzierung der Eule ist durch den Horneburger Förderverein abgesichert.

Kindergeburtstage:

Eltern nutzen den Kinderwald immer wieder gerne für kleine Geburtstagsfeiern. Beliebt sind bei den Kindern die Wasserpumpe, das Tipi und das Balancieren über dem neuen Holzstamm-Parcours.
Fledermäuse: Mit elektronischen Messgeräten hat der NABU am 13. und 14. August die Fledermausrufe im Kinderwald detektiert. Die Auswertung ergab tausende Sozial- und Kampfrufe in der kleinen Fledermauskolonie. Seltene Fledermausarten, wie z. B. die Bechstein Fledermaus oder der Große Abendsegler, sind Stammgäste im Kinderwald.

Tollwut-Fledermaus:

Im Stader Tageblatt erschien am 30. Juli ein Bericht über eine tote „Horneburger Tollwut-Fledermaus“. Nach Rücksprache mit der Redaktion des Stader Tageblatt, dem Veterinäramt in Stade und mit der LAVES, dem Niedersächsi-schen Landesamt für Verbrauchschutz und Lebensmittelsicherheit, haben wir den Bericht recherchiert.
Zusammenfassend können wir feststellen, dass von den Fledermäusen keine gesundheitliche Gefährdung für die Besucher des Kinderwalds ausgeht.
Übrigens gilt auch für Fledermäuse die Grundregel: Tote oder mit auffälligem Verhalten aufgefundene Tiere dürfen nur mit Schutzhandschuhen berührt werden!

DRK-Übung:

In diesem Jahr nutzte ein Zug des DRK Stade den Rüstjer Forst und den Kinderwald für eine Übung. Das DRK bedanke sich für die Nutzung des wunderbaren Kinderwalds.

Jugendpflege Samtgemeinde Horneburg:

Mitte Oktober hatte die Jugendpflege im Rahmen des Ferienspaßes einen „Waldlauf“ mit Förster Heiko Brunkhorst im Programm. Die Betreuer Tim Magunia und Nathalie Saleh kamen mit acht Kindern; mit weiteren sechs Erwachsenen führte der Förster die Gruppe bei bestem Wetter durch den laubgefärbten Wald. Empfangen wurde die Gruppe mit dem Jagdsignal „Aufbruch zur Jagd“.
Die Kinder hörten auf dem Rundgang interessiert zu und stellten immer wieder Fragen, wenn der Förster anhand der Blätter, wie z. B. der Amerikanischen Roteiche, die verschiedenen Baumarten erklärte.
Die „Waldbuben“ Hans Schnelle und Rolf Gerdes hatten für die Kinder noch ein besonderes Erlebnis vorbereitet: Als die Kleinen im Halbkreis um einen Fledermauskasten versammelten waren, konnten sie einen kurzen Blick in die besetzte „Höhle“ werfen!
Von der erlebnisreichen Wanderung durch den Wald waren alle Teilnehmer begeistert und nach ca. drei Stunden verabschiedete sie der Förster mit dem Jagdsignal „Jagd vorbei“.

Corona-Zeiten:

In diesen schwierigen Zeiten belasten Homeoffice und geschlossene Schulen und Kindergärten die Familien besonders stark.
Daher ist der Horneburger Kinderwald derzeit ein beliebter Anlaufpunkt für Familien. Hier können Eltern und Kinder ohne Schutzmaske und ohne Handy die Stille und Weite des Waldes erleben und genießen.

Zum Schluss:

Die Horneburger „terre des hommes“ Gruppe bedankt sich bei allen Besuchern des Kinderwalds für ihr umweltfreundliches Verhalten und für die netten Einträge im Hüttenbuch.
Gez. Reinhild Marzahn / Rolf Gerdes

Verein zur Förderung des Horneburger Handballs

Handball ist ein Sport der durch seine Vielfalt begeistert

Eine Begeisterung, die wir vom Förderverein mit möglichst vielen Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Sportlern teilen möchten. Durch eine qualifizierte Jugendarbeit soll auch eine langfristige Motivation zum Handballspielen geschaffen werden. Wir wollen das ehrenamtliche Engagement von zahlreichen Trainern und Eltern unterstützen.
Unser Ziel ist es die engagierte Arbeit der Handballsparte im VfL Horneburg zu unterstützen u. a. durch:

  • Trainerausbildung/-fortbildung
  • Unterstützung von besonderen Aktivitäten (Projekte, Feste, etc.) für den Jugend- und Seniorenbereich
  • Optimierung der Trainingsmöglichkeiten (z. B. Anschaffung von Trainingsmaterialien)

Vor dem Hintergrund immer größer werdender finanzieller und organisatorischer Aufgaben rund um die Betreuung zahlreicher Jugend- und Seniorenmannschaften können wir als Förderverein nur mit Ihnen als Mitglied die Handballabteilung des VfL Horneburg in seiner Arbeit unterstützen.

Mit Ihrer Hilfe können wir gemeinsam eine erfolgreiche Zukunft im Handballsport sichern – werden Sie Mitglied oder unterstützen Sie durch eine Spende!

Kontakt: handballfoerderer@gmx.de

Kirchengemeinde Horneburg

Weihnachtswandel

„Wie macht ihr das eigentlich zu Weihnachten?“ Diese Frage höre ich oft und meine Antwort lautet: „Es wird alles ganz anders als in den letzten Jahren!“
Wir Pastoren und Kirchenvorsteher sind schon seit Wochen dabei, uns Gedanken über Weihnachten zu machen. Es ist kein leichter Entscheidungsprozess.
In den letzten Jahren gab es in Horneburg am Heiligen Abend vier Gottesdienste. Auf diese Gottesdienste verteilt, feierten ca. 2.000 Menschen das Weihnachtsfest in der Kirche. Das wäre dieses Jahr überhaupt nicht möglich. Hinzu kommt, dass unsere Kirche renoviert wird und nicht als Raum genutzt werden kann.
Wir überlegen also, wie wir für möglichst viele ein stimmungsvolles Weihnachten gestalten können und das möglichst sicher mit Abstand und all den anderen Regeln, die wir einhalten müssen. Ob wir für diese vielen Menschen einen Freiluft-Gottesdienst anbieten können, steht noch in den Sternen.
Im Moment arbeiten wir aber in der Region an einem Projekt, das wir „Weihnachtswandel“ nennen. In den Orten der Region wird es vermutlich jeweils eine Art Weihnachtspilgerweg geben. Jede Gemeinde bereitet diesen Weg individuell vor und am Ende drucken wir die verschiedenen Stationen in einem gemeinsam herausgegebenen Heft ab. Ob und in welcher Art diese Idee weiterverfolgt wird, werden die nächsten Wochen mit den eventuell weiter steigenden Infektionszahlen zeigen. (Dieser Artikel wurde im Oktober geschrieben.)
Zusammenfassend kann ich also sagen, dass die Denkmaschinen angeschmissen sind und wir mit viel Liebe und Mühe an Alternativen für Weihnachten arbeiten. Die Zeit wird zeigen, was wir am Heiligen Abend dann tatsächlich anbieten können. Weihnachten ist ein Fest der Liebe und des Glaubens und beides findet in den Herzen der Menschen statt. Hoffen wir, dass wir zum Heiligen Feste unsere Herzen gemeinsam zum Lobe Gottes erheben und gemeinsam diesen Tag feiern dürfen!

Adventsaktionen

Jeden Mittwoch im Advent werden Weihnachtslieder vom Kirchplatz in Horneburg zu hören sein. Gerne können Sie um 19 Uhr mit einstimmen! Für den Advent werden wir uns darüber hinaus noch die eine oder andere Überraschung ausdenken. Seien Sie gespannt!

Die Renovierung auf der Homepage und bei Facebook verfolgen

Nun endlich hat die Renovierung begonnen! Damit Sie über den Umbau informiert sind, posten wir bei jeder größeren Umbauarbeit Fotos auf unserer Homepage und bei Facebook. Bei Facebook gibt es eine Gruppe, die „Renovierung der Liebfrauenkirche in Horneburg“ heißt. Wenn Sie Mitglied bei Facebook sind, lade ich Sie herzlich ein, dieser Gruppe beizutreten. Auf vielen Bildern versteckt sich seit neustem ein kleiner Playmobil-Luther. Wer ihn findet, kommentiert mit einem Apfel. Warum mit einem Apfel? Weil Luther einmal gesagt hat, dass er selbst, wenn morgen die Welt unterginge, einen Apfelbaum pflanzen würde. Luther gibt also selbst in solch einer Situation nicht die Hoffnung auf, dass es weiter geht! Weil die Renovierung einer Kirche ähnlichen Zukunftscharakter hat wie das Pflanzen eines Apfelbaumes, geistert also nun der kleine Luther durch die Kirche und versprüht die Hoffnung, dass am Ende alles gut wird! Sowohl bei der Renovierung als auch in der Welt!

Pastorin Aggie-Eleanor v. Dewitz-Bodmann

terre-de-hommes

Eine Kerze an Heiligabend

Von Reinhild Marzahn

An Heiligabend eine Kerze ins Fenster

Als Jugendliche habe ich zuhause am Heiligen Abend in den Fenstern Kerzen angezündet. Ich weiß noch, dass ich dabei immer ein „feierliches Gefühl“ hatte. „Das ist für die Menschen im Osten Deutschlands, von denen wir getrennt sind“, sagte mein Vater. Diese Zeiten liegen jetzt 30 Jahre zurück und trotzdem erkenne ich eine Parallele zum diesjährigen Weihnachtsfest. Damals, wie heute, durch widrige Umstände voneinander getrennt. Viele Familien können jetzt wegen der Pandemie das „Fest der Liebe“ nicht gemeinsam feiern; zünden wir doch alle als Zeichen der Verbundenheit am Heiligen Abend Kerzen an und stellen sie in die Fenster – sozusagen als Hoffnungsschimmer in dieser dunklen Zeit – und denken an unsere Lieben, wo immer sie auch sein mögen! Im Namen von terre des hommes bitte ich Sie, die weltweit chancenlosen Kinder mit zu bedenken, im Bewusstsein, wie gut es uns trotz allem doch geht.

Briefmarkensammlerverein Horneburg

Die Philatelie als Beleg zu den damaligen Ereignissen

Im jetzt zu Ende gehenden Jahr wurde das Kriegsende vor 75 Jahren gebührend gewürdigt. Auch die Philatelie kann Belege zu den damaligen Ereignissen beisteuern.

Briefmarke


Am 21. Oktober 1944 besetzten die Alliierten Aachen. Im Januar 1945 richtete die Militärregierung einen auf Behördenpost und Zeitungen beschränkten provisorischen Postdienst ein.
Im noch nicht besetzten Reichsgebiet erschien Anfang Februar die letzte noch wirklich postalisch verwendete Briefmarke, die Sondermarke zum deutschen „Volkssturm“.
In Aachen wurde am 19. März lokal begrenzte Zivilpost zugelassen. Zur Freimachung der Sendungen dienten aus Amerika mitgebrachte Briefmarken, die als Motiv ein großes M zeigten. Die übrige Inschrift lautete AM Post (für „Alliierte Militärpost“) und Deutschland, hinzu kam die Wertangabe in Markwährung.

Nach und nach wurde die amerikanische Ausgabe durch in England und Deutschland gedruckte Briefmarken ersetzt.
Die Gültigkeit der AM-Post-Marken endete am 31. Oktober 1946. Danach galten (für begrenzte Zeit) in ganz Deutschland (mit Ausnahme der französischen Besatzungszone) die vom Alliierten Kontrollrat herausgegebenen „Ziffernmarken“, die ab dem 1. März 1947 durch die „2. Kontrollrats-Serie“ ergänzt wurde. Diese Marken zeigten arbeitende Menschen sowie Wiederaufbau- und Friedens-Symbole.

Briefmarken

Parallel zu diesen Briefmarken kam es zu zahlreichen örtlichen
Notausgaben.
Mit der im Juni 1948 in den beiden deutschen Teilstaaten durchgeführten Währungsreform, endete für viele Jahre die Zeit der in ganz Deutschland frankaturgültigen Briefmarken.
Otto Duve

Klimaschutz Altes Land Horneburg

Klimaschutz als Interkommunale Daueraufgabe im Alten Land und Horneburg

Am 01.06.2016 haben die Samtgemeinde Horneburg und die Samtgemeinde Lühe gemeinsam mit der Gemeinde Jork das Klimaschutzmanagement geschaffen, um das Klimaschutzkonzept Altes Land und Horneburg umzusetzen und damit den Grundstein für die Interkommunale Zusammenarbeit im Klimaschutz zu legen. Die Ziele des Pariser Klimaabkommens, die eine Senkung der Klimagase um mindestens 55 Prozent bis zum Jahr 2030 gegenüber 1990 vorschreiben, waren fortan der Kompass in Sachen Klimaschutz. Auf dem Weg dorthin wird heute ein weiterer wichtiger Meilenstein erreicht. Mit der Unterzeichnung der unbefristeten Fortführung der Interkommunalen Kooperationsvereinbarung zum Klimaschutzmanagement bekennen sich die drei Kommunen zum Klimaschutz als Daueraufgabe und einer nachhaltigen Klimapolitik. Der Klimawandel schreitet voran und greift bis vor Ort durch; Kommunen und Städte bilden die Basis öffentlichen Handelns und sind die maßgeblichen Akteure beim Klimaschutz. Mit der Verstetigung des Aufgabenbereiches möchten die Verwaltungen und die Politik ein Zeichen dafür setzen, die bisherige erfolgreiche Klimapolitik in der Region fortzusetzen und weiterzuentwickeln.

Klimaschutz Altes Land Horneburg
Von links: Phoebe Schütz, Klimaschutzmanagerin „Altes Land und Horneburg“, Samtgemeindebürgermeister der SG Horneburg, Matthias Herwede, Bürgermeister der Gemeinde Jork, Matthias Riel, Samtgemeindebürgermeister der SG Lühe, Michael Gosch.
Fotocredit: © Samtgemeinde Horneburg

Aufgabe des Klimaschutzmanagements ist es, Kommunen, Privatpersonen und Haushalte zum Thema Klimaschutz zu beraten sowie Projekte in den Themenfeldern „Öffentlichkeitsarbeit und Bildung“, „Kommunen & Vereine“, „Private Haushalte“, „Wirtschaft & Obstbau“ und „Verkehr & Mobilität“ in der Region zu initiieren.

Die Klimaschutzregion blickt auf vier bewegte Jahre zurück: Zu den bisherigen Klimaschutzmaßnahmen gehören die Schaffung des E-Carsharingsystems „Dorfstromer“, die Zusammenarbeit mit Schulen im Rahmen von „Energiesparen macht Schule“, Kampagnen zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit wie das Stadtradeln, Klimaadventskalender und Strandaschenbecher zur Abfallvermeidung an Elbstränden. Außerdem wurde mit der Schaffung von insgesamt 302 Radstellplätzen die Radinfrastruktur in der Region verbessert. Die Energetischen Quartierskonzepte in Jork und Horneburg fördern die energetische Sanierung von privaten und kommunalen Gebäuden in der Region. In der Samtgemeinde Lühe wurde durch die Kombination verschiedener energetischer Maßnahmen, wie Dämmung, Fensteraustausch sowie den Einsatz erneuerbarer Energien für die Wärmegewinnung die Sporthalle Striep energetisch saniert, um eine möglichst hohe CO2-Einsparung zu erreichen. Durch die Umrüstung auf LED-Beleuchtung in öffentlichen Liegenschaften und der Straßenbeleuchtung in den drei Kommunen konnte eine durchschnittliche Stromeinsparung von 72 Prozent erzielt werden. Während die Projektumsetzung teilweise gemeindespezifisch stattfindet, wird der Fokus auch in Zukunft auf der Initiierung und Begleitung von interkommunalen Projekten liegen, um den Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch der drei Verwaltungen in der Region für den Klimaschutz zu nutzen.

Ausblick: Geplante Klimaschutzmaßnahmen umfassen neben der Weiterentwicklung der laufenden Projekte u. a. den Ausbau der Ladeinfrastruktur. Die Klimaschutzmanagerin Phoebe Schütz hat Förderanträge für E-Ladestationen an sechs Standorten der Region gestellt. Der Ausbau der Ladeinfrastruktur soll die Elektromobilität im ländlichen Raum fördern. Bisher sind vier Zuwendungsbescheide eingegangen, zwei stehen aus. Die Umsetzung soll Ende 2020 bzw. Anfang 2021 starten. Außerdem wird durch die Veranstaltungsreihe „Energieeffiziente Betriebe in der Klimaschutzregion Altes Land & Horneburg“, die in digitalem Format für Gewerbetreibende in Horneburg startet, das Handlungsfeld „Wirtschaft & Obstbau“ aktiviert. An insgesamt drei Infoabenden in Horneburg, Jork und Lühe erhalten die Gewerbtreibenden in der Region die Möglichkeit zu erfahren, wie sie ihre eigenen Betriebe energetisch optimieren und so einen Beitrag zum Klimaschutz leisten können. Gemeinsam mit der Samtgemeinde Harsefeld sind Klimaschutz-Fortbildungen für KiTa Mitarbeiterinnen geplant, um Kindergartenkinder für die Themen Klimaschutz und Energie zu sensibilisieren. Da die Förderprogramme im Klimaschutz vielseitig sind und sich stetig weiterentwickeln, ist außerdem die Umsetzung eines kostenlosen Beratungstags der KfW vorgesehen. Hier können sich sowohl Bürgerinnen, als auch Verwaltungsmitarbeiterinnen Informationen über ihre individuellen Fördermöglichkeiten direkt vor Ort bei KfW-Beraterinnen einholen. Der Beratungstag wird jeweils in den Rathäusern der drei Kommunen stattfinden. Bislang konnten rund 1.000.000 Euro aus Förder- und Sponsorenmitteln zur Finanzierung der Klimaschutzprojekte eingeworben werden. Langfristig steht die Evaluierung und die Anpassung des Klimaschutzkonzeptes an. Gemeinsam mit Akteur*innen aus Verwaltung, Politik und Wirtschaft sollen die Maßnahmen und Arbeitsstrukturen auf Aktualität geprüft und bei Bedarf überarbeitet werden. Dies soll im Rahmen eines Strategieworkshops vrsl. Anfang 2022 geschehen.

Über aktuelle und geplante Maßnahmen informiert das Klimaschutzmanagement regelmäßig auf der Homepage www.klimaschutz-altesland-horneburg.de und auf sozialen Medien (Instagram: @klimaschutz.alteslandhorneburg).

Gemeinde Dollern
Ausgabe20, Dollern

24-Stunden für den guten Zweck

Läufer sammeln 3100 Euro in Dollern

Am Samstag um 16 Uhr sind die fünf Läufer Udo Feindt, Walerij Hettich, Jan Lohse, Daniel Jahnke und Martin Dickner auf die Strecke in Dollern gegangen. Die nächsten 24 Stunden sollte auf der Strecke der Straßen „Am Buschteich“, „Birkenweg“, „Lärchenweg“ und „Osterberg“ läuferisch voller Einsatz gezeigt werden, wie sich später herausstelle. Nachdem Hauptsponsor Mohr vertreten durch Geschäftsführer Jürgen Steeneck kurz vor 16 Uhr den Staffelstab an Startläufer Udo Feindt übergeben hatte, waren Feindt und Co. auf der ersten Runde noch gemeinsam unterwegs bevor die fünf Sportler abwechselnd für jeweils für 60 Minuten ihre Kilometer für den guten Zweck sammelten.

24-Stunden-Lauf Dollern
Jürgen Steeneck (Modehaus Mohr) bei der Staffelstab-Übergabe mit dem Läuferteam vor dem Start. Von re. Nach li. Jürgen Steeneck, Daniel Jahnke, Jan Lohse, Walerij Hettich, Udo Feindt und Martin Dickner
24-Stunden-Lauf Dollern
232 Kilometer und 24 Stunden: Eine großartige Bilanz der fünf Spendenläufer auf der Strecke in Dollern.

Nach ein paar Stunden und einer Zwischenaufnahme der Gemüter um 22 Uhr zeichnete sich der vorbildliche Sportsgeist der fünf engagierten Läufer schon deutlich heraus, da diese nicht nur die Steigung auf der Strecke meistern mussten, sondern auch dem Dauerregen und der Dunkelheit in der Nacht. Mit Viel Einsatz wurden diese Faktoren aber wett gemacht und das Läuferteam kam dem Zieleinlauf am Sonntag um 16 Uhr Stück für Stück näher. Auf der gemeinsamen Schlussrunde wurden dann noch einmal die restlichen Kräfte mobilisiert und die herausragende Leistung mit dem Ziel 24-Stunden für den guten Zweck durchzulaufen erreicht. Mit großem Beifall wurden die Läufer dabei auf den letzten Meter auf Höhe des Bürgerbüros im Ziel willkommen geheißen.

232 Kilometer und 24 Stunden: Eine großartige Bilanz der fünf Spendenläufer auf der Strecke in Dollern.

Bei der anschließenden Verkündung der Spendensumme durch die Veranstalter des BürgerVerein Dollerns und dem Dollerner Sport-Clubs sowie Mitorganisator Udo Feindt wurden 3100 Euro öffentlich gemacht, die an diesem Wochenende für den guten Zweck zusammengekommen sind. Das Läuferteam hatte dabei beachtliche 232 Kilometer in den 24 Stunden zusammen abgeleistet.

Auch Bianka Lange (Bürgerverein) und Christoph Wichern (Dollerner SC), die dieses Projekt organisatorisch mit begleitet haben, betonten im Anschluss auch noch einmal die tolle sportliche Leistung der Läufer. „Bedanken möchten wir uns auch bei dem Modehaus Mohr (Hauptsponsor), der Volksbank Geest, der Sonnenapotheke, dem Ingenieurbüro Stürzl, Fischer Bargstedt, Edeka Drewes (alle jeweils Trikotsponsoren) sowie dem Betonwerk Pallmann und Baumaschinen Krause (beide Rundensponsor) und den vielen weiteren Spendern, die diese Veranstaltung als Unterstützer erst möglich gemachen, sowie der Feuerwehr Dollern, die für die Sicherheit der Läufer an beiden Tagen gesorgt hat“, so Lange und Wichern.

Die gesammelten Einnahmen gehen an den Schulförderverein Dollern, die Freiwillige Feuerwehr Dollern, den Kindergarten am Reller und den Kindergarten Kleine Kraniche in Dollern.

Bliedersdorf
Ausgabe20

Rückblick und Ausblick

Liebe Bliedersdorferinnen und Bliedersdorfer!

Schon wieder ist der Ausklang des Jahres nicht weit. Ein Jahr, an das wir alle noch lange zurück denken werden. Trotz Corona gibt es auch viel Positives und am Ende dieses Jahres sollten wir die Adventszeit daher um so mehr genießen. Dieses Weihnachten wird wahrscheinlich anders werden, als wir es bis jetzt kannten. Familienfeste werden vielleicht nicht so groß ausfallen und viele Weihnachtsmärkte finden nicht statt. Trotzdem wird die ruhigere Zeit auch dazu einladen vieles zu überdenken. Mir hat diese Zeit wieder gezeigt, dass wir in einem besonderen kleinen Ort leben, wo man sich auch in solchen Zeiten auf seinen Nachbarn verlassen kann. Ein Ort besteht nicht nur aus nebeneinander gereihten Häusern, sondern aus vielen Menschen, die zusammen diesen Ort prägen. In den vergangenen Jahren zeigte mir unsere Dorfentwicklung No-Blie, wie viel Ehrgeiz doch in vielen Bürgern vorhanden ist. Ich möchte mich nochmals bei jedem bedanken, der sich hier mit engagiert hat. Unsere Dorfentwicklung, die wir zusammen mit Nottensdorf machen, kann davon nur profitieren. Es sollen nicht nur ein paar Politiker entscheiden, wir wollen euch mit dabei haben, denn zusammen werden wir noch viel mehr schaffen. Und das heißt auch, dass, wenn sich jemand angesprochen fühlt, und sie oder er noch nicht dabei waren, auch jetzt immer noch die Chance besteht, sich an diesen AG zu beteiligen. Wir haben dieses Jahr zwei Projekte genehmigt bekommen. Den Umbau des Dorfgemeinschaftshauses und den Bau des Wanderweges von der Bucht nach Schragenberg.

Tobias Terne
Bürgermeister Tobias Terne

Das Dorfgemeinschaftshaus soll in drei Abschnitten umgebaut werden. Der erste und genehmigte Abschnitt läuft jetzt an. Das gesamte Gebäude wird ein neues isoliertes Dach bekommen, es wird einen neuen Fluchtweg über die Schulstraße geben. Der Brandschutz wird auf den neuesten Stand gebracht, unser großer Saal wird eine neue Decke bekommen und die Elektrik wird auf den heutigen Stand gebracht. Wir sind eine der wenigen Gemeinden, die noch ein großes Dorfgemeinschaftshaus hat. Mit einem so großen Saal für größere Feiern, die dann hoffentlich wieder irgendwann kommen, sind wir dann bestens gerüstet. Der zweite Abschnitt wird dann nächstes Jahr beantragt, dieser geht dann hauptsächlich um den Innenausbau. Unser Dorfgemeinschaftshaus ist nun mal in die Jahre gekommen und als Dorfmittelpunkt ist es wichtig, dass es wieder den Glanz zurückbekommt, den es schon mal hatte. Der dritte Abschnitt kommt dann noch später, in diesem geht es dann um den Außenbereich.

Mir liegt nach wie vor unser nicht vorhandener Dorfladen auf dem Herzen. Im Laufe der letzten Jahre gab es ein auf und ab. Es waren zwei Bewerber, die ernsthaft im Herzen unserer Ortschaft so einen Laden eröffnen wollten. Aus verschiedenen Gründen scheiterten diese Projekte. Weil es mir und unserem Gemeinderat fraktionsübergreifend so wichtig ist, lassen wir uns nicht entmutigen. Bei meinen vielen Besuchen auf Geburtstagen und Hochzeitstagen kommt immer wieder diese Frage. Da nicht jeder so mobil ist, kann ich gut verstehen, wie wichtig so ein Laden bei uns ist. Als dann diese Ladeneinheit zum Kauf stand, war es mir eine Herzensangelegenheit diese zu sichern. So dass wir jetzt jederzeit Zugriff haben und dass wir dieses Projekt jetzt, so hoffe ich, im Jahre 2021 zum Erfolg führen. Die Familie Kaiser aus „unserem Bliedersdorf“ ist dabei einen kleinen Dorfladen mit Catering zu planen. Es wurde im Oktober über unsere Dorfförderung ein kleiner Antrag hierfür gestellt. Aber eins ist ganz sicher, Familie Kaiser hat nur dann hier eine Chance, wenn wir alle zusammen diesen Laden unterstützen. Ich habe mich in den letzten Jahren viel mit Dorfläden beschäftigt und kann sagen, dass ein Dorfladen nur mit der Unterstützung des Dorfes überleben kann. Daher hoffe ich auf euch alle. Keiner erwartet das der gesamte Einkauf dort getätigt wird. Das wäre unrealistisch, aber ich hoffe darauf, dass dann einiges hier gekauft wird. Viele Mitbewohner haben unseren alten Kaufmannsladen als Mittelpunkt gesehen. Jetzt haben wir die Möglichkeit einen neuen kleinen Mittelpunkt zu schaffen.

Genau so wie ich es gut finde, dass wir am Wochenende jetzt wieder einen Bäckerwagen im Ort finden. Ich freue mich, dass auch dieser gut angenommen wird. Der Dorfladen steht zu diesem Bäckerwagen nicht in Konkurrenz sondern wird die Zusammenarbeit suchen.
Ein ganz wichtiger Schritt war, dass wir im Jahr 2020 das Grundstück für unsere Grundschule gekauft haben. Die Planung geht jetzt im Jahr 2021 los. So dass dann im Jahr 2022/23 das Gebäude entstehen kann. Diese Schule, die wir zusammen für unsere Schülerinnen und Schüler aus Nottensdorf und Bliedersdorf bauen, wird dann unsere beiden Gemeinden weiter zusammenschweißen. Ich möchte, dass sich hier die Nottensdorfer genauso wie die Bliedersdorfer Schülerinnen und Schüler wohlfühlen. Wenn dann in den darauffolgenden Jahren eine Turnhalle neben dieser Grundschule gebaut wird rundet es das Ganze ab. Der Wunsch unserer Gemeinde wäre es, dann aus der Einfeldhalle, die von der Samtgemeinde bezahlt wird, eine Zweifeldhalle zu machen. Da zeigt sich wieder, dass in den nächsten Jahren noch viele Herausforderungen vor uns stehen.

Ein weiteres wichtiges Thema ist, wie die Verbindungsstraße zwischen Bliedersdorf und Nottensdorf in Zukunft genutzt werdensoll. Als wir unserem Dorfentwicklungsplan eingereicht haben, wurde diese Straße zu unserer Verbindungsachse. Ich denke, diese Verbindung ist in der Zukunft für beide Ortschaften sehr wichtig. Daher meine ich, dass diese Straße unbedingt einen zusätzlichen Fahrradweg braucht. Nottensdorf und Bliedersdorf haben jetzt zusammen einen Sportverein. Wir freuen uns, dass wir jetzt viele Nottensdorfer auf den Sportplätzen in Bliedersdorf begrüßen dürfen. Genau wie auch schon über viele Jahrzehnte Schüler aus der Nachbargemeinde in die Schule der jeweils anderen Gemeinde gehen. Daher ist es wichtig, dass dieser Verbindungsweg für Autos und Fahrräder, die dann auf einem eigenen Fahrradweg unterwegs sind, ausgebaut wird.

Zum Ende des Jahres wurde nun auch noch der Endausbau in unserem Gewerbegebiet hergestellt. Wir haben in den vergangenen Jahren viele Gewerbebetriebe dazubekommen. Ich heiße nochmals jeden Gewerbetreibenden in unserer Gemeinde als willkommen. Gerade in dieser Zeit ist es wichtig, dass wir so weiterhin mit unseren Einnahmen rechnen können. Bliedersdorf hat trotz Corona dieses Jahr mehr Gewerbesteuer als geplant einnehmen dürfen. Was die nächsten Jahre weiter für uns bringen werden, weiß leider niemand ganz genau. Daher ist es wichtig, dass wir mit Maß weiter in die Zukunft investieren.

Ich freue mich, mit dem Gemeinderat den AG und allen Bliedersdorfer Bürgern zusammen, unseren Ort im Jahr 2021 ein wenig weiter zu bringen. Durch unsere Dorfförderung haben wir die Möglichkeit vieles auf die Beine zu stellen, was „ohne“ nicht finanzierbar gewesen wäre. Jeder der sich daran beteiligen will, kann sich gerne bei den AG oder mir melden. Die letzten Jahre haben wir unseren Ort schon sehr viel weitergebracht. Zusammen werden wir aber noch vieles mehr schaffen.

Euch allen eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Tobias Terne, Bürgermeister Bliedersdorf

Samtgemeinde Horneburg

Myriam C. Grass-Stiftung nimmt die
Arbeit auf

auf, nachdem zwei Personen aus dem öffentlichen Leben vom Samtgemeinderat benannt wurden. Der Stiftungsvorstand setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen:

  • Karin Graß oder Klaus Graß, Stiftungsgeberin und Stiftungsgeber
  • Petra Völkers von Bremen, Bürgerstiftung der Kreissparkasse Stade
  • Matthias Herwede, Samtgemeindebürgermeister
  • Marko Bergmann, Samtgemeinderatsmitglied
  • Knut Willenbockel, Fachbereichsleiter Bürgerservice und Soziales
  • Daniela Subei, Beratendes Mitglied aus dem öffentlichen Leben
  • Louisa Hielscher, Beratendes Mitglied aus dem öffentlichen Leben

Die erste Sitzung soll im Januar 2021 stattfinden, bei der sich der Stiftungsvorstand zunächst konstituieren und über die Verwendung der Stiftungsmittel entscheidet.
Der Stiftungszweck wurde ausgedehnt und soll nunmehr insbesondere Personen und Institutionen auf dem Gebiet der Samtgemeinde Horneburg zu Gute kommen.
Die Mittel sind entsprechend der Abgabenordnung und des Stiftungszwecks u. a. zur Förderung der Jugend- und Altenhilfe, von Kunst und Kultur, der Erziehung und Bildung, des Naturschutzes und der Landschaftspflege, der internationalen Gesinnung und der Toleranz zu verteilen. Um in den Genuss einer Förderung zu kommen, sind Anträge bis zum 20.12.2020 an den Stiftungsvorstand c/o Samtgemeinde Horneburg, Lange Straße 47/49, 21640 Horneburg, willenbockel@horneburg.de zu richten. Die bereits eingereichten Anträge werden berücksichtigt.

Samtgemeinde Horneburg

Die Kita Blumentahl ist bezugsfertig

Nach rund 1,5 Jahren Bauzeit ist die „AWO-Kita Blumenthal“ bezugsfertig. Start des offiziellen Betriebes war am 01. November 2020. Die Kinder und ihre Erzieherinnen und Erzieher konnten die neuen Räumlichkeiten mit Leben füllen. „Gerne hätten wir die neue Kita gebührend mit einer großen Einweihung gefeiert, aber die Pandemie-Lage ließ dies nicht zu. Wir holen das nach, sobald es möglich und für alle Beteiligten gesundheitlich unbedenklich ist“, so Samtgemeindebürgermeister Matthias Herwede. Daher gab es eine Schlüsselübergabe nur im kleinen Kreis und mit Abstand.

Schlüsselübergabe der KITA Blumenthal.

In der 5-Gruppen Kindertagesstätte Blumenthal können auf rund 920 m² bis zu 105 Kinder betreut werden. Die meisten der Plätze sind bereits belegt. Die drei Elementar- und zwei Krippengruppen werden von einem neuen zusammengestellten Team von Erziehern und Erzieherinnen betreut. Neben den Gruppenräumen, teilweise mit angrenzendem Ruheraum, gibt es für alle nutzbar eine große Cafeteria, eine Lernwerkstatt, den Bewegungsraum und zwei Differenzierungsräume. Das Außengelände ist kindgerecht gestaltet und hat für die Krippenkinder einen separaten Bereich. Die Leiterin Anke Aspridis freute sich auf den Start: „Das lange Warten und die intensive Zeit der Vorbereitung hat ein Ende und wir freuen uns jetzt riesig auf die Kinder.“
Anfragen zu Plätzen in der neuen Kita oder weitere Informationen können im Rathaus der Gemeinde Horneburg bei
Frau Andrea Hunold per E-Mail unter
hunold@horneburg.de oder Telefon
04163 8079-19 gestellt werden.

VfL Horneburg

Leichtathletik begeistert Jung und Alt

In allen Trainingsgruppen sind noch Plätze frei

Horneburg, Oktober 2020. Die Leichtathletik-Saison des VfL Horneburg war wieder sehr erfolgreich. Es gab auf dem Sportplatz Blumenthal einen Fast-Weltrekord, mehrere Deutsche Rekorde und einen Bezirksrekord. Zu unseren Wettkämpfen kommen Teilnehmer aus ganz Deutschland, denn der VfL Horneburg ist bekannt für seine gut organisierten und durchgeführten Wettkämpfe.
„In der nächsten Saison 2021 wollen wir unsere Arbeit verstärkt auf die Kindergarten- Kinder und Grundschüler konzentrieren“, so Spartenleiter Cord Meyer. „Wir wollen in allen Altersklassen Mehrkampf-Mannschaften aufstellen und suchen dazu Kinder ab vier Jahren.

Victoria Pönitz vom VfL Horneburg
Victoria Pönitz

Die Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter beginnen mit Bewegungsgrundlagen und -erfahrungen, Fitness, Vielseitigkeit und spielerischen Formen. Schwerpunkte sind hier die Koordination (z. B. Reaktionsfähigkeit, Gleichgewichtssinn, Orientierungsfähigkeit) und die Kräftigung des Rumpfes und der Gliedmaßen, um sie für die sportlichen und alltäglichen Belastungen fit zu machen. Technisch stehen der Dreikampf (Sprint, Weitsprung, Ballwerfen) und die Staffeln im Mittelpunkt.
Im Grundlagentraining der Jugendlichen kommen dann weitere Disziplinen wie z. B. Hochsprung, Kugelstoßen, Hürdenlauf oder Hammerwerfen dazu. Die Grundformen der leichtathletischen Techniken und das Konditionstraining (Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer) stehen auf dem Programm. Alle Athletinnen und Athleten werden aber weiterhin zu Mehrkämpfern ausgebildet.
Im anschließenden Aufbautraining werden die Jugendlichen blockorientiert (Sprint, Lauf, Wurf oder Sprung) und spezifisch trainiert, um sie zum Leistungssport hinzuführen.
Wer in der nächsten Saison mitmachen möchte, bekommt Informationen unter leichtathletik@vfl-horneburg.de

Agathenburg

Arbeiten zur Sanierung des Schlossparks

Landkreis Stade. Der Park des Schlosses Agathenburg bei Stade wird im kommenden Frühling und Sommer wieder in seiner ursprünglichen Form erblühen sowie Gästen attraktive und sichere Wege bieten. Abgestimmt mit Natur- und Denkmalschutzbehörden lässt der Landkreis für 170.000 Euro den Wörnerschen Blumengarten, Hecken, Baum-Ensemble, aber auch Treppen und Wege in ihrer landschaftsarchitektonisch ursprünglichen Form gestalten. Dafür griffen im Oktober Gärtner zu Motorsäge und Heckenschere.

Im Schlosspark Agathenburg (von links): Christin Kläke (Projektleiterin des Landkreises Stade für die Schlossparksanierung), Kreisbaurätin Madeleine Pönitz und Bettina Roggmann von der Kulturstiftung Schloss Agathenburg.
Foto: Landkreis Stade/Christian Schmidt

Kreisbaurätin Madeleine Pönitz: „Als Grundlage für die aktuellen Planungen haben weiterhin die Gestaltungsziele aus den 1920er-Jahren für den Park Bestand. Doch auch die Ergänzungen durch die Landschaftsarchitekten Rose und Gustav Wörner ab 1987 sowie jüngst das Denkmalpflegekonzept von Joachim von Korzfleisch bilden einen wichtigen Rahmen. Insbesondere sollen Sichtbeziehungen vom Schloss in die Elbmarsch und den Park mit seinen Teichen wiederhergestellt sowie gleichzeitig auch die Sicht vom Umland auf das Schloss wieder verbessert werden.“

Ingenieurin Christin Kläke, Projektleiterin beim Landkreis Stade: „Die Arbeiten an den Gehölzen und im Blumengarten beginnen am 5. Oktober und werden voraussichtlich Mitte November abgeschlossen. Darauf folgt die Sanierung der Wege und Treppen, die bis Ende Januar dauern soll.“

Bettina Roggmann, Vorsitzende der Kulturstiftung Schloss Agathenburg: „Durch die komplette Neubepflanzung des Blumengartens wird die Eingangssituation zum Schloss wie zum Park wieder einladend und eine Freude für die Gäste sein. Großen Dank an den Landkreis Stade!“
Der Landkreis Stade bittet um Verständnis, dass es, bedingt durch den Beginn der Sanierungsarbeiten, ab Oktober zeitweise zur Sperrung einzelner Wege kommen kann.

Zur Finanzierung: Die Zuwendungen, die der Landkreis Stade über das Amt für regionale Landesentwicklung für die Maßnahmen erhalten wird, betragen gut 100.000 Euro. Es handelt sich um Mittel des Landes Niedersachsen zur Förderung eines Projektes in der Maßnahme Dorfentwicklung nach der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung der integrierten Ländlichen Entwicklung (ZILE). Das Land Niedersachsen gewährt mit Mitteln des Bundes und des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) Zuwendungen für die integrierte ländliche Entwicklung. Insgesamt stehen im Haushalt des Landkreises rund 170.000 € für diese Maßnahme zur Verfügung.

Wappen Nottensdorf

Liebe Nottensdorferinnen und Nottensdorfer!

Ich möchte Sie zum Ende des Jahres zu einem Rückblick von wichtigen Themen der Kommunalpolitik in unserem Dorf einladen.
Für die Dorfentwicklung No/Blie arbeiteten wir seit vielen Monaten gemeinsam mit der Gemeinde Bliedersdorf in der Dorfentwicklung und konnte nun für die Gemeinde Nottensdorf abschließend im Oktober den ersten Förderantrag für den Ausbau des Fußweges „Am Gutspark“ stellen. Damit verbunden ist unser Bestreben, dass Fußgänger sicher den Weg benutzen und gleichzeitig die Patienten fußläufig sicher die Arztpraxis erreichen können. Hiermit unterstützen wir den Standort der ärztlichen Versorgung in der Gemeinde, auf den wir sehr stolz sind. Die Umsetzung der Maßnahme ist für das nächste Jahr geplant. Die Förderung der Dorfentwicklung durch das Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ist fester Bestandteil niedersächsischer Politik zur Entwicklung der ländlichen Räume. Auch die Umsetzung privater Sanierungsmaßnahmen an ortbildprägenden Gebäuden wird bezuschusst! Bei allen Themen kann eine Bezuschussung in Nottensdorf von bis zu 43% erfolgen.

Dierk Heins, Bürgermeister

Baggersee, so kann und darf es nicht weitergehen, wir fordern eine Überplanung des Areals!

Die momentanen Entwicklungen sind für die Anwohner und für die Gemeinde nicht akzeptabel und unzumutbar. Es müssen alle Belange vom Naturschutz, des Badens unter Aufsicht in den Sommermonaten und die wirtschaftlichen Belange der Beteiligten unter einen Hut gebracht werden. Wir bitten deshalb auch auf SG-Ebene um Unterstützung bei der zuständigen Genehmigungsbehörde und hoffen somit auf eine schnelle Lösung.

Radweg L130

Für den Radweg L 130 ist eine Verlängerung des Radweges bis nach Grundoldendorf geplant. Die Grundstückssicherung entwickelt
sich positiv. Die Unterzeichnung des Vertrages für den Weiterbau des Fuß- und Radweges mit der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr wurde im Sommer von mir unterzeichnet. Die Umsetzung der Maßnahme ist bis zum Herbst 2021 möglich.

Patenschaften für Grünflächen

Ich wünsche mir noch mehr Patenschaften für Grünflächen für das kommende Jahr. Diese Grünräume prägen nicht nur unser Ortsbild, sondern verbessern das Kleinklima und dienen nicht zuletzt auch als Lebensraum für zahlreiche Tierarten. Unser Bauhof ist deshalb ständig unterwegs um zu wässern, nachzupflanzen oder Unkraut zu zupfen. Bis in den Herbst hinein gibt es ständig Arbeit, um das Grün unserer Gemeinde attraktiv und blühend zu erhalten. Jetzt haben Sie die Möglichkeit uns zu unterstützen, indem Sie eine Patenschaft für eine Fläche übernehmen. Meist ist der Aufwand für die Pflege einer einzelnen Fläche gering, aber wenn viele Bürgerinnen und Bürger mitmachen, ist das eine große Entlastung für unsere Gemeinde und wir können die ersparten Aufwendungen anderen Projekten zukommen lassen, wie z.B. das Anlegen von Blühflächen. In der letzten Ortsbegehung konnte eine große Anzahl von Flächen im Dorf als Blühflächen festgelegt werden, aber wir brauchen noch mehr davon.

Erlass unserer ersten Baumschutzsatzung

Warum müssen Bäume geschützt werden und warum soll es eine Baumschutzsatzung geben? Das Dorfbild von Nottensdorf wird wesentlich durch seinen wertvollen Baumbestand, die viele Straßenbilder charakterisieren, bestimmt. Hierbei leisten besonders die ökologisch wertvollen Baumstandorte auf Privatgrundstücken einen Beitrag zum Gesamterscheinungsbild des Dorfes. Daneben erfüllen Bäume weitere wichtige Funktionen wie:

  • Filter bzw. Bindung von Stäuben sowie gasförmigen Luftverunreinigungen,
  • wohltuende Abkühlung in Hitzeperioden durch Verdunstung,
  • im Blattgrün von Bäumen wird Kohlendioxid in lebensnotwendigen Sauerstoff umgewandelt und
  • Lebensraum für eine Vielfalt von Insekten, Vögeln und andere Organismen.

Unter diesen Gesichtspunkten liegt der Erhalt von Bäumen im Dorfgebiet auch auf privaten Grundstücken im öffentlichen Interesse. Was heißt das für die Praxis? Ich möchte einen Baum fällen oder zurückschneiden, was müsste ich tun? Sie müssen ein formloses Schreiben an die Gemeinde mit folgenden Angaben schicken: Baumart, Stammumfang- oder Durchmesser sowie eine Lageskizze zum Standort des Baumes. Geben Sie noch kurzgefasst den Grund Ihres Anliegens an. Der zuständige Mitarbeiter wird sich dann mit Ihnen in Verbindung setzen und eine Baumbeurteilung vor Ort vornehmen. Über das Prüfungsergebnis werden Sie, falls gewünscht schriftlich informiert. Sofern eine Fällgenehmigung erteilt wird, kann diese mit der Auflage zu einer Ersatzanpflanzung versehen werden.

Die Straßenausbaubeitragssatzung

ist nun in der Gemeinde abgeschafft. Die Straßenausbaubeitragssatzung stellt für die Orts- und Gemeindestraßen generell eine schlechte Lösung dar. Bei der Abschaffung der Straßenausbaubeitragssatzung wurden nicht nur die Anlieger entlastet, sondern auch das Personal in der Verwaltung, da jetzt eine aufwendige Abrechnung entfällt.

Ruhewald

Der Nottensdorfer Ruhewald wurde im November eröffnet. Die Trägerin des Ruhewaldes ist die Samtgemeinde Horneburg. Sie hat die Waldfläche für die nächsten 99 Jahre als Friedhof gewidmet. Das Ziel ist es, den Wald zu seinen Ursprüngen und einen würdevollen Ort für Bestattungen im Einklang mit der Natur zu schaffen. Gleichzeitig möchten wir das historische Waldstück in seiner Schönheit langfristig bewahren. Der Rat der Gemeinde Nottensdorf bedankt sich bei Familie v. Düring und für die Unterstützung aller Mitgliedsgemeinden sowie bei unserem Samtgemeindebürgermeister Matthias Herwede.

Corona 2020

wird sicher ein Jahr sein, über das man später einmal in den Geschichtsbüchern liest. Keiner von uns hat das je zuvor erlebt: Eine globale Pandemie, die es geschafft hat, die Weltwirtschaft für lange Wochen komplett lahmzulegen und die weltweit eine Menge Todesopfer gefordert hat. Als Bürgermeister dieser Gemeinde kann ich nur sagen: Wir haben noch Glück gehabt, denn wir sind kein Ballungsraum und deshalb sind wir mit wenigen COVID-19-Erkrankungen bis heute durch dieses Jahr gekommen. Dennoch: Auch wir haben die Einschränkungen des Shutdowns erfahren müssen. Wir haben

miterleben müssen, wie hilflos wir als Gesellschaft solch einer Pandemie gegenüberstehen. Vor allem den Jüngeren unter uns möchte ich jetzt sagen: Seid geduldig. Das hier geht vorüber, wie jede Krise irgendwann vorübergeht. Und wir werden es gut überstehen! Wir werden sagen können: Wir haben unseren Beitrag dazu geleistet, diese Corona-Pandemie in den Griff zu bekommen. In diesem Jahr haben wir erlebt, welche Freiheiten wir für normal halten und wie schnell es gehen kann, dass diese Normalität eingeschränkt und begrenzt wird. Was wir für selbstverständlich halten und dementsprechend im Alltag kaum schätzen, ist tatsächlich ein hohes Gut unserer Gesellschaft.

Und außerdem ist unser Dorf 750 Jahre alt geworden, liebe Nottensdorferinnen und Nottensdorfer und ich bin mir sehr sicher, dass wir zeitnah auch unsere Jubiläumsfeier nachholen werden. Seit der erstmaligen namentlichen Erwähnung unseres Dorfes ist tatsächlich ein Dreivierteljahrtausend verstrichen.

Sie müssen es sich einmal bildlich vor Augen führen: Als unser Nottensdorf jung war, begann gerade das Spätmittelalter mit der Zeit der Kreuzzüge und Ritter in Europa. Die gesamte Weltbevölkerung zählte um die vierhundert Millionen – also etwas mehr als die Hälfte des heutigen Europas. Dies waren die Zeitläufe, in denen unser schönes Dorf sich etablierte – und ganz sicher hat damals niemand geglaubt oder sich vorstellen können, dass wir heute im Jahr 2020 einen Rückblick auf diese ferne Zeit tun. In 750 Jahren wechselhafter Geschichte hat unser Ort mit seinen Bewohnern alle Höhen und Tiefen durchlebt. Es gab immer wieder Krieg, der über unsere Felder zog, und Friedenszeiten, in denen aufgebaut, gehegt und gepflegt wurde. Nottensdorf ist gewachsen und hat die schlimmen Zeiten immer wieder gut überstanden, weil seine Bürger es nie verlassen haben. Sie sind geblieben, weil sie erkannt haben, was Nottensdorf ihnen alles zu bieten hat. Wir alle sollten hierfür weiterhin Hand in Hand arbeiten, denn nur so entstehen große und gute Entwicklungen. Wir alle sind sehr stolz darauf, unseren schönen Ort mit all seinen Vorzügen auch für die folgenden Generationen immer noch schöner und lebenswerter zu gestalten. Das ist ein erstrebenswertes und schönes Ziel, dass wir mit Euch gerne gemeinsam erreichen möchten! Wir blicken gemeinsam in unsere bunte und lange Vergangenheit und wagen ebenso einen Ausblick in eine hoffentlich ebenso blühende und schöne Zukunft: Für uns alle und für alle, die nach uns kommen werden.

Der gesamte Rat der Gemeinde und ich als ihr Bürgermeister wünschen ihnen ein frohes Fest und ein gesundes Neues Jahr.

Dierk Heins, Bürgermeister